Ideales Wetter für den VEB

03.10.2017 13:00 von Chronicle Redakteur Martin

3. Oktober

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Ideales Wetter für den VEB

Was war das für ein Wetter für unseren Einheitskick. So ein ideales Wetter schweißt zusammen und fördert so die Einheit. Und wir VEB’ler genossen dieses ideale VEB-Wetter. Kaum waren wir auf dem Platz fing es aus sehr grauen Wolken an zu regnen. Noch war es nichts Besonderes. Aber dann ca einer Viertelstunde kam plötzlich ein Sturm aus und es kübelte als wären alle Schleusen geöffnet. Sofort waren wir alle klatschnass und spielten sturmgepeitscht weiter. So machte VEB-Fußball richtig Spaß.

16 VEB’ler kamen zu unserem Einheitskick. Nach seinem langen Urlaub war auch Robert wieder mit dabei und schwärmte von seinen Peru-Erlebnissen. Da es letztes Mal so gut geklappt hat, schnappte sich wieder Wolfgang die Leibchen und verteilte sie. So ging es mit erträglicher Verspätung (selbst Tom motzte nicht herum) mit 8 Gelben gegen 8 Orangene los.

Die Gelben mit Wolfgang im Tor, Mäthes, Dieter und Flo in der Abwehr, Klaus und Robert im Mittelfeld sowie Jörg und Frank im Sturm begannen recht flott. Aber auch die Orangenen mit Gernot im Tor, Martin, Tom und Peter in der Abwehr, Lucky, Eugen und Clemens im Mittelfeld und vorne mit Wolfgang, dem Ingo legten gleich richtig los.

Das war auch notwendig, denn kaum hatten wir den Anstoß ausgeführt, begann es immer stärker zu regnen. Rumstehen war da die schlechtere Alternative und so entwickelte sich von Anfang an ein flottes Spiel. Die orangene Abwehr hatte sich noch nicht richtig sortiert, da preschte Mäthes links durch, Martin stellte sich ihm in den Weg, aber Mäthes konnten trotzdem in die Mitte flanken, wo Jörg ganz alleine stand und den Ball ohne Probleme an Gernot vorbei ins Tor schoss zum frühen 1 : 0 für die Gelben.

Die Antwort der Orangenen ließ nicht lange auf sich warten. Auch sie starteten nun gefährliche Angriffe und setzten Wolfgang gleich richtig unter Druck. Als Peter dann vor dem Strafraum nicht richtig angegriffen wurde, nahm Peter Maß und setzte den Ball zum 1 : 1 ins Netz.

Es ging flott und präzise hin und her und beide Mannschaften attackierten früh den ballführenden Mann. Martin hat das nicht so gut gefallen, als er hinten rechts von Gernot den Ball zugespielt bekam. Frank stellte sich ihm in den Weg und machte die Passwege nach vorne zu. Etwas blind entschloss sich Martin zu einem Rückpass in die Mitte (eigentlich ein totales NO GO !!!) und prompt ging es schief. Denn dort stand nicht wie vermutet Tom sondern Jörg, der den Ball dankbar aufnahm und an Klaus weiter leitete. Und der hatte keine Mühe, den Ball zur 2 : 1 Führung unterzubringen.

Dann plötzlich kam ein Sturm auf, es regnete nicht nur Blätter, sondern vor allem alle Wasser des Himmels, aber so ein VEB-Wetter kann uns nichts anhaben und so spielten wir flott weiter. Wir spielen halt bei JEDEM (!!!) Wetter. Besonders den Orangenen tat der Sturm gut, denn sie drehten jetzt richtig auf. Besonders Eugen und Ingo spielten die gelbe Abwehr schwindelig, unterstützt von Lucky und links von Peter.

So erarbeiteten sich die Orangenen viele Chancen. Ingo wurde von Eugen rechts steil geschickt, nahm den Ball mit und haute ihn an Wolfgang vorbei ins Netz zum 2 : 2. Die Orangenen blieben spielbestimmend und hatten in der Folgezeit auch Pech. So klatschte ein Schuss von Eugen (??) gegen den Pfosten und auch Ingo hatte Pech mit seinen Abschlüssen.

Dann aber half den Gelben kein Glück mehr, Ingo erzielte völlig verdient die 3 : 2 Führung. Aber die Orangenen hielten die Gelben im Spiel. Wie schon beim 2 : 1 ermöglichten sie den Gelben ein weiteres Tor. Tom trieb als Abwehrchef in der Mitte den Ball voran, vertändelte sich und verlor den Ball. Sofort leiteten die Gelben einen Konter ein, ein intelligenter Pass in die Mitte, wo Mäthes mit dem Rücken zum Tor den Ball mit der Hacke ins Netz beförderte zum 3 : 3 Ausgleich.

Flo zerrte sich dann den Oberschenkel und wollte schon gehen, da er meinte, seine Gelben spielten in Unterzahl und so müsse nun ein Orangener zu den Gelben wechseln. Nun, die Gelben spielten zeitweise wirklich so, als wären sie einen Mann weniger auf dem Platz, aber in Unterzahl waren sie nicht. Als Flo das einsah, ging er statt Wolfgang ins Tor.

Und Flo musste sich gleich beweisen, denn ein gefährlicher Schuss flog auf sein Tor zu, den Flo gerade noch so an die Querlatte lenken konnte. Dann gab es Ecke für die Gelben und wir durften erleben, wie es ist, wenn zwei sich streiten.

Mäthes führte die Ecke aus und schlug den Ball hoch auf den zweiten Pfosten. Jörg in der Mitte versuchte an den hohen Ball zu kommen und erreichte ihn irgendwie. Dadurch flog der Ball übers Tor anstatt zu dem hinter Jörg postierten Klaus, der den Ball nur noch hätte einschieben müssen.

Klaus geriet deswegen mit in Streit mit Jörg, während Gernot den Ball schnell auf Peter abwarf. Der schickte, während die Beiden noch stritten, Eugen steil. Martin erkannte die Situation und rief „Während die sich streiten, schießen wir ein Tor“. Und seine Prophezeiung trat ein, denn Eugen bediente Lucky in der Mitte, der noch ein paar Schritte lief und den Ball neben den Pfosten ins Netz setzte zur 4 : 3 Führung der Orangenen.

Clemens mit seinem Tor zum 5 : 3 beendete dann das Spiel. Flo konnte nicht mehr weiter spielen und ging heim. Da die Orangenen eh überlegen waren, beschlossen wir, dass Clemens zu den Gelben wechselte, sodass die Orangenen nun in Unterzahl spielten.

Vielleicht lag es daran, dass die Orangenen erst einmal sehr schwer ins Spiel kamen. Kaum hatte das Spiel begonnen, war wie schon im ersten Spiel Jörg in der Mitte völlig ungedeckt. Und wieder erreichte ihn eine weite, präzise Flanke, Gernot hatte keine Chance und es stand früh 1 : 0 für die Gelben. Aber anders als im ersten Spiel konnten die Orangenen nicht richtig antworten. Die Gelben bestimmten das Spiel und nutzten ihre Überzahl geschickt aus.

Die orangene Abwehr spielte meistens in Unterzahl sodass immer irgendwo ein Gelber frei stand. Und meistens bekam der dann auch den Ball. So herrschte ständig Alarm in der orangenen Abwehr, was auf Dauer nicht gut gehen konnte.

Wieder einmal war Jörg in der Mitte völlig frei, wieder wurde er exakt bedient und schon stand es 2 : 0. Die Orangenen kamen nun nur noch sporadisch zu Angriffen, sie hatten sich noch nicht richtig mit ihrer Unterzahl-Situation arrangiert. Eugen und Ingo probierten es immer wieder, blieben aber meistens in der vielfüßigen gelben Abwehr hängen.

Erst hatte Eugen nach einem wunderbaren Pass von Ingo die große Chance auf ein Tor, aber er vergab knapp. Und kurz danach die Situation umgekehrt. Eugen bediente Ingo, aber der hatte zu viel Rücklage und setzte den Ball weit über das Tor.

Solche Sorgen hatten die Gelben nicht. Ihnen stand meistens eine wenigfüßige orangene Abwehr gegenüber und so gab es immer Lücken, in die die Gelben stoßen konnten. Diesmal war es Mäthes, der rechts am Pfosten völlig frei war, den Ball bekam und locker zum 3 : 0 einschoss.

Und dann hatten die Orangenen auch noch Pech. Klaus schickte aus dem halbrechten Mittelfeld mal wieder eine hohe Flanke auf die Reise. Der Ball senkte sich am zweiten Pfosten. Tom wollte an den Ball gehen, sah aber Gernot aus dem Tor kommen. So stoppte Tom kurz, Gernot war irritiert und so senkte sich der Ball hinter den Beiden zum 4 : 0 ins Netz.

Mäthes hatte heute mit seinen Gewaltschüssen aus der Distanz kein Glück. Kaum wurde Mäthes links bedient, winkte Tom schon ab, die Gefahr war vorüber, denn Mäthes setzte seine Schüsse meistens weit, nur ab und zu knapp, neben das Tor. Als er einmal das Dach der Trainerbank traf, blieb der Ball auf dem Dach liegen und Klaus konnte sich als Dachbesteiger auszeichnen, am Zaun hochklettern und den Ball holen. Leider hatte Martins Kamera zu diesem Zeitpunkt noch einen Systemfehler, sodass trotz lautstarker Aufforderung von Ingo dieser Moment nicht im Bild festgehalten werden konnte.

Wieder war es Clemens, der mit seinem fünften Tor das Spiel beendete, diesmal allerdings für die Gelben. Die Pause tat uns gut und trotz der gelben Überlegenheit kam kein Gedanke auf einen Wechsel auf.

So gingen wir ins dritte Spiel, für das wir noch 20 Minuten Zeit hatten. Die Idee eines kurzen Spiels auf drei Tore wurde gleich wieder fallen gelassen. Und sie war auch nicht nötig, dann die 20 Minuten reichten aus für viele, schöne Tore.

Das erste schoss schon bald nach Beginn Ingo, als er, schön geschickt von Eugen, rechts durch ging, Frank überlief und Wolfgang keine Chance ließ, es stand 1 : 0 für die Orangenen. Die Gelben antworteten prompt und kamen bald zum Ausgleich zum 1 : 1.

Die Orangenen hatten sich nun mit der Unterzahl arrangiert und spielten aus einer gefestigten Abwehr heraus auf Konter. Entweder Ingo oder Eugen blieben knapp vor der Abwehr in Lauerstellung, die anderen verteidigten. Die Gelben hingegen pressten früh, was dann bald Früchte trug.

Die Orangenen hatten rechts in ihrer Hälfte Einwurf. Ingo warf den Ball Martin zu, der den Ball zu Ingo zurück passte. Frank attackierte Ingo und verleitete ihn so zu einem überhasteten Pass in die Mitte. Die war leer und in die leere rannte Klaus hinein und haute den Ball an Gernot vorbei zur 2 : 1 Führung der Gelben.

Die Gelben waren weiter überlegen, die orangenen Konter konnten erst einmal keinen Schaden anrichten, sie konnten nur sporadisch die orangene Abwehr entlasten. Aber auch das brachte nicht viel, denn der gelbe Druck war zu stark. Klaus wurde rechts steil geschickt, Peter stellte sich ihm in den Weg, Klaus umkurvte ihn und jeder rechnete nun mit einem Schuss von Klaus. Aber Klaus kurvte weiter und im entscheidenden Augenblick passte Klaus zum zweiten Pfosten, wo Jörg frei war und den Ball zum 3 : 1 ins Netz schob.

Und die Gelben hatten viele weitere Großchancen. Einmal flankte Klaus geschickt in die Mitte zu Jörg, der den Ball durch seine Beine fliegen ließ in der Annahme, der Ball würde ins Tor gehen. Aber Gernot reagiert blitzschnell und lenkte den Ball mit der Fußspitze neben das Tor.

Mit das schönste Tor war das 4 : 1. Mäthes tankte sich links durch, wieder stellte sich Martin ihm in den Weg, aber Mäthes ging bis knapp vor die Torauslinie und flankte dann halbhoch nach innen. Klaus erwischte den Ball mit der Fußspitze und lenkte ihn so an die Brust von Jörg, von wo der Ball dann ins Tor sprang. Ein zwei-touch-Billard Tor wie wir es noch nicht gesehen haben bei uns.

Das Spiel schien gelaufen, Dieter wollte es bald beenden und trieb seine Gelben: „nur noch ein Tor“. Aber mit diesem einen Tor lag Dieter falsch, denn es fiel zwar noch ein Tor, aber das beendete das Spiel nicht, ganz im Gegenteil.

Denn nun drehten die Orangenen mächtig auf. Plötzlich klappte ihre Taktik mit dem zwei-Mann-Kontern von Eugen und Ingo. Die beiden alleine spielten nun die wohl nicht mehr so ganz aufmerksame gelbe Abwehr schwindelig. Was im zweiten Spiel noch misslang, gelang nun beinahe mühelos.

Ingo gelang das von Dieter geforderte Tor aber statt 5 : 1 stand es nur noch 2 : 4. Die die Orangenen ließen nicht locker, während der Angriffsschwung der Gelben ins Stocken geriet. Die Gelben hatten zwar noch Chancen, vergaben sie aber alle.

Nicht so die Orangenen, die ihre Chancen nun konsequent nutzten. Diesmal war es Eugen, der einen Pass von Ingo aufnahm, sich durchdribbelte und den Anschlusstreffer zum 3 : 4 erzielte. Das Spiel war wieder spannend und ausgeglichen.

Tom hatte dann gleich zweimal die große Möglichkeit auf den Ausgleich. Erst erwischte er den Ball nicht richtig, als er alleine vor dem Tor stand. So trudelte der Ball nur knapp neben dem Tor ins aus anstatt voll im Netz einzuschlagen. Und auch seine zweite große Chance vergab Tom etwas kläglich.

Aber die Orangenen hatten ja ihr bewährtes Sturmduo. Und das sorgte für noch mehr Spannung, als Eugen (oder Ingo ??) sogar noch der Ausgleich gelang.

Nun traf endlich Dieters Spruch zu: nur noch ein Tor und zwar das golden Goal. Die Gelben drehten jetzt doch noch einmal mächtig auf, sie wollten sich dieses Spiel doch nicht so einfach aus der Hand nehmen lassen. Die orangene Abwehr bekam den Ball nicht richtig weg. Erst wehrten sie einen gelben Schuss ab, aber der Ball kam zu den Gelben zurück. Wieder ein Schuss, wieder abgeblockt und diesmal landete der Ball vor den Füßen des heran stürmenden Clemens, der den Ball mit voller Wucht zum Siegestreffer der Gelben zum 5 : 4 ins Netz haute.

So beendeten wir glücklich, aber pitschnass unsere Kicks heute. Da Martin den Systemfehler seiner Kamera beheben konnte, gab es noch ein nasses und unvollständiges Mannschaftsfoto. Tom musste sehr pünktlich weg und Jörg (als Warmduscher) zog sich lieber auf der anderen Seite im Schutze des Trainerdaches um und fehlte somit auch auf dem Foto.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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