Unrühmliches Ende trotz 5 Tore am Stück

04.09.2021 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

4. September

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Unrühmliches Ende trotz 5 Tore am Stück

Eigentlich hätte Klaus heute auf den Schultern vom Platz getragen werden sollen. Da schießt Klaus, nach etliches Fehlversuchen und Pfostenschüssen, 5 Tore am Stück !!! Und trotzdem endet der Kick heute sehr frustrierend für ihn, sodass Klaus wütend vom Platz und nach Hause geht. Schade, Schade, Schade. Denn kaum war Martin heute im Tor, fielen die Tore reihenweise.

Das ideale Fußball-Wetter von Peter, bedeckt und Nieselregen, war es heute wirklich nicht, ganz im Gegenteil, denn wir hatten herrliches Spätsommerwetter. Der Tag begann mit einem Novum, denn um 7:45 Uhr standen mit Amir, Tom, Bllaca und Martin schon 4 VEB’ler vor verschlossener Tür. Normalerweise wartet um Uhrzeit nur Dieter vor dem Tore, aber der ist jetzt ja gerade in Kroatien segeln.

Als Peter dann in seiner Schlüsselposition kam und aufschloss, wurden es immer mehr, sodass wir 7:55 Uhr schon 8 VEB’ler waren. Es kamen dann noch 3 weitere. Die Mannschaftseinteilung entfiel heute, da sich die Gelben und die Blauen wunderbar ergänzten. Wir begannen das Spiel gerade mit 5 Gelben gegen 6 Blaue, als auch noch Thomas angetrabt kam.

Thomas machte sich aber erst sehr gründlich außerhalb des Spielfeldes warm, sodass die Gelben mit Klaus im Tor, Mäthes, Amir und Martin hinten und vorne mit Pellegrino in Unterzahl begannen. Die Blauen mit vorerst Tom im Tor, Peter und Robert in der Abwehr und davor mit Ludwig, Bllaca und Wolfgang übernahmen sofort das Kommando und setzten die Gelben mächtig unter Druck.

Die Gelben wurden hinten rein gedrängt und die Blauen erspielten sich gleich eine ganze Anzahl zum Teil guter Chancen. Die Größte hatte Robert, aber dessen Schuss klatschte an den Außenpfosten anstatt ins Tor.

Das Ganze änderte sich erst, als Thomas sich als Gelber am Spiel beteiligte. Das Spiel wurde nun ausgeglichener mit weiterhin leichten Vorteilen für die Blauen. Die Blauen spielten technisch besser denn den Gelben unterlief doch der eine oder andere Fehlpass.

Nach einiger Zeit setzte dann bei den Blauen ein reger Torwartwechsel ein. Sie hatten vereinbart, dass der Torwart jeweils nach x Minuten gewechselt wird, sodass jeder einmal ins Tor musste. Bei den Gelben setzte der Torwartwechsel erst später ein. So ging das Spiel einige Zeit flott hin und her.

Dann aber wurde es Ernst. Die Blauen schickten Wolfgang steil, der wie üblich vorne beständig in Bewegung war und die Gelben früh störte. Martin war bei Wolfgang und drängte ihn leicht nach außen ab. Martin rechnete damit, dass Klaus im Tor heraus kommen würde um sich den von Wolfgang vorgelegten Ball zu schnappen. Aber Klaus dachte, dass Martin, da der nichts gesagt hatte, die Situation und Wolfgang unter Kontrolle habe. Durch dieses Missverständnis hatte Wolfgang freie Bahn und schoss den Ball ins lange Eck zur 1 : 0 Führung der Blauen.

Bei den Gelben setzte nun auch ein Torwartwechsel ein und Amir ging ins Tor. Und er hatte gleich eine brenzlige Situation zu meistern. Peter schickte Wolfgang steil, Wolfgang kam aber um Zentimeter zu spät und so flog der Ball weiter. Der Ball flog an Amir vorbei und prallte erneut gegen den Außenpfosten. Da hatten die Gelben Glück gehabt und Amir wohl ein gutes Auge.

Die Blauen blieben überlegen, denn bei den Gelben häuften sich nun die Fehler. Und an denen beteiligten sich nicht nur Martin, sondern alle anderen Gelben auch. So kam bei den Gelben selten ein richtiger Spielfluss zustande und ihre Aktionen blieben Stückwerk und dem Zufall überlassen. Ganz anders die Blauen, die technisch einwandfrei spielten und einige Chancen hatten, die sie aber alle nicht nutzen konnten. So ging das lange mehr hin als her, bis dann Martin bei den Gelben ins Tor ging.

Das änderte das gesamte Spiel. Peter meinte in der Pause als Erklärung, dass damit die Gelben keine Schwachstelle mehr auf dem Platz hatten, aber Martin war vorher beileibe nicht die einzige gelbe Schwachstelle gewesen.

Kaum war Martin im Tor, fielen nach langer torloser Zeit die Tore wie am Schnürchen. Den Anfang machten die Blauen. Die Blauen verlagerten das Spiel geschickt von der rechten auf die linke Seite zu Peter. Die Gelben rennen hinaus zu Peter, sodass in der Mitte ein riesen Loch entsteht. In dieses Loch läuft Wolfgang hinein und wird prompt von Peter angespielt. Wolfgang hat dann kein Problem, den Ball neben dem Pfosten zur 2 : 0 Führung der Blauen im Tor zu versenken. Klaus war über dieses Abwehrverhalten seiner Gelben sehr sauer: alle rennen zum Ball und machen so die Mitte frei !!!

Dann aber drehten die Gelben richtig auf, da deren einzige Schwachstelle ja nun im Tor stand (hähähä). Und das machten die Gelben so gut, dass Martin im Tor beinahe arbeitslos war und dem munteren Treiben seiner Gelben vor ihm mit Genuss zusehen konnte.

Und die Gelben belohnten sich bald für ihre Bemühungen. Klaus flankte von halblinks hoch auf den zweiten Pfosten. Robert im Tor kam aus seinem Tor heraus, aber Thomas kam eher an den Ball. Thomas stieg vor Robert hoch, erwischte den Ball mit dem Kopf und legte ihn sich in seinem Lauf vor. Thomas hatte dann kein Problem, den Ball ins leeren Tor zum 1 : 2 Anschlusstreffer zu schießen.

Dann ging es beinahe Schlag auf Schlag weiter. Von den Blauen war nicht mehr viel zu sehen und die ganz wenigen blauen Angriffe bereiteten der gelben Abwehr und Martin im Tor keinerlei Probleme. Denn der letzte Pass der Blauen kam nun viel zu selten an.

Da machten es die Gelben viel besser. Pellegrino dribbelte sich bis zur Torauslinie vor und trotz Bedrängnis konnte er den Ball zurück in die Mitte zu Mäthes spielen. Mäthes nahm den Ball volley und heute ihn mit links neben dem Pfosten zum 2 : 2 Ausgleich ins Netz. Robert war ohne Chance und Thomas hat das Ganze sehr entspannt beobachtet.

Und Robert blieb im Mittelpunkt, besonders bei der nächsten, strittigen Szene. Ein hoher Ball von Klaus segelt auf das blaue Tor. Robert und Pellegrino laufen beide zum Ball und springen hoch. Dabei trifft Robert sowohl den Ball als auch Pellegrino, der dann am Boden liegen bleibt. Nach kurzer Zeit einigen wir uns darauf, dass dies kein Foul von Robert war und auch Pellegrino kann zum Glück weiter spielen.

Kurz danach war Robert dann aber wieder chancenlos. Diesmal wurde Amir zentral freigespielt. Amir fackelte nicht lange und haute den Ball zur 3 : 2 Führung der Gelben ins Netz.

Robert durfte dann raus aus dem blauen Tor und dafür ging Peter (!!!) ins Tor (wann durften wir das schon einmal erleben !!!). Robert gerät nun in der Folgezeit immer wieder mit Klaus zusammen, was den Frust von Klaus ansteigen lässt.

Und dann lag der Ball plötzlich im gelben Tor. Peter hatte einen langen, hohen Ball auf Wolfgang in Richtung gelbes Tor geschlagen. Martin kam aus seinem Tor heraus und Wolfgang lief mit dem Rücken zum Tor in Martin hinein. Martin wollte den Ball abwehren, aber das gelang durch den Aufprall mit Wolfgang nicht. Der Ball traf Wolfgang und von dort sprang er über Martin hinweg ins gelbe Tor.

Martin vermerkte als Chronist schon den 3 : 3 Ausgleichstreffer, aber da kamen Stimmen auf, die meinten, Wolfgang sei der Ball an den Oberarm gesprungen und von dort ins Netz. Das Tor zählte also nicht, auch die Hand Gottes konnte daran nichts ändern. Schade für Wolfgang, es wäre sonst ein perfekter Hattrick gewesen.

Die Gelben waren aber weiterhin deutlich überlegen und auch sie produzierten in dieser Zeit durch Amir (??) einen Pfostenschuss. Aber die meisten Fehlschüsse gingen auf das Konto von Klaus, was dessen Laune auch nicht steigerte.

Pellegrino war es dann vorbehalten, die Führung der Gelben auszubauen. Inzwischen war Bllaca im blauen Tor, als Pellegrino zentral hat aufs blaue Tor schoss. Bllaca konnte den Ball zwar abwehren, aber der war so hart geschossen, dass der Ball von Bllacas Händen über ihn hinweg neben dem Pfosten zum 4 : 2 in Netz flog.

Vier Tore der Gelben von vier verschiedenen Torschützen, nun fehlte nur noch Klaus als Torschütze, dann hätten alle fünf Feldspieler der Gelben getroffen. Und Klaus mühte sich mehr als redlich, diese Vorgabe zu erfüllen, aber es klappte einfach nicht.

Die größte Chance hatten die Gelben, als Klaus und Amir beinahe alleine von links aufs blaue Tor zuliefen. Klaus hatte eigentlich freie Schussbahn und Amir rechnete wohl auch mit einem Schuss. Aber dann passte Klaus doch steil auf Amir, der davon so überrascht war, dass er den Ball ins Aus fliegen ließ. Die Gelben rauften sich die Haare.

Und in der Folgezeit hatten die Gelben noch viel mehr Grund, sich die Haare zu raufen, denn nun setzte ein gelbes Pfostenfestival ein. Vier (!!!) Mal trafen die Gelben nun den Pfosten, es war zum Verzweifeln, der Ball wollte und wollte einfach nicht ins blaue Tor !!!

Dann aber endlich, endlich gelang Klaus die Vorgabe, fünf Tore durch fünf verschiedene Spieler, zu erfüllen. Sein Schuss ins lange Eck fand ins Tor zum 5 : 2 Sieg der Gelben Und wir durften endlich Pause machen, die wir uns redlich verdient hatten.

Zur Pause war Wolfgang noch Torschützenkönig mit seinen beiden Treffern und er hegte die Hoffnung, Man of the Match zu werden. So ging es dann ins 2. Spiel, bei dem dann Pellegrino bei den Gelben ins Tor ging. Und bei den Blauen ging Ludwig (!!!) ins Tor, was er nach eigenem Bekunden seit über einem Jahr nicht mehr getan hat.

Obwohl nun wieder Martin auf dem Feld war, blieben die Gelben deutlich überlegen. Wolfgang arbeitete zwar noch sehr aufopferungsvoll an seiner „Man of the Match“-Vision, aber das Spiel bestimmten die Gelben. Bei den Blauen schlichen sich nun immer mehr Fehler ein, sodass die Gelben beinahe leichtes Spiel hatten.

Klaus wurde rechts vorne angespielt, lief aufs Tor zu und haute den Ball aus spitzem Winkel am verdutzten Ludwig vorbei zur 1 : 0 Führung der Gelben ins Tor. Da merkte man Ludwig doch die fehlende Erfahrung im Tor an.

Und die zeigte sich auch beim 2 : 0, obwohl da auch ganz andere ihre Probleme mit gehabt hätten. Klaus setzte zu einem unwiderstehlichen Solo an, lief quer zur Torlinie und ließ alle blauen Abwehrspieler alt aussehen. Im richtigen Moment drehte sich Klaus und schoss den Ball an Ludwig vorbei zum 2 : 0 ins Tor.

Von den Blauen kam in dieser Phase sehr wenig, was Pellegrino sehr betrübte, denn so hatte er keine Möglichkeit, uns seine Paraden zu zeigen. Aber wenigstens nahm er für sich in Anspruch, seine Gelben so intelligent geleitet zu haben, dass er im Tor praktisch nichts zu tun bekam.

Davon konnten die Blauen nur träumen. Eine halbhohe Flanke segelte von links kommend durch den blauen Strafraum. Peter machte einen Ausfallschritt, um an den Ball zu kommen, aber er erwischte ihn nicht. Deshalb kam Klaus auf der rechten Seite an den Ball und haute ihn zum 3 : 0 ins Tor. Ein lupenreiner Hattrick in diesem Spiel und spielübergreifend sein viertes Tor in Folge !!! Eine tolle Leistung !!!

Peter hatte sich bei dieser Aktion am rechten Oberschenkel gezerrt und musste raus. Peter bestimmte deshalb, dass Martin nun zu den Blauen wechseln sollte, was der dann auch tat, auch wenn Klaus sich fragte, warum er nicht zu den Blauen gedurft hatte.

Aber kaum hatte sich Martin mental von gelb auf blau umgepolt, beschloss Peter, dass die Zerrung doch nicht sooo schlimm sei und er bei den Blauen ins Tor gehen könnte. Gesagt, getan und so musste Martin wieder zu seinen Gelben zurück und sich erneut umpolen, was auch ganz gut gelang.

In der Zwischenzeit wuchsen die Spannungen zwischen Robert und Klaus weiter und auch ein Beruhigungsversuch von Peter konnte die Situation nicht vollends entschärfen. Neben fußballerischen Duellen gab es zwischen den Beiden auch verbale Duelle, wobei – anscheinend – Robert nicht nachgab.

Klaus gelang dann das 4 : 0 - sein fünftes Tor in Folge, was für eine tolle Leistung !!! – aber als dann dazu ein nicht sehr netter Kommentar von Robert kam, hatte Klaus die Schnauzte voll. Wütend, schimpfend  und aufgebracht verließ Klaus das Feld und war durch nichts und niemanden dazu zu bewegen, wieder weiterzuspielen.

Eine düstere Stimmung machte sich unter uns breit und die ersten hörten dann auch auf und zogen sich die Leibchen aus. Alle Versuche von Martin und insbesondere von Amir, weiterzuspielen (Kommt, nur noch ein Tor !!!) blieben erfolglos und so hörten wir schweren Herzens und frustriert mit dem Kicken auf.

Eigentlich hätte man Klaus als Man of the Match auf Schultern vom Platz tragen müssen und dann so ein Ende. Auch die Nachbesprechungen konnten die Situation nicht ganz klären, einigen blieb das Verhalten von Klaus und Robert unerklärlich.

Hoffen wir, dass wir in Zukunft daraus lernen, dies als negatives Beispiel ansehen und solche Eskalationen vermeiden.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



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