Für Torschützen gibt es keine Altersbeschränkung

29.07.2017 16:30 von Chronicle Redakteur Martin

29. Juli

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Für Torschützen gibt es keine Altersbeschränkung

Anders als bei vielen Vorstands- und Aufsichtsratsposten gibt es für Torschützen keine Altersbeschränkung. Dies bekamen wir heute wieder sehr eindrücklich bestätigt. Eher gilt bei Torschützen die alte Wein-Regel: je älter desto besser. Und wenn dann noch die entsprechende Technik vorhanden ist, dann wird das Tore schießen beinahe einfach.

Die Regenzeit war vorbei und so trafen sich bei herrlichem Fußballwetter insgesamt sagenhafte 20 VEB’ler zu dem ersten Kick in den Sommerferien. Nach der ausführlichen Begrüßung untereinander und dem Warm machen verteilte Carmelo dann die Leibchen, was dadurch erschwert wurde, dass die VEB’ler eher tröpfchenweise eintrudelten und wir so immer wieder nachzählen mussten. Aber dann war es soweit, wir waren schon 19 VEB’ler und so ging es mit 10 Orangene gegen 9 Gelbe auf dem Großfeld los.

Die Gelben mit Gernot im Tor, Dieter, Ali und Peter in der Abwehr, Clemens, Jörg und Lucki im Mittelfeld und vorne mit Fabian und Carmelo kamen sehr gut in die Partie. Gleich ihr erster Angriff brachte sie kurz vor das orangene Tor. Die Orangenen mit vorerst Giuseppe im Tor, Frank, Pellegrino, Tom und Martin in der Abwehr, Robert, Achim und Eugen im Mittelfeld und vorne mit den beiden Wolfgangs überstanden den ersten Angriff unversehrt.

Dann aber übernahmen die Orangenen das Kommando und setzten sich in der gelben Hälfte fest. Das lag auch daran, dass sich die Gelben von Anfang an immer wieder Fehlpässe leisteten. So kam kaum ein richtiger Spielaufbau bei den Gelben zustande, was den Orangenen natürlich zu Gute kam.

Bei den Orangenen dirigierte Pellegrino von hinten her den Spielaufbau und so ergaben sich früh die ersten Chancen für die Orangenen. Aber die wurden alle leichtfertig vergeben. Und das sollte sich sehr schnell rächen. Denn die Gelben spielten zwar ein paar Fehlpässe, aber sie waren vorne hellwach. Besonders Carmelo lauerte immer wieder auf seine Chancen.

Und die kam dann sehr plötzlich. Giuseppe hatte Tom in der Abwehrmitte den Ball zugespielt, Tom lief ein paar Schritte und wollte den Ball dann (wohl) zu einem Mitspieler passen. Aber der Pass war viel zu lasch „geschossen“ (eher geschoben), sodass Carmelo blitzschnell dazwischen gehen konnte und sich den Ball schnappen. Ein paar kurze Schritte, Carmelo stand alleine vor Giuseppe und schon stand es 1 : 0 für die Gelben.

Und dann tauchte auch noch Martin, der Flieger am Spielfeldrand auf, er musste sich heute Morgen erst um seine Kinder kümmern und kam deshalb verspätet. Martin schnappte sich ein gelbes Leibchen und so waren wir ab da pari.

Am Spielverlauf änderte dies wenig, die Orangenen waren weiterhin klar überlegen und setzten sich die der gelbe Hälfte fest. Obwohl die Gelben sehr früh attackierten, konnten die Orangenen Dank guter Technik ihr Spiel sehr effizient aufziehen. Immer wieder kamen die Orangenen gefährlich vor Gernots Tor, aber dort war dann plötzlich Schluss mit der Gefahr. Denn die vielen Chancen, die sich die Orangenen erarbeiteten, wurde alle vergeben.

Wenn der Sturm nicht fähig ist, Tore zu schießen, muss halt die Abwehr ran. Das dachte sich wohl Pellegrino, als er sich energisch ins Sturmspiel einschaltete. Pellegrino wurde im Mittelfeld angespielt, lief noch ein paar Meter und versenkte den Ball dann endlich im langen Eck zum verdienten 1 : 1 Ausgleich.

Die Orangenen blieben überlegen während die Gelben sich hauptsächlich auf Konter verlegten. Diese wurden Dank Fabian und Carmelo sehr schnell vorgetragen. Wie sich aber zeigte, etwas zu schnell, denn es gab viele Missverständnisse zwischen den Beiden, die dann sehr lautstark diskutiert wurden.

Den Orangenen konnte dies nur recht sein, denn sie kamen immer wieder zu ihren Chancen. Aber vorallem Achim vergab viele dieser Chancen, denn seine Schüsse strichen mehr oder weniger knapp am Tor vorbei. Aber auch die beiden Wolfgangs standen Achim da in nichts nach und vergaben auch ihre Chancen.

Und wieder musste die Abwehr die Sturmmisere ausbügeln. Es gab einen der vielen orangenen Eckbälle, den diesmal Achim ausführte. Achim zirkelte den Ball auf den zweiten Pfosten genau auf den Kopf von Tom. Tom stieg auch Dank seines natürlichen Radius unbedrängt hoch und drückte den Ball schulbuchmäßig mit dem Kopf nach unten über die Linie zur 2 : 1 Führung der Orangenen.

Dann aber wachten die Gelben auf, reduzierten ihre Fehlpassquote und wurden nun ihrerseits richtig gefährlich. Beinahe im Gegenzug gelang Carmelo mit einem feinen Schuss der 2 : 2 Ausgleich. Kurz danach hatte Fabian sogar die Führung auf dem Fuß, aber Giuseppe fuhr blitzschnell seine rechte Hand aus und lenkte den scharfen Schuss gerade noch um den Pfosten.

Dann ging bei den Orangenen Wolfgang ins Tor und Giuseppe vor in den Sturm. Dort schloss er sich seinen orangenen Sturmkollegen an und fing auch an, Chancen zu vergeben. Wie zuvor Wolfgang gelang es auch Giuseppe am linken Pfosten nicht, den Ball irgendwie über die Linie zu bringen.

Aber auch die Gelben vergaben nun ihre Chancen, teils wegen mangelnder Abstimmung zwischen Carmelo und Fabian, teils weil sie ungenau zielten. Außer einem Pfostenschuss sprang in der Phase nichts für die Gelben heraus.

Bis sich Fabian dann doch durchtanken konnte. Von links kommend überrannte er die orangene Abwehr und dann traf er endlich. Mit dem Außenrist versenkte Fabian den Ball ins lange Eck zur 3 : 2 Führung der Gelben.

Die Orangenen waren trotzdem noch die leicht überlegene Mannschaft. Aber sie konnten ihre Chancen einfach nicht nutzten. Achim hatte zwei ganz große Chancen, die er unglücklich vergab. Einmal zielte er daneben, und als er endlich mal aufs Tor zielte, hatte er großes Pech. Gernot war schon geschlagen, Achim schlug den Ball ins entfernte Eck, aber Dieter war zur Stelle und haute den Ball knapp vor der Linie noch weg.

Eine Ecke half den Orangenen zum Ausgleich. Die Gelben hatten Ecke, brachten den Ball aber ganz schlecht herein. Statt in den Strafraum flog der Ball weg vom Strafraum. Die Orangenen schlugen den Ball nach vorne, Frank leitete auf weiter auf Achim, der den Ball annahm, einen Gelben aussteigen ließ und dann freie Bahn hatte. Gernot hatte gegen seinen platzierten Schuss keine Chance, es stand 3 : 3.

Da wir schon lange gespielt hatten, schlug Jörg eine Trinkpause vor und der Vorschlag wurde dankend angenommen. Nach der Pause ging Martin ins orangene Tor und ihm wurde gleich ganz schön eingeheizt. Martin hatte noch nicht einmal die Torwarthandschuhe an, als er den ersten Ball abwehren musste.

Die Gelben drehten nun auf und setzten die Orangenen unter Druck. Clemens kam im Mittelfeld an den Ball und spielte ihn steil auf Carmelo und Carmelo haute den Ball via Direktannahme neben Martin ins Tor zur 4 : 3 Führung.

Und die Gelben blieben dran. Als nächstes flog ein harter Schuss von Fabian (???) an den Pfosten, aber Martin hätte den Ball abgewehrt, wenn er aufs Tor gekommen wäre. Und Martin musste weiter ständig auf der Hut sein, denn nun rollte Angriff auf Angriff auf sein Tor zu. Zweimal sah sich Martin einer 1 : 1 Situation gegenüber, aber weder Fabian noch Carmelo konnten Martin überwinden.

Und dann hatte Martin das Glück auf seiner Seite. Wieder wurde der Ball steil auf Carmelo gespielt, Martin kam aus seinem Tor heraus und Carmelo schnippelte den Ball über Martin hinweg. Aber der Ball war zu hoch, er klatschte auf der Querlatte und von da ins Aus.

Aber auch die Orangenen hatten in dieser Phase ihre Chancen. Ingo war etwas in Rücklagen, als ihn ein Pass rechts erreichte. So haute Ingo den Ball knapp übers Tor anstatt ins Tor. Aber wenn nichts geht bei den Orangenen hilft immer eine Ecke.

Die Ecke kam von links auf den aufgerückten Robert. Der nahm den Ball volley mit dem Außenrist und haute ihn so ins entfernte Ecke zum 4 : 4 Ausgleich. Mit der richtigen Technik ist so ein Tor „einfach“ zu erzielen, wie Ingo anerkennend feststellte.

Das Golden Goal musste mal wieder das Spiel entscheiden. Giuseppe konnte nicht mehr und löste Martin im Tor ab. Und Giuseppe bekam gleich mächtig was zu tun, als er einen Schuss von Fabian gerade noch so um den Pfosten drehte. Aber dann war auch Giuseppe machtlos.

Erst kam ein harter Schuss aus dem Hinterhalt auf sein Tor zugeflogen. Giuseppe reagierte schnell und blockte den Schuss ab. Der Ball flog genau auf den Fuß von Jörg, der den Ball elegant stoppte und um einen orangenen Abwehrspieler herum drehte. Jörg hatte freie Bahn, lief auf Giuseppe zu und schob den Ball überlegt ins entfernte Eck zum 5 : 4 Sieg der Gelben. Ja, Torschützen haben bei uns keine Altersbeschränkung, auch mit 70 kann man bei uns noch Tore schießen, zumal wenn man wie Jörg die richtige Technik beherrscht.

So beendeten wir etwas über der Zeit dieses Spiel. In der Zwischenzeit waren auch Markus und Ludwig, zwei unserer Verletzten, gekommen und hatten sich die letzten Minuten unseres Kicks angesehen. Angesichts der großen Anzahl von VEB’ler gab es auf Initiative von Achim noch ein Mannschaftsfoto. Dann endlich durften wir Jörgs Einladung folgen.

Liebe VEB-Freunde,

für eure vielen Glückwünsche zu meinem Geburtstag bedanke ich mich ganz herzlich.

Natürlich wird es auch noch den obligatorischen Umtrunk nach dem Spiel geben.

Da wir am kommenden Wochenende bei Mike unser Sommerfest feiern, verschieben wir meinen Umtrunk auf den Samstag darauf.

Besten Gruß

Jörg

So ging es zum Pavillon, wo Jörg uns mit Weißwürsten, Würsten, Brezn, Obazten, Bier, Sekt und O-Saft verwöhnte. Nach dem Geburtstagsständchen offenbarte Gernot, dass es mit dem Geschenk leider Lieferschwierigkeiten gegeben hatte. Aber nächsten Samstag kicken wir ja wieder und bis dahin ist es bestimmt da.

Auch Franz-Josef ist dann noch zu uns gestoßen, er hat einen tellergroßen blauen Fleck am Oberschenkel von einem Sturz beim Fahrradfahren. So ließen wir es uns schmecken und genossen die Feier.

Hier das Video des Geburtstagsständchens.


VIELEN Dank Jörg und weiterhin alles Gute !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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