Die falsch angeschraubten Füße von Wolfgang

15.01.2022 13:00 von Chronicle Redakteur Martin

15. Januar

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Die falsch angeschraubten Füße von Wolfgang

Hätte, hätte, hätte !!! Ja hätte Wolfgang heute zweimal den Innenrist statt dem Außenrist benützt, er hätte zum Matchwinner werden können. Hat er aber nicht und so verschaffte uns Wolfgang noch einige Zusatzspielzeit, die wir sehr gut genutzt haben. Als Erklärung für sein Außenristfaible erklärte uns Wolfgang, dass Klaus meinte, dass bei ihm die Füße falschherum angeschraubt wären. Aber wie wir alle wissen, auch mit falsch angeschraubten Füßen kann man herrliche Tore schießen !!!

Der Morgen fing schon ungewöhnlich an. Bei beißender Kälte (minus 3 Grad) und Nebel trafen sich sieben VEB’ler vor dem verschlossenen Tor. Zuerst gab es einen Shutdown zwischen Dieter und Tom, nachdem Dieter, wie üblich, in 60’er Kleidung erschienen war und Tom im FCB-Look. Aber beide haben den Shutdwon wohlbehalten überstanden.

Dann kamen noch weitere fünf VEB’ler und vertrieben sich die Zeit mit Ballspielen. Und dann, endlich endlich kam unser Schlüsselmann Peter. Der war untröstlich und entschuldigte sich mehrfach, er habe den Wecker ignoriert, da gestern Abend beim ihm der Stammtisch war und der ging wohl bis in die Puppen.

Als Peter dann das Tor geöffnet hatte, durften wir endlich rein auf den gefrorenen Platz, wo wir uns erst einmal richtig warm machten. Es kamen dann noch sieben weitere VEB’ler, sodass wir insgesamt 14 VEB’ler waren. Bllaca berichtete von Sonnenschein in Pasing, aber auf die Pasing-Sonne warteten wir vergebens in Gröbenzell. So ging es dann mit 7 Gelben gegen 7 Blaue los.

Die Blauen mit Wolfgang im Tor, Dieter und Mäthes in der Abwehr, Bllaca und Ludwig im Mittelfeld und vorne mit Amir und Wolfgang, dem Ingo hatten Anstoß. Aber die Blauen ließen es gemächlich angehen und so kamen die Gelben mit Martin im Tor, Peter und Tom in der Abwehr, Arne und Lucky im Mittelfeld und vorne mit Frank und Markus bald in Ballbesitz.

Der Anfang verlief ruhig und wir mussten uns erst an den gefrorenen Boden gewöhnen, der die Bälle nach dem ersten Aufspringen sehr schnell machte. Dieser Umstand machte uns das ganze Spiel über Probleme, aber am Anfang kamen die Gelben damit deutlich besser klar als die Blauen.

Die Gelben übernahmen bald das Kommando und bestimmten das Spiel. Schon nach wenigen Angriffen schnappte sich Frank rechts vor dem blauen Strafraum den Ball und haute ihn aufs Tor, da sich im blauen Strafraum keine Anspielstation befand. Und der Schuss war perfekt. Über den Armen von Wolfgang schlug der Ball zur 1 : 0 Führung der Gelben ein. Ganz unhaltbar schien der Ball nicht.

Die Gelben bleiben weiter überlegen, bei ihnen lief der Ball flüssig und sicher durch ihre Reihen. Die Blauen hatten kaum Chancen an den Ball zu kommen  und so war Martin im gelben Tor meist beschäftigungslos. Solche Momente hatte Wolfgang nicht, denn die Gelben heizten ihm mächtig ein. Peter kam über links und vor dem Strafraum zog Peter ab. Sein Schuss schlug unhaltbar ins lange Eck zur 2 : 0 Führung der Gelben.

So langsam kamen dann auch die Blauen nach vorne. Dort war Ingo wie üblich ein nicht zu kontrollierender Unruheherd, aber die Blauen setzten ihn zu wenig und zu unpräzise ein. Martin musste nur einen Schuss abwehren, was er unkonventionell mit dem Oberschenkel tat.

Das 3 : 0 war ein Familientor der Familie Bähr. Ein gelber Schuss flog erkennbar am linken Pfosten vorbei, aber Wolfgang im Tor wollte den Ball noch erreichen und im Spiel lassen, anstatt ihn einfach ins Aus gehen zu lassen. Wolfgang erreichte den Ball, drehte sich und lief aufs Tor zurück. Da kam Frank von hinten angerannt und bevor Wolfgang den Ball zu Tom spielen konnte, war Frank zur Stelle und spitzelte den Ball ins leere Tor.

Unmut machte sich bei den Blauen ob dieses vermeidbaren Tores breit, aber die Blauen setzten diesen Frust nicht in zusätzliche Energie um. Bei den Gelben ging nun Tom ins Tor, damit Martin dort nicht erfrieren konnte. Am Spielverlauf änderte dies nichts, die Gelben waren weiterhin überlegen und den Blauen unterliefen einfach zu viele Abspielfehler, sie waren mit dem gefrorenen Boden noch nicht auf „du und du“.

So blieben die Gelben sehr gefährlich. Markus wurde zentral angespielt und haute den Ball diesmal unhaltbar zum 4 : 0 ins Netz. Dies hielt die Blauen aber nicht davon ab, sich sehr fair zu verhalten.

Die Gelben hatten knapp vor der Eckfahne einen Einwurf, den Peter sehr schlampig ausführte. Peter wollte den Ball zurück zu Tom im Tor spielen, schoss den Ball aber ins Aus. Ein klarer Fall: Ecke. Aber die Blauen, besonders Ingo, verzichteten auf diese Ecke und so blieben die Gelben in Ballbesitz. Eine SEHR faire Geste !!!

Und Ingo wurde für seine Großherzigkeit belohnt. Ingo kam von links und trieb den Ball nach vorne. Kurz vor dem Strafraum drehte Ingo ab nach innen und legte sich den Ball etwas vor. Martin wäre fast, aber auch nur fast an den Ball gekommen (laut Ingo fehlten ihm nur 5 cm). So blieb Ingo am Ball und konnte ihn zu Amir nach rechts spielen. Amir war völlig frei und haute den Ball ins lange Ecke zum 1 : 4.

Ingo meinte noch, zum Glück stand ihm nicht Lucky im Weg, denn der wäre mit seinen langen Haxen bestimmt an diesen Ball gekommen. Aber auch dieses Tor konnte das Spiel nicht mehr drehen. Frank wurde zentral angespielt und haute den Ball zentral aufs Tor. Dort stand Wolfgang und riss die Arme hoch, traf aber den Ball nicht. Denn der Ball flog sehr knapp neben Wolfgangs Händen zum 5 : 1 Sieg der Gelben ins Tor. Auch dieser Schuss schien haltbar.

So ging es in eine kurze Pause. Bei den Blauen ging nun Dieter ins Tor und bei den Gelben wieder Martin. So ging es in das 2. Spiel. Und die Pause ist den Blauen sehr gut bekommen, denn sie spielten nun wie ausgewechselt. Plötzlich lief auch bei ihnen der Ball flüssig, während sich bei den Gelben mehr Fehler einschlichen. Denn nun kamen die Gelben mit dem schnellen Boden weniger zurecht und so stocke ihr Angriff merklich.

Bei den Blauen hingegen war sehr viel Power drin und sie setzten die Gelben mächtig unter Druck. Und so konnte Lucky sein überragendes Können als Abwehrbollwerk demonstrieren. Hatte Ingo schon im ersten Spiel seine langen Beine gelobt, so kamen die jetzt zusammen mit dem restlichen Körper voll zum Einsatz. Immer wieder blockte Lucky so blaue Angriffe ab und verhinderte so das eine oder andere Tor.

Aber auch Tom war ein unverzichtbares Bollwerk hinten, aber auch die Beiden konnten die blaue Führung nicht verhindern. Denn die Blauen kombinierten nun genauso schön wie die Gelben im ersten Spiel und die Gelben konnten sie nur manchmal daran hindern.

Die Blauen kamen durch das Zentrum und schossen aufs Tor. Martin konnte den Ball mit der Hand abwehren, aber der Ball landete wieder bei den Blauen. Auch den Nachschuss konnte Martin abwehren, aber dann kam der Ball zu Ingo, der dann hatte keine Mühe, den Ball zum 1 : 0 ins Netz zu schießen.

Wie Dieter richtig bemerkte, war dies die erste blaue Führung heute. Und es sollte nicht ihre letzte sein. Denn die Blauen blieben dran und die Gelben halfen fleißig mit. Tom spielte einen  flachen Rückpass auf Martin im Tor. Martin lief aus dem Tor heraus und wollte den Ball zu Lucky spielen, anstatt ihn mit den Händen aufzunehmen. Amir kam angerannt, erwischt den Ball und hatte dann kein Problem, den Ball ins leere Tor zum 2 : 0 zu schieben.

Tom war nicht sehr glücklich über Martins Aktion und Martin noch viel weniger, aber es half jetzt eh nichts mehr. Aber die Gelben gaben sich nicht geschlagen und kamen zu einigen gefährlichen Angriffen. Frank wurde rechts angespielt und haute den Ball kurzentschlossen ins kurze Eck zum 1 : 2 Anschlusstreffer.

Den Angriffswirbel der Blauen konnte dieses Tor aber nicht bremsen, denn die Blauen setzten die Gelben weiterhin mächtig unter Druck. Wieder griffen die Blauen an und die Gelben bekamen einfach keinen Zugriff auf den Ball. Amir konnte rechts durchgehen und rannte aufs Tor zu. Martin machte die kurze Ecke zu, aber Amir schoss nicht sondern legte den Ball flach zurück in die Mitte, wo Ludwig völlig frei stand. Ludwig behielt die Ruhe und schoss den Ball neben den Pfosten zum 3 : 1 ins Netz.

Und dann hatte Wolfgang die Chance, zum Matchwinner zu werden. Wolfgang stand wie üblich auf seiner angestammten Position links vorne wenige Meter vor dem Tor, als ihn ein exakter Pass erreicht. Wolfgang nahm den Ball volley mit dem Außenrist und haute ihn an den Außenpfosten.

Wenig später hatte Wolfgang eine noch größere Chance, als er wieder links vorne wenige Meter vor dem Tor stand. Wieder wurde Wolfgang mustergültig bedient, Martin kam aus seinem Tor heraus, aber Wolfgang schoss den Ball mit dem rechten Außenrist weit am Tor vorbei anstatt ihn mit dem Innenrist ins Tor zu schieben, wie ihm ein Mitspieler riet.

Wolfgang meinte dazu nur entschuldigend, dass auch Klaus schon gesagt hat, dass bei ihm die Füße falschherum angeschraubt seien. Aber auch mit den falsch angeschraubten Füßen hat Wolfgang schon tolle Tore geschossen, nur heute halt nicht.

So ging das Spiel weiter anstatt mit 5 : 1 beendet zu sein. Ingo hatte dann die größte Chance, auf 4 : 1 zu erhöhen. Die Blauen kamen über links und spielten Ingo an, der halblinks völlig frei vor dem beinahe leeren Tor stand. Aber der Pass war etwas zu ungenau gespielt, sodass Ingo nicht richtig an den Ball kam, diesen nur leicht berührte, sodass der Ball ins Toraus anstatt ins Tor flog. Da hatten die Gelben viel Glück gehabt.

So hatten die Gelben die Chance, das Spiel doch noch zu drehen und sie taten nun alles, um dies Wirklichkeit werden zu lassen. Denn nun liefen auch die gelben Angriffe wieder rund und schon wurden sie gefährlich. Frank wurde rechts angespielt und haute den Ball aus einiger Entfernung ins lange Eck zum 2 : 3 Anschlusstreffer. Sein 5. Tor heute, eine tolle Leistung !!!

Das Tor gab den Gelben Auftrieb und sie verstärkten ihre Angriffe, aber sie mussten stets auf der Hut sein vor den blauen Angriffen, denn die hatten es in sich. Aber Martin konnte einen Gewaltschuss mit den Fäusten übers Tor und den dahinter liegenden Zaun lenken. Die dadurch entstandene kurze Pause tat uns allen gut.

Besonders Markus hängte sich nun rein. Markus wurde kurz danach zentral angespielt und haute den Ball zum 3 : 3 Ausgleich ins Tor. Das Spiel war wieder offen. Markus ging nach seinem Tor ins gelbe Tor, dem gelben Spielfluss tat dies aber keinen Abbruch.

Nun stand Wolfgang im blauen Tor im Brennpunkt. Bei einigen gelben Schüssen reagierte Wolfgang toll und blockte sie alle ab. Und es sollte sich rächen dass die Gelben vorne nicht ihre Chancen verwertet haben. Denn die Blauen nutzten ihre Chancen besser.

So erkämpften sich die Blauen eine Ecke. Die Ecke wurde zentral in die Mitte gespielt, wo Frank sich den Ball erkämpfte. Anstatt aber der Ball wegzuhauen, wollte Frank die Situation spielerisch lösen indem er versuchte, die vor ihm stehenden Blauen auszuspielen.

Beim ersten klappte das noch, aber am zweiten Blauen blieb Frank hängen. So kamen die Blauen in Ballbesitz und spielten ihn zu Amir. Amir behielt die Übersicht und schoss den Ball präzise neben den Pfosten zur 4 : 3 Führung ins Netz.

Markus ging nun wieder raus aus dem Tor, um zu retten was zu retten war für die Gelben und Martin ging wieder ins Tor. Arne war es dann der den erneuten Ausgleich auf dem Fuß hatte. Arne stand frei vor Wolfgang als er angespielt wurde. Arne nahm den Ball auf und schoss ihn aufs Tor, aber Wolfgang reagierte blitzschnell, fuhr sein rechtes Bein aus und lenkte den Ball so noch zur Ecke. Da war mehr drin gewesen für die Gelben.

Kurz danach verließ uns Frank, er musste nach Hause, die Gelben spielten also in Unterzahl. Trotzdem griffen sie unverdrossen an. Aber dann verloren die Gelben vorne den Ball und die Blauen spielten steil auf den nach vorne preschenden Mäthes. Martin kam aus seinem Tor heraus, aber Mäthes war einen Tick eher am Ball als Martin und spitzelte den Ball an ihm vorbei zum 5 : 3 Sieg der Blauen ins Netz.

So beendeten wir unsere Kicks heute und gingen zurück zu den Bänken. Dort schwärmte uns Peter von seinem Wellnesshotel vor, indem er sich letzte Woche erholt hat. Dort hat Peter auch Bekanntschaft mit dem Meditieren gemacht. Ob dies allerdings auf seine Spielweise anwendbar ist, bezweifelten wir etwas. Die Vorstellung, bei Ballbesitz erst einmal tief ein und auszuatmen etc etc schien sich nicht mit unserer Spielweise zu decken. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

 

 

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