Markus war mit Abstand der beste Gelbe heute

07.05.2022 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

7. Mai

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Markus war mit Abstand der beste Gelbe heute

Und da obwohl Markus im Tor stand. Trotzdem hatte Markus heute die meisten Ballkontakte der Gelben, was sehr viel über deren Spiel aussagt. Denn das war alles andere als berauschend. Aber auch die Blauen zeigten sich nicht immer von ihrer besten Seite, sodass heute der Spaßfaktor etwas zu kurz kam. Dafür aber zeigte uns Wolfgang eine neue Facette seines fußballerischen Könnens: So stoppe ich eine Ball ins Tor.

Bei trüben, aber beinahe schwülem Wetter kamen heute rekordverdächtige 18 VEB’ler zu ihrem Kick. Auch Thomas war da, allerdings in Zivil, seine Zerrung ist noch nicht ganz ausgeheilt. Aber er wollte sich zeigen und mit uns unterhalten. Sehr löblich !!! Auch Gerd war wieder mit dabei und auch Peter, der Peda (ehemals Paul), der aus seinem Thailand (??) Urlaub zurückgekommen ist.

So dauerte die Begrüßung und das warm machen länger als sonst und auch die Mannschaftseinteilung durch Markus zog sich dahin. Als dann endlich alles geklärt war konnten wir mit einiger Verspätung mit 9 Blauen gegen 9 Gelbe auf dem Halbfeld (nicht auf dem Großfeld) anfangen.

Die Blauen mit Wolfgang im Tor, Flo, Lucky und Bllaca in der Abwehr, Arne, Frank und Robert im Mittelfeld und vorne mit Guiseppe und Wolfgang, dem Ingo, hatte Anstoß. Aber was Vernünftiges kam dabei nicht heraus, denn die Gelben waren geistig noch nicht richtig auf Platz und fragten sich, was die Blauen da machten, ob das denn nun schon der Anstoß sei oder was.

Ja, es war der Anstoß, aber viel kam dabei nicht heraus. Aber auch die Gelben mit Markus im Tor, Peter, Dieter und Martin in der Abwehr, Gerd, Mäthes und Ludwig im Mittelfeld und vorne mit Achim und Peter, dem Peda machten es keinen Deut besser und so entwickelte sich erst einmal ein grausamer Kick.

Typisch dafür war gleich am Anfang die Szene, als Markus einen Schuss abfing und den Ball schnell abspielen wollte. Markus wunderte sich noch, dass so viele Blaue frei standen und warf den Ball zentral zum freistehenden Ingo. Der nahm das Geschenk dankend an, aber er konnte nichts daraus machen, was auch typisch war für diese Phase.

Markus war erst nach diesem Missgeschick richtig klar, dass er eigentlich ein Gelber war. Aber in dieser grausigen Anfangsphase fiel das nicht weiter auf. Denn es reihte Fehlpass an Fehlpass und ein Missverständnis jagte das andere. Es war nicht mit anzusehen. Vielleicht ist auch deshalb Thomas sehr bald verschwunden, denn er stand noch eine Zeitlang am Spielfeldrand, um uns zuzusehen.

So ging das lange hin und her bis dann endlich zu mindestens die Blauen langsam begannen, Fußball zu spielen. So ganz allmählich lief deren Kombinationsmaschine an zu laufen. Aus einer sicheren, von Lucky hervorragend organisierten Abwehr heraus bauten die Blauen dann weiträumig ihre Angriffe auf.

Die Blauen nutzten die ganze Breite des Spielfeldes, was auch notwendig war, denn 18 Mann auf dem Halbfeld waren schon recht viel und so war es teilweise sehr eng auf dem Platz. Besonders im Strafraum wurde es dann immer enger sodass erst einmal kein Durchkommen war.

Die Gelben hatten immer noch große Probleme, was auch daran lag, dass Gerd doch noch ein Stück von seiner Bestform entfernt war und ihm wenig gelang. Das muss man leider auch von Peda sagen, der laut eigenen Angaben immer noch leicht verletzt war und dem irgendwie auch noch der Urlaub in den Knochen steckte.

Peda versuchte sich immer wieder mit brasilianischen Tricks anstatt gradlinig Fußball zu spielen. Diese Tricks erfreuten allerdings hautsächlich die Blauen, denn so kamen sie meistens leicht in Ballbesitz.

Die Blauen wurden dann immer dominanter und Markus bekam immer mehr zu tun, ohne dass es aber richtig gefährlich wurde, dazu war es im gelben Strafraum zu eng. Auch die Gelben kamen dann zu ersten Angriffen, die aber Wolfgang im Tor vor keinerlei Probleme stellten.

So ging das dann mindestens eine halbe Stunde bis dann die Blauen sich die ersten großen Chancen erspielten. Zwei Mal hatten die Blauen wirklich Pech als Guiseppe in aussichtsreicher Position kurz vor dem Tor ganz, ganz knapp nicht an den Ball kam, um ihn über die Linie zu drücken. Auch Ingo hatte die eine oder andere Chance, aber auch er vergab diese.

Dann aber fiel doch endlich das erste Tor. Die Blauen kamen über rechts und flankten hoch in den Strafraum. Am langen Pfosten übersprang Robert Martin und drückte den Ball mit dem Kopf ins Tor. Markus kam zwar noch mit den Händen an diesen Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern, die Blauen führten mit 1 : 0.

Kurz danach hatte Ingo das 2 : 0 auf dem Kopf. Zuerst klatschte ein blauer Gewaltschuss an die Oberkante der Latte. Von dort sprang der Ball hoch und als er sich senkte, war Ingo mit dem Kopf zur Stelle. Obwohl Ingo aus kurzer Distanz köpfte, konnte Markus den Ball gerade noch abfangen und so das sichere 2 : 0 verhindern.

Das Spiel der Blauen lief nun einigermaßen rund während das Spiel der Gelben weiter stockte. Das fing schon hinten an, denn die Abwürfe von Markus erreichten nicht immer den eigenen Mann. Und wenn sie das taten dauerte es lange, bis die Gelben nach vorne kamen, denn Peda war zwar vorne, aber nicht immer anspielbar, da er sich hinter den blauen Abwehrspielern versteckte.

Und wenn die Gelben dann mal im blauen Strafraum waren, ging auch nicht die große Gefahr von ihnen aus. Eine typische Szene verdeutlicht dies. Robert war kurz vor dem blauen Strafraum der Ball an die angelegte Hand gesprungen. Es entspann sich eine Diskussion, ob dies nun al Hand gewertet werden konnte oder nicht.

Ludwig als Experte wurde befragt und schließlich einigten wir uns auf Freistoß für die Gelben. Gerd schnappte sich den Ball, legte sich ihn zurecht und lief an. Aber irgendwie hat er da etwas durcheinander gebracht, denn der Schuss sah eher einem „hoch und weit bringt Sicherheit“-Befreiungsschlag aus und so flog der Ball hoch und weit am Tor vorbei.

Kurz danach zerrte sich Gerd am Oberschenkel und wollte schon gehen, als ihn Markus überredete, bei den Blauen ins Tor zu gehen. So durfte Wolfgang zu den Gelben (Ludwig hätte lieber den anderen Wolfgang genommen) und das Spiel ging weiter.

Dieser Wechsel verunsicherte wohl Lucky und die blaue Abwehr. Denn kurz danach wurde Wolfgang vorne auf seiner angestammten Position schön angespielt. Wolfgang war ganz frei und wollte den Ball stoppen. So sah es wenigstens von hinten aus. Aber das Stoppen missriet Wolfgang und so rollte der Ball am herauslaufenden Gerd vorbei zum 1 : 1 Ausgleich ins Netz.

Die Gelben feierten Wolfgang und sein Tor, aber auch dieses Tor war typisch für das Spiel bisher, besonders das gelbe. Dann aber hatten sich die Blauen daran gewöhnt, dass Wolfgang nun ein Gelber war und folgerichtig vorne zu decken sei.

Die Blauen wurden nun immer besser und immer gefährlicher und so wurde Markus zum besten Gelben heute. Denn nun stand Markus beinahe immer im Mittelpunkt des Geschehens. Und Markus hielt seine Kasten mit tollen Reflexen und gekonntem Herauslaufen weiter rein. Immer wieder kam es zu 1 gegen 1 Situationen vor dem gelben Tor, aber Markus bestand all diese Herausforderungen meisterhaft.

Ingo bekam langsam zu verzweifeln und auch Guiseppe ärgerte sich ob der vergebenen großen Chancen. Die Gelben kamen nur sporadisch zu wirklich guten Chancen, aber auch Gerd war ein guter Torwart und ließ nichts anbrennen.

Dann aber nach all den vergebenen riesen Chancen spielten die Blauen über halblinks einen wunderbaren Steilpass auf den durchlaufenden Arne. Arne erreichte den Ball vor dem herauslaufenden Markus und schoss den Ball zum 2 : 1 für die Blauen ins Tor.

Unmittelbar nach diesem Treffer plädierte Guiseppe für eine Trinkpause, die wir alle dringend nötig hatten. So legten wir eine kleine Pause ein, die uns allen gut tat. Nach dieser Pause wollte Markus das Spiel mit einem Abschlag fortsetzen, aber Martin bestand auf einem Anstoß, was etwas Verwirrung auslöste, denn einige hatten schon vergessen, dass vor der Pause das 2 : 1 gefallen war.

So machten die Gelben den Anstoß, aber auch der war typisch für das gelbe Spiel. Denn die Gelben brachten den Ball nicht in die blaue Hälfte und verloren den Ball schnell in ihrer eigenen Hälfte.

Trotzdem gelang es den Gelben, sich einige Chancen zu erspielen. Frank musste zwei-, drei Mal sehr akrobatisch mit der Hacke vor Peda klären, sonst wäre es gefährlich geworden. Richtig gefährlich wurde es dann, als Mäthes zentral Maß nahm und voll abzog. Der Ball flog aufs blaue Tor und Gerd musste sich mächtig strecken, um dieses Geschoß noch über die Latte zu lenken. Eine tolle Aktion von beiden.

Aber dominierend waren die Blauen. Sie erspielten sich nun immer mehr Chancen und Markus avancierte endgültig zum besten Gelben. Und da er so oft im Mittelpunkt stand, war er auch der Gelbe mit den meisten Ballkontakten. Das sagte eigentlich alles über das gelbe Spiel aus.

Aber da Markus so ausgezeichnet hielt, was da so alles auf seinen Kasten zuflog, machte sich bei den Blauen, besonders bei Ingo und Guiseppe, Verzweiflung und Frust breit. Der Spaßfaktor fiel in bedenkliche Tiefen und es wurden erste Misstöne laut.

Die Blauen variierten ihr Spiel immer mehr und so stand meistens ein Blauer im gelben Strafraum frei. Aber mit dem letzten Pass hatten die Blauen so ihre Probleme und so vergaben sie doch einige gute Chancen.

Die Gelben hatten dagegen nur sehr wenige Chancen. Es gab Ecke für die Gelben, die hoch auf den zweiten Pfosten getreten wurde. Dieter stieg hoch, köpfte den Ball aber knapp neben dem Pfosten ins Aus. Da wäre mehr drin gewesen.

Dank der blauen Überlegenheit wagte sich nun auch Lucky immer mehr aus dem Abwehrzentrum heraus und schaltete sich vermehrt in die blauen Angriffe ein. Das ermutige Gerd, auch mal so einen Ausflug zu wagen, denn ihm war anscheinend langweilig im blauen Tor. So wagte auch Gerd einmal einen Ausflug ins Mittelfeld.

Und das wäre beinahe mächtig schieg gegangen. Denn Peter stellte sich Gerd in den Weg und nahm ihm den Ball ab. Peter hatte dann die gute Idee, den Ball hoch in das verwaiste blaue Tor zu schießen. Während Gerd zurück in sein Tor rannte, schoss Peter hoch aufs blaue Tor. Aber die Ausführung war weniger gut, denn sein Ball ging doch einiges am leeren Tor vorbei. Typisch gelb halt.

Das Spiel verlagerte sich immer mehr in die gelbe Hälfte und außer Markus hatte auch Dieter nun alle Füße voll zu tun, die blauen Angriffe abzuwehren. Und das gelang ihm meistens sehr gut. Nur seine Abwehrschläge fanden meistens nicht den eigenen Mann, sodass die Blauen gleich wieder angriffen.

Und dann ging es nach diesem bisher eher zähen Kick dann doch ganz schnell und die Beiden am meisten frustrierten bekamen ihre Genugtuung. Zuerst war Ingo dran. Ingo wurde rechts im gelben Strafraum angespielt und schoss aufs lange Eck. Dabei tunnelte Ingo Dieter sodass Markus im Tor die Sicht versperrt war. So hatte Markus keine Chance den Ball zu halten, der dann zur 3 : 1 Führung der Blauen einschlug.

Und dann durfte sich auch noch Guiseppe freuen. Guiseppe hatte Martin schon angekündigt, dass er heute noch ein Tor schießen würde, musste aber lange darauf warten. Aber dann war es soweit. Die Blauen spielten die Gelben mal wieder her in im gelben Strafraum und schossen dann von halbrechts aufs lange Ecke. Guiseppe stand in der Schussbahn des Balles und von seinen Füßen prallte der Ball ins Tor zum 4 : 1. Ohne Guiseppe wäre der Ball weit ins Aus geflogen.

Und Guiseppe durfte dann auch noch selber ein Tor schießen. Arne wurde mit einem tollen Steilpass rechts steil geschickt. Kurz vor der Torauslinie passte Arne quer in die Mitte. Dort stand Guiseppe und schoss den Ball zum 5 : 1 Sieg der Blauen ins Netz.

Mit diesem Tor beendeten wir unseren Kick heute, obwohl noch 5 Minuten Zeit gewesen wäre. Aber angesichts der Qualität des heutigen Kicks hatte niemand Lust auf ein weiteres, sehr kurzes Spiel. In der Nachbesprechung wurde die Enge auf dem Platz, verursacht durch 18 Mann auf dem Halbfeld, diskutiert. Hätten wir heute auf dem Großfeld gespielt, hätten wir bestimmt 4 Spiele mit vielen Toren absolviert. Dem Chronisten war die Halbfeld-Variante lieber, da musste er sich nicht so viel merken.

 

 

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