Kleine Missverständnisse und andere Widrigkeiten

08.01.2022 13:00 von Chronicle Redakteur Martin

8. Januar

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

kleine Missverständnisse und andere Widrigkeiten

Es war eine sehr wohlwollende Beschreibung von Lucky für die Vorkommnisse die sich die Gelben leisteten und die dann zur Führung der Blauen führte. Denn es war wohl mehr als nur kleine Missverständnisse. Aber dies waren nicht die einzigen Widrigkeiten mit denen wir heute kämpfen mussten. Denn kaum hatten wir angefangen zu spielen, setzten heftige Schneeschauer ein, teilweise sogar ein Schneesturm. Aber wir spielen bei JEDEM Wetter, besonders gerne aber bei Schneesturm !!!

Der Winter hat uns voll im Griff !!! Wie schon am Donnerstag hatte es wieder geschneit und der Platz war mit einer Schneedecke überzogen. Nachdem Arne endlich den richtigen Schlüssel zum Öffnen des Tores gefunden hatte, maß er die Schneehöhe mit seinem Finger: exakt 2,9 cm, wir durften also spielen.

Dieter entjunferte den Platz und dann kamen – nach und nach – insgesamt 11 VEB’ler zu ihrem Kick. Am Anfang sah das noch nicht so aus, da sahen wir fünfe uns schon in der Box spielen, aber dann reichte es doch für ein verkürztes Halbfeld. Frank kam wie immer in kurzen Hosen und das bei diesen Bedingungen, ein richtiger Sommerfrischler im Schneesturm !!! Auch Ludwig war wieder mit dabei, sein Nacken ließ weitgehend ein Spiel zu, nur nach rechts schauen machte Ludwig noch ein paar Probleme.

Viel mehr Probleme hatte er mit dem Bayernspiel gestern, das nicht so gelaufen ist, wie sich das Bayernfans gewünscht hätten. Dieter konnte dem Ergebnis dafür positive Seiten abgewinnen. Nach dem Aufwärmen, dem Eintreffen von Lucky und letzten Korrekturen der Einteilung ging es dann mit 5 Blauen gegen 6 Gelbe los.

Die Blauen spielten mit wechselndem Torwart mit Bllaca, Dieter, Arne, Frank und Wolfgang hatten Anstoß und begannen trotz des Schneebodens ganz flott. Die Gelben mit Martin im Tor und davor mit Mäthes, Flo, Lucky, Ludwig und Pellegrino sahen sich bald ihren Befürchtungen bestätigt, denn die Blauen hatten mit Frank Wolfgang zwei sehr lauffreudige und genauso schnelle Leute vorne. Und Pellegrino sah sich als einziger Läufer bei den Gelben, was ihm nicht so gefiel.

So kamen die Gelben nicht richtig ins Spiel und die Blauen setzten die Gelben gleich richtig unter Druck. Und dem waren die Gelben erst einmal nicht gewachsen. Die Blauen griffen an und schlugen eine hohe Flanke in den gelben Strafraum.

Dort herrschte Verwirrung, doch Flo konnte den halbhohen Ball wegschlagen. Aber nicht weit genug, denn der Ball landete vor dem gelben Strafraum bei Bllaca. Der schlug den Ball wieder in den Strafraum und wieder konnten die Gelben den Ball nicht entscheidend wegschlagen. Wieder landete der Ball bei den Blauen, die ihn wieder in den Strafraum schlugen. Wieder konnten die Gelben den Ball nicht richtig abwehren, der Ball flog hinaus auf die rechte Seite zu Wolfgang (??), der ihn dann in den Rückraum zum heran stürmenden Bllaca spielte. Bllaca nahm den Ball volley und haute ihn zur 1 : 0 Führung ins Netz.

Lucky sprach achselzuckend von kleinen Missverständnissen, aber dem konnte Flo (und auch Martin) nicht zustimmen, da war mehr schief gelaufen bei den Gelben.

Dann aber kamen auch die Gelben ins Spiel und freundeten sich mit dem sehr gewöhnungsbedürftigen Boden an. Trotzdem bedurfte es einigen Aufwand, den Ball auf dem klebrigen Schnee zu kontrollieren. Und das gelang uns heute wahrlich nicht immer.

Die Gelben nutzten nun ihre Überzahl und setzten die Blauen unter Druck. Pellegrino wurde links angespielt, drehte sich und schoss. Bllaca, der gerade im Tor stand, konnte den Ball abwehren, der Ball stieg hoch und landete in der Mitte vor den Füßen von Flo, der keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zum 1 : 1 Ausgleich zu schießen,

Kaum war dieses Tor gefallen, setzte der Schneefall ein. Am Anfang noch etwas dezent, aber der Schneefall wurde im Laufe der Zeit immer intensiver. Zudem kam dann auch noch ein eisiger Wind dazu, besonders im 2. Spiel, sodass wir längere Zeit über in einem richtigen Schneesturm spielten. Aber auch das hielt uns natürlich nicht vom Weiterspielen ab, ganz im Gegenteil, es machte richtig Spaß, denn wir spielen bei JEDEM Wetter, besonders gerne aber bei Schneesturm !!!

Trotz diesen Widrigkeiten blieben die Gelben dominant und bestimmten das Spiel. Pellegrino wurde rechts steil geschickt, rannte aufs Tor zu und schoss ins lange Eck zur 2 : 1 Führung der Gelben. Von den Blauen kam in dieser Phase nicht sehr viel, sie waren zu sehr mit Abwehrarbeiten beschäftigt.

Die Gelben griffen unentwegt an und erspielten sich weitere Chancen. Pellegrino wurde zentral angespielt und haute den Ball zur 3 : 1 Führung ins Tor. Dann aber riss der Faden bei den Gelben etwas und auf der anderen Seite drehten die Blauen nun wieder mächtig auf.

Die Blauen wirbelten nun die Gelben wieder durcheinander und ließen den Ball trotz Bedrängnis geschickt durch ihre Reihen laufen. Besonders Frank und Wolfgang waren ständig in Bewegung und konnten von den Gelben nie unter Kontrolle gebracht werden.

Wieder einmal hatten die Gelben in ihrem Strafraum keinen richtigen Zugriff auf und der Ball kam auf die linke Seite hinaus zu Frank. Frank war außerhalb des Strafraums und schoss. Durch Freund und Feind hindurch flatterte der Ball ins entfernte Eck zum 2 : 3 Anschlusstreffer. Lucky vollzog die Flugbahn des Balles mit einer sehr wellenförmigen Bewegung nach.

Kurze Zeit unterlief Lucky vorne ein Abspielfehler, die Blauen kamen in Ballbesitz und schalteten blitzschnell um. Frank wurde steil geschickt und ihm gelang so der 3 : 3 Ausgleich. Die Gelben hatten ihre Führung leichtfertig verspielt.

Aber das hatten sie sich selber zuzuschreiben, denn Pellegrinos Befürchtung bewahrheitete sich, er war der einzige wirklich schnelle Läufer bei den Gelben. Alle anderen Gelben waren etwas behäbiger und so war das gelbe Spiel zu langsam für überraschende Angriffe.

Wolfgang gelang dann sogar die 4 . 3 Führung und danach kam die Phase der vergebenen Großchancen. Den Anfang machte Ludwig, der rechts völlig frei war und den Ausgleich auf dem Fuße hatte. Aber sein Schuss ging knapp am Kreuzeck vorbei ins Aus.

Wolfgang hatte dann die RIESEN Chance, den Sack zuzumachen. Frank (??) war rechts durchgerannt und passte genau auf Wolfgang am kurzen Pfosten. Flo, der nun bei den Gelben im Tor stand, kam aus seinem Tor heraus, um Schlimmeres zu verhindern. Zu seinem Glück und zum Unglück von Wolfgang traf Wolfgang den Ball nicht richtig, sodass der Ball hoch in die Lüfte stieg, woraufhin Flo ihn im Nachfassen fangen konnte.

Flo warf den Ball dann sofort nach vorne und so kam Pellegrino frei zum Schuss. Aber auch Pellegrino haute den Ball knapp übers Tor. So hatten wir innerhalb von einer Minuten zwei riesen Gelegenheiten, das Resultat zu verändern.

Neben diesen Großchancen gab es noch eine Reihe kleinerer Chancen, ehe dann Wolfgang doch den Sack zumachte mit seinem Tor zum 5 : 3 Sieg der Gelben. Pellegrino war alles andere als glücklich über den Verlauf des Spiels, was man ihm auch deutlich ansah. Nach einer kurzen Pause ging es dann in das 2. Spiel und der Schneesturm wurde stärker.

Martin war nun bei den Gelben wieder im Tor, während die Blauen auf der Torwartposition munter durchwechselten. Die Blauen spielen weiter überlegen und die Gelben tun sich weiter sehr schwer mit den äußeren Bedingungen und vorallem ihrem Spiel.

Die Blauen kamen über rechts setzten Arne (??) ein und der haute den Ball zur 1 : 0 Führung der Blauen ins Netz. Die Gelben antworteten prompt und setzten ihrerseits Pellegrino rechts ein. Mit seinem dritten Tor in Folge erzielte Pellegrino den 1 : 1 Ausgleich.

Viel mehr aber gelang den Gelben nicht mehr im Spiel so sehr sie sich auch mühten. Die Gelben kamen mit den äußeren Bedingungen einfach nicht so gut zurecht. Immer wieder blieb der von ihnen gespielte Ball im pappigen Schnee hängen und ermöglichte so den Blauen viele Konter. Pellegrinos Laune verschlechterte sich immer mehr, was das gelben Spiel zusätzlich belastete.

Mit solchen Problemen hatten die Blauen nicht zu kämpfen. Ganz im Gegenteil, ihr Spiel lief die allermeiste Zeit rund und flüssig, der immer stärker werdende Schneesturm machte ihnen nichts aus.

Frank wurde rechts vorne eingesetzt und lief auf Martin zu. Frank schoss hart und Martin fuhr seinen rechten Arm aus. Martin kam an den Ball, aber der war zu hart geschossen, sodass er trotz Martins Abwehr knapp neben dem Pfosten zur 2 : 1 Führung der Blauen einschlug.

Auch die Gelben wechselten nun häufiger auf der Torwartposition um ein Einfrieren dort zu verhindern. So ging nun Lucky bei den Gelben ins Tor und Martin raus auf die rechte Seite. Aber auch dort konnte Martin das nächste Tor nicht verhindern.

Die Gelben waren im Angriff, Martin sicherte nach hinten ab. Aber die Gelben verloren vorne den Ball und die Blauen schickten sofort Wolfgang steil. Martin lief in den Steilpass, kam aus seiner Sicht auch eigentlich an den Ball, kam aber trotzdem um einen ganz kleinen Tick zu spät, sodass Wolfgang freie Bahn hatte. Wolfgang nahm den Ball auf und versenkte ihn zum 3 : 1.

Die Gelben hatten zwar einige Chancen, aber sie konnten sie einfach nicht verwerten. Pellegrinos Frust über das gelbe Spiel stieg an, was die Motivation der Gelben aber nicht steigerte. Die Blauen spielten weiter ihr konzentriertes und technisch sauberes Spiel.

Arne (??) gelang das 4 . 1 und danach donnerte Pellegrino den Ball anstatt ins Tor weit über das Tor und den dahinter liegenden Zaun. So hatten wir eine kleine Pause, die uns gut tat. Martin ging nun wieder ins Tor, seine Kondition ließ doch zu wünschen übrig. So konnte sich Martin im Tor etwas ausruhen und imposanten Schneesturmfotos schießen.

Aber trotz der kleinen Ruhepause war Martin dann im entscheidenden Augenblick doch nicht schnell genug. Die Blauen hatten hinten den Ball erobert und spielten ihn steil nach vorne auf Wolfgang. Martin kam aus seinem Tor heraus und war diesmal wirklich schneller am Ball als Wolfgang. Martin schlug den Ball weg, traf ihn aber nicht gut genug, sodass der Ball vor Wolfgangs Füßen liegen blieb. Wolfgang konnte so den Ball aufnehmen und ins leere Tor zum 5 : 1 Sieg der Blauen einschießen.

Martin konnte sein Missgeschick nicht verstehen, er hatte doch den Ball getroffen und trotzdem kam Wolfgang an den Ball. Die Mysterien des Fußballs halt. Die Blauen hatten trotz Unterzahl acht Tore am Stück geschossen und in dieser Zeit ist den Gelben nur ein Tor durch Pellegrino gelungen. Das sagt viel über die beiden Spiele aus. Die Mysterien des Fußballs halt.

Statt einer Pause beschlossen wir gleich weiterzuspielen. Aber Bllaca musste nach Hause (warum auch immer) und so war klar, dass ein Gelber zu den Blauen musste. Flo wechselte sein Leibchen und wurde so ein Blauer, was Pellegrino aber erzürnte (warum auch immer). So ging es mit ausgeglichener Mannschaftsstärke in das 3. Spiel.

Dieser Wechsel tat den Gelben gut, denn nun lief ihr Spiel wieder deutlich flüssiger. So kamen die Gelben bald zu Chancen, von denen eine dann Mäthes zur 1 : 0 Führung nutzte. Die Gelben blieben dran und waren weiter leicht überlegen. Und dann gelang auch Ludwig sein Tor heute zur 2 : 0 Führung, sein Nacken hat ihn also nicht mehr behindert.

Und die Gelben hatten weitere Chance, die sie aber nicht nutzten konnten. Aber auch die Blauen hatten ihre Chancen, denn auch sie griffen immer wieder energisch an. Bei einem blauen Konter hatten die Gelben keinen Zugriff auf den Ball, die Blauen kombinierten schön im gelben Strafraum und spielten den Ball dann auf die rechte Seite zu Flo. Flo hatte freie Bahn und haute den Ball zum 1 : 2 Anschlusstreffer ins Netz.

Da wir alle inzwischen doch recht müde waren, beschlossen wir das golden Goal, das nächste Tor also sollte das Spiel beenden. Das hatte zunächst Martin auf dem Fuß. Martin kam über rechts und wurde knapp vor dem Tor angespielt. Martin schoss den Ball mit links aufs Tor, aber Martin hatte keinerlei Kraft in den Schuss gelegt, sodass nur eine müde Rückgabe dabei heraus kam statt dem golden Goal.

Aber auch Ludwig und Pellegrino machten es bei ihren Chancen nicht besser. Auch sie vergaben ihre Chancen, wenn auch nicht so kläglich wie Martin zuvor. Besser machte es dann Frank bei einem der blauen Angriffe. Frank kam von links, wurde angespielt und haute den Ball an einigen Gelben vorbei ins entfernte Eck zum 2 : 2 Ausgleich.

So beendeten wir unsere Schneesturm-Kicks heute und gingen erschöpft, aber befriedigt nach Hause. Nur Pellegrino war noch etwas sauer und konnte sich nicht so richtig beruhigen. Von seinem südländischen Temperament sind wir doch einiges entfernt, wie Dieter dazu meinte.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



Zurück

Einen Kommentar schreiben