Unfassbar, unglaublich, das gibt’s doch nicht !!!

07.10.2017 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

7. Oktober

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Unfassbar, unglaublich, das gibt's doch nicht !!!

Unfassbar, was für eine Scheiße, unglaublich, das gibt’s doch, oh NEIN, …. Solche Ausrufe der Enttäuschung, des nicht fassen Könnens halten heute beinahe im Minutentakt über das Feld. Und sie waren mehr an angebracht und berechtigt. Denn was den armen Gelben heute wiederfahren ist, wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. Alles was schief gehen kann ging schief und noch vieles mehr. Tja, wenn man Pech hat und dann noch vom Glück verlassen wird, ist man eine arme Sau. Trotzdem hat es heute mal wieder richtig Spaß gemacht.

Bei schönen, aber kühlem Herbstwetter trafen sich heute nur 12 VEB’ler zu ihrem Kick. Als Peter mit den Leibchen endlich kam, konnte Carmelo diese verteilten und so ging es mit 6 Gelben gegen 6 Orangene los.

Die Gelben mit Gernot im Tor, Peter und Tom in der Abwehr und davor mit Achim, Wolfgang und Jörg begannen ganz gut. Aber auch die Orangenen mit Martin im Tor, Ali und Mäthes in der Abwehr, Klaus und Lucky im Mittelfeld und vorne mit Carmelo hatten einen guten Start. Nur Ali hatte nach seiner Radltour in Davos so seine Probleme, in der Anfangsphase landete jeder Pass von ihm bei Peter und dahin wollte Ali nie hinspielen.

Das brachte den Gelben öfter mal in Ballbesitz, aber so richtig gefährlich wurden sie dadurch auch nicht. Es war ein etwas verhaltener Anfang, aber dann hatten sich die Orangenen warm gespielt und kompensierten Alis Zuneigung zu Peter. Besonders Klaus und Carmelo harmonierten immer besser und das war in dieser Phase spielentscheidend.

Wieder zogen die Beiden vorne ihre gefährlichen Doppelpässe auf, Carmelo passte zu Klaus, der gleich weiter auf den durchstartenden Carmelo, Tom war überlaufen und Gernot hatte keine Chance, es stand früh 1 : 0 für die Orangenen.

Die Gelben kamen nun auch öfters gefährlich vor Martin’s Tor, aber ihnen klebte von Anfang an das Pech an den Stiefeln. Einer der ersten Angriffe war sehr gefährlich, ein harter Schuss und der landete auf der Querlatte statt im Tor.

Da machten es die Orangenen einfach besser. Wieder setzten Klaus und Carmelo zu ihren gefährlichen Doppelpässen an, wieder waren sie nicht zu stoppen, wieder kam Carmelo alleine vor Gernot an den Ball und schon stand es 2 : 0. So einfach und schön kann Fußball sein.

Die Orangenen waren nun klar überlegen, aber die wenn die Gelben vors orangene Tor kamen, wurde es gefährlich. Diesmal war es Achim, der einen Schuss an die Latte setzte statt etwas drunter ins Tor.

Dann endlich klappte es auch bei den Gelben, wenn auch mit leichter Unterstützung der Orangenen. Eine hohe Flanke segelte auf den zweiten Pfosten. Lucky, der bekannt ist für sein NICHT-Kopfballspiel, zog den Kopf ein, sodass der Ball auf seine Schulter prallte. Von dort folg der Ball auf Achim’s Kopf und der hatte als Kopfballspieler keine Problem, den Ball mit genau diesem zum 1 : 3 ins Netz zu setzen.

Die Orangenen hatten dieses Pech nicht, sie machten aus ihren Chancen meistens ein Tor. Diesmal setzte sich Carmelo ohne Doppelpass mit Klaus durch, eine kurze Drehung, die Lücke war da und die hinein haute Carmelo den Ball zum 3 : 1. Mal wieder ein Hattrick von Carmelo.

Aber es sollte nicht sein letztes Tor heute sein. Es gab Ecke für die Gelben, die die orangenen abwehren konnten. Ein steiler Pass von Klaus auf den davon eilenden Carmelo, die Gelben waren überrannt, wieder hatte Gernot keine Chance und es stand 4 : 1.

Da wollte sich Martin auch mal bewegen und Ali ging statt seiner ins Tor. Und das wäre beinahe gründlich schief gegangen. Denn Martin‘s erster Pass landete in den Füßen von Wolfgang, der dieses Geschenk dankend aufnahm. Ein kurzer Schritt und Wolfgang zog hart ab. Martin konnte sich gerade noch in den Schuss werfen und den Ball so abfälschen, sonst wäre der wohl drin gewesen.

Aber das war noch lange nicht das Ende der Leidensgeschichte von Wolfgang. Es sollte noch VIEL schlimmer kommen. Wolfgang wurde wunderschön frei gespielt, nahm den Ball auf und hatte freie Bahn. Ali kam aus seinem Tor heraus und Wolfgang schoss den Ball neben Ali auf’s Tor. Aber anstatt ins Tor setzte Wolfgang den Ball so kunstvoll an den rechten Innenpfosten, dass der Ball von dort die Linie entlang flog zum linken Innenpfosten, um von dort ins Feld zurück zu fliegen.

Diese Szene war ganz typisch für das gelbe Spiel heute. Es wollte einfach nichts klappen, was schief gehen konnte, ging schief. Aber dieser zwei-Pfosten Treffer war beileibe nicht der einzige Höhepunkt der gelben Pechserie, es sollten noch viele weitere folgen.

Auf der Gegenseite hatte Carmelo diese Probleme nicht, ihm gelang kurz darauf sein fünftes Tor in Folge zum nie gefährdeten 5 : 1 Sieg der Orangenen. Fünf Gegentore bei vier eigenen Lattentreffern, das Spiel lief wirklich nicht gut für die Gelben. Da das erste Spiel sehr kurz war, verzichteten wir auf eine längere Pause und fingen bald mit dem zweiten Spiel an.

Das zweite Spiel fing an wie das erste aufgehört hatte. Die Orangenen bestimmten das Spiel, ein Pass von Klaus von rechts auf die linke Seite auf Carmelo und schon hieß es 1 : 0 für die Orangenen. Es war Carmelo’s sechstes Tor in Folge, ein doppelter Hattrick, unfassbar. Ali meinte zu Martin, er hätte es heute einfach mit dem Bericht, er müsse nur immer den Namen von Carmelo kopieren und als Torschütze einsetzen. Nun, bisher stimmte das, aber so ging es nicht weiter.

Denn nun endlich, endlich, hatten auch die Gelben ihr Pech abgeschüttelt. Kurz nach der orangenen Führung gelang ihnen mit ihrem ersten Treffer heute der Ausgleich zum 1 : 1. Das motivierte die Gelben ungemein, die nun richtig aufdrehten und immer gefährlicher wurden. Kurz nach dem Ausgleich gelang Tom (??) sogar die erste gelbe Führung heute zum 2 : 1.

Aber diese Führung hielt nicht lange, denn schon im Gegenzug gelang Klaus der erneute Ausgleich zum 2 : 2. Das erste orangene Tor heute, das nicht von Carmelo geschossen wurde.

Diese Phase des Spiels war sehr intensiv, es ging nun Schlag auf Schlag weiter. Martin schaltete sich nun häufiger auf der rechten Seite  ins Sturmspiel ein. Nachdem seine ersten Versuch nicht ganz optimal verlaufen waren, wurde Martin von Klaus genial in Szene gesetzt und Martin markierte die 3 : 2 Führung indem er den Ball gegen Gernots Laufrichtung neben den langen Pfosten ins Netz setzte.

Aber schon im Gegenzug gelang den Gelben der erneute Ausgleich, ehe sich das Spiel dann etwas beruhigte, was dem Chronisten sehr entgegen kam, denn sein Hirn war mit der schnellen Torfolge etwas überfordert (Sorry ihr Gelben, dass ich mir eure (wenigen) Torschützen nicht merken konnte).

Ali wollte sich dann wieder bewegen und so ging Martin dann wieder ins Tor. Ali hatte inzwischen seinen Peter-Komplex überwunden und konnte so sehr konstruktiv das orangene Spiel unterstützen. Das Spiel war nun ausgeglichen, die Gelben sogar ein bisschen überlegen. So hatte die orangene Abwehr plötzlich viel zu tun und Mäthes und Ali mussten immer wieder gefährliche Situationen klären. Und was sie nicht klären konnten, bereinigte dann Martin im Tor.

Auch die Orangenen hatten ihre Chancen, aber auch sie konnten sie nicht nutzten. Bis Klaus dann Pech und Können vereinte. Erst wurde Klaus wunderbar frei gespielt, lief alleine auf Gernot zu und schoss. Gernot riss die Arme hoch und wehrte den Schuss ab. Klaus bezeichnete dies als Pech, man kann es aber auch als Glanzleistung von Gernot sehen. Der Ball flog zurück zu Klaus, der den Ball dann volley über Gernot hinweg ins Netz setzte zur 4 : 3 Führung der Orangenen. Dieser zweite Abschluss war zweifelsfrei großes Können von Klaus.

Kurz danach fiel das 5 : 3 für die Orangenen und so war auch dieses Spiel zu Ende. Die Pause fiel diesmal länger aus und sie tat beiden Mannschaften gut. Denn das dritte Spiel war zu Beginn sehr ausgeglichen. Es gab Chancen auf beiden Seiten, aber das Pech blieb den Gelben treu. Es kumulierte sogar in diesem Spiel.

Immer wieder waren die Gelben in aussichtsreichen Situationen vor Martins Tor, aber es sollte einfach nicht klappen. Entweder versprang den Gelben der Ball im letzten Moment oder ein Orangener kam irgendwie noch an einen Pass und lenkte ihn ab. Falls es einen Abpraller gab landete der IMMER (!!) bei den Orangenen und NIE (!!) bei den Gelben. Und wenn ein Pass mal ankam, war meistens ein Orangener einen Schritt schneller.

Wenn die Gelben mal in Schussposition waren, spitzelte ihnen ein Orangener den Ball vom Fuß. Und wenn sie mal zum Schuss kamen, klatschte der Schuss an die Latte oder den Pfosten. Es war wirklich zum Verzweifeln und besonders Tom litt darunter und fuhr eine ganze Litanei an Verzweiflungssprüchen auf, die er immer lautstarker von sich gab.

Solche Probleme hatten die Orangenen nicht, ganz im Gegenteil. Was den Gelben an Glück fehlte, das hatten die Orangenen. Und dazu kam halt auch noch Können. Es gab wieder einmal eine Ecke für die Orangenen, die wieder Klaus trat. Klaus lief an und trat den Eckball in einer gemeinen Kurve direkt vors Tor wo er dann ohne Freund- und Feind-Berührung im Netz einschlug zur 1 : 0 Führung der Orangenen. Einen direkt verwandelten Eckball hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.

Aber Klaus konnte nicht nur Eckbälle direkt verwandeln, auch seine Schüsse hatten es heute in sich. Und da sich Carmelo und Klaus sehr flink bewegten war öfters eine Lücke für solche Schüsse frei. Und in eine dieser Lücken setzte Klaus den Ball dann zur 2 : 0 Führung.

Dann endlich war das Glück auch den Gelben holt. Nachdem Tom zuvor kaum etwas getroffen hatte und zum Schluss nur den Pfosten, hatte er endlich den verdienten Erfolg. Von rechts kommend lief er auf Martin im Tor zu und zog ab. Martin fuhr sein linkes Bein aus, aber das reichte nicht aus. Von Martins Schienbein flog der Ball an den Innenpfosten und von dort, anders als bei Wolfgang im ersten Spiel, ins Tor. Es stand nur noch 1 : 2.

Das Spiel war weiterhin einigermaßen ausgeglichen, obwohl die Gelben ein wenig Übergewicht hatten. Aber bei ihrem Pech machte sich das halt nicht bezahlt. Solche Sorgen hatten die Orangenen nicht. Es gab wieder einmal Ecke für die Orangenen, die wie immer Klaus trat. Klaus zirkelte den Ball diesmal nicht direkt ins Tor sondern in die Mitte, wo Carmelo allein gelassen wurde und nur noch den Kopf hinhalten braucht um den Ball einzunicken. Schon stand es 3 : 1.

Aber die Gelben gaben nie auf, trotz ihrer einmaligen Pechsträhne. Das war ihnen hoch anzurechnen. Und sie wurden wieder belohnt für ihre Bemühungen. Wolfgang war rechts durchgelaufen und schoss hart aufs Tor. Die Orangenen konnten den Schuss abwehren, aber der Ball fiel Jörg vor die Füße, der nach hinten absicherte. Jörg holte aus und haute den Ball mit Vehemenz ins lange Eck, es stand nur nach 2 : 3.

Es ging nun flott hin und her, die Szenen wechselten sich schnell ab. Und es gab einige Aufregungen in der Folgezeit. Klaus schoss scharf auf Gernots Tor, Tom stellte sich dazwischen und bekam den Ball an den Arm. Nach kurzer Diskussion entschieden wir dann statt Elfmeter auf Schutzhand und das Spiel lief weiter.

Beim 4 : 2 der Orangenen half dann allerdings auch kein dazwischen stellen mehr, der Ball sauste unhaltbar in die Maschen. Kurz darauf hat Mäthes dann eigentlich nach einem sehr energischen Solo aus spitzem Winkel das 5 : 2 erzielt, aber Peter und einige andere haben zuvor ein Foul von Mäthes gesehen, sodass wir dieses Tor nicht anerkannten.

Nach kurzer Diskussion entschieden wir, es steht 4 : 2 und das Spiel lief weiter. Und das war gut so, denn es passierte noch ein bisschen. Wieder griffen die Gelben an, wieder konnten die Orangenen den Ball abwehren, aber wieder wurde er zu kurz abgewehrt. Diesmal fiel Achim der Ball vor die Füße und der hämmerte ihn mit voller Wucht neben dem Pfosten ins Netz zum 3 : 4 Anschlusstreffer.

Aber mehr war nicht drin für die Gelben in diesem Spiel, denn kurze Zeit später wurde Carmelo links steil geschickt und setzte den Ball zum 5 : 3 Sieg der Orangenen ins Netz. Das Spiel war beendet und wir gingen zufrieden zu den Bänken zurück. Die Pechsträhne der Gelben war vorbei, denn alle Gelbe erreichten die Bank unversehrt, was angesichts des heutigen Verlaufs nicht unbedingt selbstverständlich war.

 

 

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