Negative Erlebnisse sofort vergessen

05.06.2021 14:30 von Chronicle Redakteur Martin

5. Juni

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Negative Erlebnisse sofort vergessen

Das hat der arme Peter davon, dass er so gut Fußball spielen kann. Dadurch, dass ihm – fast – alles gelingt, ist es beinahe selbstverständlich, wenn er gute Aktionen zeigt, kaum der Rede wert, geschweige denn, sich die groß zu merken. Wenn dann aber mal was schief geht, dann ist der Jammer groß und der arme Peter verunsichert, denn er merkt sich solche negativen Erlebnisse sofort. Und diese Erinnerung kommt dann immer wieder hoch und blockiert Peter. Wie gut hat es da z.B. Martin, dem viel seltener etwas Gutes gelingt und der so negative Erlebnisse als normal empfindet, somit gleich wieder vergisst und sich nur die raren guten Momente merkt.

Bei herrlichem Fußballwetter, nicht zu warm und nicht zu kalt, trafen sich heute 18 VEB’ler zu ihrem Kick. Zum ersten Mal dabei im Post-Lockdown waren Klaus , Amir und Jonas, die herzlichst begrüßt wurden. Zudem hatte Frank seinen Nachbarn Richie mitgebracht, der bei uns mal rein schnuppern wollte.

Nach dem Begrüßen und warm machen verteilte dann Wolfgang die Leibchen. Zum Glück hatte Martin die Mittwochs-Leibchen mitgebracht, denn die Samstags-Leibchen waren nicht da. Da bei den Mittwochs-Leibchen aber die roten Leibchen sehr rar waren, musste Jörg mit seinen orangenen Ersatz-Leibchen aushelfen. So ging es dann mit etwas Verspätung mit 9 Blauen gegen 10 Rotorange auf dem Großfeld los.

Der Begin war etwas durchwachsen, Licht und Schatten wechselten sich ab, es gab doch einige Fehlpässe und ein Spielfluss kam nicht so recht in Gang. Die Blauen mit Peter, dem Paul im Tor, Peter, Dieter und Martin in der Abwehr, Mäthes, Lucky und Amir im Mittelfeld und vorne mit Klaus und Jonas waren daran genauso beteiligt wie die Rotorangenen mit Jörg im Tor, Guiseppe, Thomas und Frank in der Abwehr, Arne, Achim und Richie im Mittelfeld und vorne mit Wolfgang, Tom und Wolfgang, dem Ingo.

Aber das legte sich bald und so entwickelte sich ein flottes Spiel mit sehr ansehnlichen Kombinationen auf dem Großfeld. Trotz Unterzahl waren die Blauen ebenbürtig und so war das Spiel sehr ausgeglichen. Nur Chancen gab es am Anfang keine.

Dann aber wurde es plötzlich ernst. Die Rotorangenen hatte Ecke, die die Blauen aber abfangen konnte. Peter bekam den Ball und schickte auf der linken Seite sofort Klaus steil, der mit dem Ball auf und davon rannte. In der Mitte lief Jonas mit und kurz vor dem Toraus bediente Klaus Jonas mit einem exakten Querpass, sodass Jonas den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Es stand 1 : 0 für die Blauen.

Die Blauen wurden leicht überlegen, mussten aber immer vor den schnellen Angriffen der Rotorangenen auf der Hut sein. So kamen die Rotorangenen zu ihren ersten Chancen und Paul war gefordert. Paul meisterte diese Herausforderung aber problemlos. Dann verletzte sich Guiseppe und ging statt Jörg ins Tor.

Am Spiel änderte dies wenig, die Blauen bestimmten weiterhin das Spiel und überzeugten mit schönen Kombinationen. Über links trieben die Blauen den Ball voran, Mäthes bediente Klaus, der den Ball dann weiter in die Mitte zu Jonas passte. Jonas nahm den Ball an und schoss ihn gegen die Laufrichtung von Guiseppe ins Tor zum 2 : 0.

Jonas lobte sich für diese Aktion, dass der den Ball überlegt ins Tor geschossen habe anstatt blind drauf zu hauen. Dafür aber war der Schuss ganz schön hart ausgefallen.

Kurz danach hatten die Rotorangenen die RIESEN Chance zum Anschlusstreffer. Sie kamen überfallartig über die linke Seite, die blaue Abwehr war unsortiert. So konnte sich Wolfgang unbemerkt und vorallem ungedeckt auf der rechten Seite postieren. Prompt wurde er angespielt und passte exakt quer in die Mitte, wo auch Achim völlig ungedeckt stand. Achim nahm den Ball an während Paul aus seinem Tor herausstürzte. Achim schoss, Paul parierte und dann prallten Paul und Achim zusammen. Den Abpraller konnte Martin gerade noch vor einem heranstürmenden Rotorangenen wegschlagen. Da hatten die Blauen viel Glück gehabt.

Bei dem Zusammenprall bekam Achim einen Schlag auf den Knöchel, während Achim mit seinem Stollen Pauls Knie traf. Aber beide konnten zum Glück weiterspielen.

Das konnte man bald darauf leider von Wolfgang nicht sagen, denn der Querpass war seine letzte Aktion heute gewesen. Bei einem der nächsten rotorangenen Angriffe sollte Wolfgang auf der linken Seite in Szene gesetzt werden. Die hohe Flanke konnte Martin mit der Fußspitze ins Aus lenken.

Wolfgang rannte zum Zaun um sich dem Ball zu schnappen, aber dabei knickte er sehr unglücklich und SEHR schmerzhaft in einem der vielen Löcher abseits des Platzes um. Schmerzverzerrt humpelte Wolfgang hin und her, aber alle Versuche, den Knöchel wieder einsatzfähig zu machen, schlugen fehl.

So spielten wir ab diesem Zeitpunkt in gleicher Mannschaftsstärke, was am Spiel aber wenig änderte, denn die Blauen blieben weiterhin überlegen. Als dann kurze Zeit später auch noch Richie schmerzverzerrt am Boden saß und sich seine Wade hielt, waren die Rotorangenen plötzlich in Unterzahl. Richie meinte, er habe einen Wadenkrampf, der nachdem der einfach nicht wegging, vermuteten wir eher, dass es doch eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss gewesen ist.

Beide, Wolfgang und Richie humpelten dann an der Seitenlinie entlang in der Hoffnung auf Besserung, aber die kam leider nicht. So humpelten sie langsam zu den Bänken und gingen dann schweren Herzen heim.

GUTE Besserung euch Beiden !!!

In Unterzahl konnten die Rotorangenen den Blauen noch weniger Paroli bieten und so wurde das Spiel etwas einseitig. Die Blauen kombinierten nach Herzenslust und die Rotorangenen verlegten sich aufs Kontern.

Eine der nächsten blauen Kombinationen führte dann zum 3 : 0. Wieder lief der Ball wie am Schnürchen durch die blauen Reihen, ohne dass die Rotorangenen eine Chancen gehabt hätten, sich ihn zu erobern. Zum Schluss landete der Ball in der Mitte bei Lucky, der den Ball genau neben dem Pfosten zum 3 : 0 ins Netz setzte.

Viel Gegenwehr kam von den Rotorangenen nicht mehr. Wenn sie dann allerdings vor Pauls Tor aufkreuzten wurde es gefährlich. Einmal traf Achim (??) nur den Pfosten, was Paul dazu animierte, den Pfosten als seinen Freund und Helfer, seine Mausi zu bezeichnen.

Die größte Chance hatte dann aber Tom. Tom war Martin steil davon gerannt und wurde mustergültig bedient. Alleine tauchte so Tom vor Paul auf, nur verfolgt von Martin. Paul warf sich ins linke Eck, aber Tom zielte überlegt halbhoch ins rechte Eck. Reflexartig riss Paul sein rechtes Bein hoch und konnte den Schuss so gerade noch abwehren. Paul freute sich riesig über seine gelungene Aktion und feixte wild herum.

Da machte es Klaus auf der anderen Seite dann besser. Klaus wurde mal wieder links bedient und rannte aufs Tor zu. Kurz vor dem Tor zog Klaus ab und setzte den Ball neben dem kurzen Pfosten ins Netz, es stand 4 : 0 für die Blauen. Zum Glück ist Klaus dieses Tor geglückt, denn sonst hätte er mächtig Ärger mit seinen Blauen bekommen, denn Lucky war mitgelaufen und stand ganz alleine und vorallem einschussbereit am langen Pfosten.

Den Sack zu machte dann Mäthes, der kurz danach hoch in der Mitte angespielt wurde. Mäthes stoppte den Ball mit der Brust, drehte sich ein wenig und haute den Ball dann präzise mit Wucht neben dem Pfosten zum verdienten 5 : 0 Sieg der Blauen ins Netz. In einer ähnlichen Situation kurz davor hatte Mäthes noch kläglich versagt, als er den Ball ohne Bedrängnis neben den Pfosten setzte.

So ging es in die verdiente Pause. In der Pause beschlossen wir dann, dass Paul zu den Rotorangenen wechseln sollte. Zudem beschlossen wir angesichts der reduzierten Anzahl Spieler wieder auf das Halbfeld zu spielen. Und Martin durfte dann bei den Blauen ins Tor. So ging es dann in das 2. Spiel.

Die Blauen spielten nun wieder in Unterzahl, aber wie schon im 1. Spiel merkte man davon wenig. Das Spiel war sehr ausgeglichen, Die Rotorangenen spielten deutlich besser, waren aber nicht richtig überlegen.

Und dann kam Peter zu seinem traumatischen Erlebnis. Vorbildhaft hatte Peter auf der linken Abwehrseite den Ball erobert und sah sich 2 Rotorangenen gegenüber. Elegant und sicher spielte Peter die Beiden aus und hatte freie Bahn im Mittelfeld. Dort taten sich ihm – leider – verschiedene Anspielmöglichkeiten auf. Diese Vielzahl verwirrte allerdings nach eigenen Angaben Peters Hirn so sehr, dass nur gewaltiger „Pass“ zur entfernten Eckfahne heraus kam, den kein Blauer je hätte erreichen können.

So „Pässe“ sind eigentlich die Spezialität von Martin, aber diesmal hat es Peter erwischt. Und da für Peter solche negativen Erlebnisse die Ausnahme sind, verunsichern Peter solche Dinge. Und in der nächsten Situation kommt diese Verunsicherung dann wieder hoch und erzeugt die nächste Verunsicherung. Ein Teufelskreis.

Bei seiner nächsten guten Aktion riet ihm Martin, sich doch diese Aktion zu merken und die schlechte einfach zu vergessen. Wenn das nur so einfach wäre. Martin jedenfalls gelingt so etwas sehr gut.

Auch bei den Rotorangenen lief der Ball nun gut durch ihre Reihen. Sie setzen sich vor dem blauen Strafraum fest, die Blauen bekommen trotz heftigem Bemühen keinen Zugriff auf den Ball. Frank und Ingo spielen sich den Ball zu, ehe der Ball auf der halblinken Seite bei Achim landet. Achim haut den Ball durch Freund und Feind hindurch ins linke Eck. Martin war die Sicht versperrt und konnte so nicht eingreifen, es stand 1 : 0 für die Rotorangenen. Ihr erstes Tor heute !!!

Die Blauen ließen sich durch dieses Tor nicht aus der Ruhe bringen und griffen ihrerseits weiter an. Aber die rotorangene Abwehr stand gut. So wogte das Spiel hin und her und vorallem Martin musste des Öfteren eingreifen und Schüsse auf sein Tor wegfausten.

Dann segelte auf der anderen Seite ein hoher Ball in den rotorangenen Strafraum. Frank haute den Ball hoch, aber nicht weit weg (Merke: nur hoch und weit bringt Sicherheit !!!). So landete der Ball beim Klaus , der kurz vor Frank stand. Klaus nimmt mit dem Rücken zum Tor den hohen Ball volley, dreht sich dabei leicht bei seinem Schuss und haut den Ball unhaltbar für Paul in den Winkel. Es sagenhaftes Tor zum 1 : 1 Ausgleich.

Bei den Rotorangenen ging dann wieder Guiseppe ins Tor und Paul rückte als Abwehrchef ins Feld zurück. Und er durfte dann die „hoch, höher, am höchsten“-Phase miterleben. Ein hoher Ball flog über das Spielfeld. Der nächste Spieler, der den Ball erwischte, haute ihn wieder hoch irgendwohin auf das Spielfeld, und der nächste Spieler wieder. So ging das einige Male weiter, bis wir endlich wieder den Ball flach und kontrolliert spielen konnten.

In der Zwischenzeit war auch Gernot gekommen, der sich sichtlich freute, uns kicken zu sehen. Und wir freuten uns mindestens genauso, ihn endlich wieder bei uns zu sehen und begrüßen zu können.

Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Blauen dann wieder überlegener. Wie im ersten Spiel gelang ihnen wunderbare Kombinationen, die die Rotorangenen nicht unterbinden konnten. So wurde Klaus links steil geschickt, kein Rotorangener konnte ihn aufhalten sodass Klaus einen exakten Querpass auf den zweiten Pfosten spielen konnte. Dorthin war Jonas mitgelaufen, der den Ball nur noch ins Tor schieben musste zur 2 . 1 Führung der Blauen.

Aber auch die Rotorangenen kamen nun zu ihren Chancen. Die erste hatte Tom, dessen Schuss denkbar knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus flog. Klaus lobte Martin für sein gutes Auge, aber da war eher Glück denn ein gutes Auge im Spiel gewesen.

Kurze Zeit später haute Achim den Ball genau an diese Stelle, wo vorher Toms Ball ins Aus geflogen war. Nur dass Achim den Pfosten traf. In dieser Phase hatten die Rotorangenen wirklich Pech, denn in der Folgezeit trafen sie noch zweimal den Pfosten. Das hätte auch anders ausgehen können.

Aber auch die Blauen trafen in der Folgezeit noch zweimal den Pfosten, sodass die Pfostenbilanz einigermaßen ausgeglichen war. Aber die Torbilanz war halt nicht ausgeglichen. Dafür sorgten die Blauen. Denn wieder gelang ihnen eine schöne Kombination, an deren Ende diesmal Amir (??) war, der den Ball zum 3 : 1 ins Tor haute.

Die Rotorangenen ließen nun merklich nach und die Blauen bestimmten klar das Spiel. Diesmal war es Mäthes, der über links kam und den Ball ins kurze Eck zur 4 : 1 Führung haute.

Kurz danach war dann Schluss. Jonas hatte sich rechts durchgetankt und rannte aus spitzem Winkel aufs Tor zu. Anstatt zu flanken schoss er scharf aufs kurze Eck. Dabei traf Jonas den Pfosten. Und Jonas ist mit diesem Schuss ein Novum geglückt, denn der Ball sprang vom Pfosten so hoch, dass er sogar über den Zaun in die Pferdekoppel flog. So muss man den Ball und den Pfosten erst einmal treffen, dass einem so etwas gelingt !!!

Wir nahmen die dadurch entstandene Pause zum Anlass, das Spiel endgültig zu beenden und in aller Ausführlichkeit Gernot zu begrüßen !!! So fand der heutige Kick einen wunderschönen Abschluss nach den zwei bösen Verletzungen im ersten Spiel.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



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