Aktivposten und Vollpfosten

21.05.2022 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

21. Mai

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Aktivposten und Vollpfosten

Ja, so kam das heute des Öftern so vor, als würden Aktivposten gegen Vollpfosten spielen. Und entsprechend eindeutig war dann auch das Resultat, obwohl die Aktivposten sogar in Unterzahl waren. Da half den Vollpfosten nur eine Devise: WIR SIND EIN TEAM !!! Wobei diese Devise für die guten wie aber auch die schlechten Momente galt.

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich nur 11 VEB’ler zu ihrem Kick. Das war wirklich schade, denn die äußeren Bedingungen waren optimal. Auch Gerd war wieder mit dabei und so wärmten wir uns dann auf. Markus teilte die Mannschaften ein, was auf einigen Protest der Blauen stieß. Markus bot sich dann an, bei Ungleichgewicht nachher dann bei den Blauen ins Tor zu gehen. So ging es dann mit etwas Verspätung auf dem verkürzten Halbfeld mit 6 Gelben gegen 6 Blaue los.

Die Blauen mit Giuseppe im Tor und davor mit Dieter, Peter, Frank und Arne hatten Anstoß. Aber viel ist nicht daraus entstanden, denn irgendwie war es am Anfang nur ein belangloses Rumgeplänkel. Dem passten sich die Gelben mit Markus im Tor und davor mit Martin, Gerd, Mäthes, Ludwig und Wolfgang sofort an.

So plätscherte das Spiel dahin bis die Blauen plötzlich ernst machten. Die Blauen schickten Frank rechts steil nach vorne. Frank überrannte Gerd und lief auf Markus zu. Frank nahm Maß und haute den Ball scharf und flach ins kurze Eck, die Blauen führten 1 : 0.

Dann waren auch die Gelben hellwach und erkämpften sich ein Übergewicht. Die Gelben griffen nun unentwegt an und erspielten sich einige Chancen. Die größte hatte Wolfgang, als er alleine vor Giuseppe auftauchte, den Ball aber ganz knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus schoss.

Kurze Zeit später hatte Mäthes eine gute Chance, aber auch sein Schuss flog ganz knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus. Martin plädierte schon dafür, das blaue Tor etwas mehr nach links zu schieben. Aber zum Glück geschah dies nicht, sonst hätte Martin sehr wahrscheinlich nicht den Ausgleich erzielt.

Mäthes kam über links und schlug eine hohe Flanke auf den zweiten Pfosten. Dort stand Martin und köpfte den Ball ins Tor, obwohl er ein Käppi aufhatte. Das Tor löste Freude und auch Erstaunen hervor, denn als Kopfballungeheuer war Martin bisher nicht bekannt.

Dann aber riss bei den Gelben etwas der Faden und die Blauen wurden stärker. Die Blauen waren nun deutlich lauffreudiger, besonders Frank wirbelte vorne hin und her, aber auch Arne und Peter waren ständig unterwegs und anspielbar. Zudem lief bei den Blauen der Ball sicher durch ihre Reihen und so erspielten sich die Blauen viele Chancen.

Eine hohe Flanke segelte von rechts über Martin hinweg zum zweiten Pfosten, wo Arne stand. Arne drückte den Ball mit dem Kopf neben den Pfosten zur 2 : 1 Führung der Blauen. Noch ein schönes Kopfballtor und auch Arne war nicht unbedingt als Kopfballungeheuer verschrien.

Bei den Blauen ging nun Dieter ins Tor und Giuseppe durfte raus in den Sturm. Dadurch wurden die Blauen noch stärker und kamen zu weiteren Chancen. Die Blauen kamen über rechts und Arne (??) lief auf Markus zu. Markus konnte Arnes Schuss abwehren, aber der Ball rollte aufs Tor zu. Knapp vor der Linie konnte sich Martin den Ball schnappen und die Situation bereinigen.

Noch viel wertvoller wurde Martin kurze Zeit später, als diesmal Peter über rechts kam. Peter hatte freie Bahn und haute den Ball in Richtung langes Eck. Dort aber stand Martin und konnte das Geschoss abblocken, das ansonsten zum 3 : 1 eingeschlagen hätte.

Aber dann konnte auch Martin nichts mehr machen. Frank wurde halblinks schön steil geschickt und überlief die blaue Abwehr. Markus kam aus seinem Tor heraus, zögerte dann aber und lief wieder zurück. Dadurch hatte Frank keine große Mühe, den Ball neben dem Pfosten zur 3 : 1 Führung ins Netz zu schießen.

Gerd war nicht sehr glücklich über Markus Abwehrverhalten, denn Gerd meinte, durch sein Zurücklaufen hätte Markus das Tor vergrößert und Frank so eine viel größere Chance ermöglicht als wenn er stehen geblieben wäre. Wie dem auch sei, der Ball war drin.

Dann gab es zwei kuriose Situationen. Erst wehrte Martin im Zusammenspiel mit Mäthes einen blauen Angriff ab. Dabei aber stieg Martin Mäthes unglücklich auf die Zehen, sodass Mäthes schmerzverzerrt zu Boden ging. Das Spiel wurde unterbrochen und als Mäthes, zum Glück sehr bald, wieder weiter spielen konnte, wurde das Spiel fortgesetzt.

Zum Erstaunen einiger aber nicht mit einem Freistoß für die Gelben, denn wenn ein Gelber einen Gelben foult, gibt es keinen Freistoß für die Gelben. Da die Gelben allerdings in Ballbesitz waren, durften sie weiter spielen.

Bei einem der nächsten blauen Angriffe flog Gerd der Ball im Strafraum an den leicht angewinkelten Oberarm. Sehr fair, wie Gerd nun einmal ist, zeigte er dies an und meinte, ein eindeutiger Elfmeter. Martin schnappte sich seine Digicam und ging hinters Tor, um die Ausführung des Elfmeters zu dokumentieren.

Aber komischerweise lief das Spiel weiter (Ludwig hatte nicht für Elfmeter plädiert war die spätere Erklärung). Peter bekam den Ball und flankte hoch vors Tor, wo Giuseppe hochstieg, den Ball aber knapp nicht erreichte.

Und das Glück blieb den Gelben treu. Wieder kamen die Blauen über rechts, wo Arne (??) den Ball vorantrieb. Markus kam aus seinem Tor heraus und Arne schlenzte den Ball über Markus hinweg. Der Ball flog an den langen Pfosten und von da ins Feld zurück vor die Füße eines Blauen. Aber auch dessen Nachschuss strich ganz knapp über die Latte. Da hatten die Gelben viel Glück gehabt.

Dann aber half auch all dieses Glück nichts mehr, denn Arne wurde links steil geschickt. Gegen seinen strammen Schuss hatte Markus keine Chance, es stand 4 : 1 für die Blauen. Von den Gelben war in dieser Phase wenig zu sehen, sie spielten zu statisch und zu ungenau, sodass selten gefährlich Angriffe zustande kamen.

Und wenn sich doch einmal eine Chance ergab, wurde diese meist kläglich vergeben. Besonders Wolfgang litt unter dieser Schussschwäche. So war es kein Wunder, dass das nächste Tor der Gelben nicht durch einen strammen Schuss zustande kam.

Wolfgang wurde zentral angespielt und wollte …., tja was wollte Wolfgang eigentlich ??? Wahrscheinlich wollte Wolfgang den Ball stoppen, aber das missriet ihm. So kullerte der Ball mehr als dass er flog an Dieter vorbei ins entfernte Eck zum 2 : 4. Auch ein Stockfehler kann also zu einem Tor führen.

Mehr aber war nicht drin für die Gelben in diesem Spiel, denn Peter gelang kurz darauf mit einem strammen Schuss das 5 : 2 für die Blauen. In der Pause kam dann die treffende Analyse, dass die Blauen nur Aktivposten hatten. Dem standen die gelben Vollpfosten gegenüber, kein Wunder, dass die Vollpfosten mächtig untergegangen sind.

Bei den Blauen ging nun Frank ins Tor und so begann mit ein bisschen Verzögerung das 2. Spiel. Und die Blauen blieben weiter überlegen und setzten die Gelben unter Druck. Bald gab es die erste Ecke, die auf Arne am kurzen Pfosten gespielt wurde. Arne war völlig ungedeckt, Martin deckte den kurzen Pfosten anstatt Arne und so konnte Arne den Ball in Ruhe annehmen. Arne drehte sich geschickt und schoss den Ball ins lange Eck, die Blauen führten 1 : 0.

Im Gegensatz zum ersten Spiel blieben die Blauen spielbestimmend und bei den Gelben lief weiterhin kaum etwas zusammen. Die Missverständnisse häuften sich und das machte es den Blauen leicht, weiter energisch anzugreifen. Peter kam über links und, nach einigen Fehlschüssen vorher, gelang es ihm nun perfekt, den Ball flach ins lange Eck zu schießen zur 2 : 0 Führung der Blauen.

Ganz allmählich ließ nun bei den Blauen die Kondition etwas nach und kamen die Gelben ein bisschen besser ins Spiel. Aber nur ein bisschen, denn die Missverständnisse waren immer noch groß.

Zwei typische Beispiele dafür. Mäthes hatte zentral den Ball und spielte ihn nach rechts, wo Wolfgang und Gerd frei waren. Beide liefen zu dem Ball, Wolfgang dachte, dass Gerd ihn eher erreichen würde und bremste ab. Aber Gerd hatte kaum noch Luft, wurde immer langsamer und konnte so den Ball nicht erreichen, der dann ins Aus rollte.

Dann hatte Gerd links an der Außenlinie den Ball und wollte ihn steil nach vorne zu Wolfgang spielen. Aber Gerd missriet der Pass und so flog der Ball ins Aus. Wolfgang kreierte daraufhin den Leitspruch der Gelben: WIR SIND EIN TEAM, was aber erst einmal zur Folge hatte, dass auch andere Gelbe sich weiter Missgeschicke leisteten.

Aber auch die Blauen waren nun nicht mehr gefeit vor Missgeschicken, besonders Peter unterliefen doch nun einige, indem er die Steilpässe beinahe konsequent in den Rücken der sich freilaufenden Mitspieler schickte.

Dann aber lief es plötzlich bei den Gelben. Wolfgang wurde rechts steil geschickt und erlief sich den Ball. Wolfgang nahm den Ball an, drehte sich geschickt und flankte dann flach in die Mitte. Dort hatte sich Gerd freigelaufen und hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie zu drücken zum 1 : 2 Anschlusstreffer.

Wegen einer leichten Zerrung musste dann Dieter für den Rest des Spiels ins blaue Tor. Und sein Einstand war nicht sehr erfolgreich, denn endlich, nach etlichen Fehlschüssen, gelang es Wolfgang den Ball zum 2 : 2 im Tor unter zubringen.

Aber die gelbe Freude währte nur sehr kurz, denn vom Anstoß weg spielten die Blauen den Ball steil nach vorne. Dort war Giuseppe freigelaufen und setzte den Ball neben Markus zur erneuten Führung zum 3 : 2 ins Netz.

Das Spiel wurde nun deutlich ausgeglichener, Wolfgangs Devise ging nun auch in die positive Richtung immer mehr auf. Und es ergaben sich einige Chancen auf beiden Seiten. Mit die größte hatten die Blauen, als gleich zwei Blaue alleine auf Markus zuliefen. Aber Markus behielt die Ruhe und die Übersicht und konnte sich im entscheidenden Moment den Ball schnappen.

Auf der anderen Seite musste nun auch Dieter immer wieder erfolgreich eingreifen, denn auch die Gelben schossen nun häufiger aufs Tor. So wogte das Spiel hin und her und das setzte unserer Kondition doch mächtig zu. So waren wir garnicht traurig, dass ab und zu Bälle weit ins Aus flogen und wir so etwas Zeit hatten, Luft zu schnappen während ein Armer den Ball holen musste.

Die Gelben verloren dann vorne den Ball und hatten kaum noch Luft, zurück zukommen. So konnten die Blauen mit drei Mann auf Martin zustürmen. Martin wehrte den ersten Angriff ab, aber der Ball landete wieder bei einem Blauen. Und gegen den Nachschuss konnte dann weder Martin noch Markus etwas ausrichten, es stand 4 : 2 für die Blauen.

Martin war sauer über seine vorne gebliebenen Gelben und fragte sie, was sie denn da vorne gemacht hätten. Als Antwort kam von Gerd nur die Frage zurück, was Martin denn die letzten 30 Sekunden gemacht hätte. Nun, da war die Antwort einfach, sich erfolglos gegen drei Blaue gewehrt. Aber, wir sind ein Team !!!

Und dieses Team schlug dann doch noch energisch zurück. Die Gelben rafften sich wieder auf und griffen energisch an. Ludwig wurde zentral vor dem Strafraum angespielt und spielte den Ball nach links zu Wolfgang. Wolfgang legte den Ball zurück zu Ludwig, der ihn wieder hinaus zu Wolfgang spielte. Wieder kam der Ball zurück zu Ludwig, der nun endlich schoss.

Dieter konnte den Ball katzenhaft abwehren, aber genau vor die Füße von Martin, der dort am Pfosten schon die ganze Zeit stand, wenn auch gedeckt. Nun aber war Martin frei und hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Entfernung ins Netz zu hauen zum 3 : 4 Anschlusstreffer. Das Ganze roch zwar schwer nach Abseits, aber so genau nehmen wir das ja nicht.

Das Tor gab den Gelben Auftrieb, auch wenn sie immer sehr auf der Hut sein mussten vor blauen Angriffen. Aber diese Angriffe hatten die Gelben nun etwas sicherer im Griff. So konnten sie verstärkt angreifen. Mäthes wurde links angespielt, lief noch ein paar Schritte und schoss dann hart und flach aufs Tor. Der Ball flog unter Dieters Sohlen hindurch ins Eck zum 4 : 4 Ausgleich.

Das golden Goal musste entscheiden. Und nun wurde es richtig spannend, denn beide Mannschaften rissen sich nochmals mächtig am Riemen. Die Gelben hatten ein, zwei richtig gute Chancen, die sie aber nicht verwerten konnten. Auch die Blauen hatte eine riesen Chance, den Schuss konnte Mäthes aber im letzten Moment noch abblocken.

Dann aber half auch kein Abblocken mehr. Die Blauen spielten rechts steil auf Giuseppe, der sich wieder einmal frei gelaufen hatte. Giuseppe nahm den Ball an, drehte sich und passte dann quer auf den zweiten Pfosten, wo Arne völlig frei stand. Arne hatte dann kein Problem, den Ball im Netz zum 5 : 4 Sieg der Blauen zu versenken.

Obwohl es erst 9:15 Uhr war und somit noch Zeit für ein weiteres Spiel gewesen wäre, plädierte einige für Aufhören. Besonders Arne konnte nicht mehr und auch Peter wollte Schluss machen, um sich für den morgigen Familienlauf etwas zu schonen.

Wolfgang plädierte leidenschaftlich für ein kurzes Spiel auf drei Tore, er war noch nicht einmal fünf Kilometer gerannt und wollte unbedingt noch spielen. Aber die Mehrheit war zu träge und wollte nicht mehr. Wolfgang war nicht glücklich über diese Entscheidung und bestand darauf, dass klar war, dass die Blauen sich einer Revanche entzogen hatten und dass dies auch als Niederlage gewertet werden könne.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



Zurück

Einen Kommentar schreiben