Sieht aus wie 60, spielt aber wie 30

06.01.2022 13:00 von Chronicle Redakteur Martin

6. Januar

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Sieht aus wie 60, spielt aber wie 30

Das hat Arne nun davon, dass er mit uns VEB’lern seinen Geburtstag feiert. Als Wolfgang Arne gratuliert hatte, fragte Wolfgang, wie alt Arne denn geworden sei. 54 sagte Arne, was bei Wolfgang etwas Erstaunen hervor rief und ihn zu folgendem Ausspruch veranlasste: „Du siehst aus wie 60, spielst aber wie 30“. Fußballerherz, was willst du mehr. Und auch wettermäßig war unser Heilig-drei-König-Kick heute sehr abwechslungsreich, von Schneeschauer mit Wind bis zu herrlichem Sonnenschein wurde alles geboten.

Kaum sind wir heute Morgen aufgewacht, setzte ein heftiges Schneegestöber ein und verwandelte die Umwelt in eine winterliche Landschaft. So war der Platz jungfräulich weiß als wir ihn erblickten. Aber nicht lange, denn Dieter, Arne und Bllaca entjungferten ihn alsbald. Außer den dreien kamen dann noch sechs weitere VEB’ler, sodass wir insgesamt zu neunt waren. Ludwig musste kurzfristig leider wegen Nackenproblemen aussetzen, wir hätten ich gut gebrauchen können.

Erst einmal gratulierten wir Arne und auch Dieter zu ihren Geburtstagen um uns dann einspielen und mit dem Schnee vertraut zu machen (so gut dies halt ging). Derweil machte Pellegrino dankenswerter Weise die Außenlinien frei, er ging förmlich auf dem Strich. Pellegrino beschwerte sich, dass ihm dabei niemand geholfen, habe, was nicht ganz stimmt, denn Martin hatte immerhin die 2 ½ Meter der Torlinie des vorderen Tores freigelegt. Die Mannschaften bestimmten sich wie von selbst und so ging es dann mit 5 Gelben gegen 4 Blaue los.

Die Blauen mit Bllaca, Klaus, Wolfgang und Arne spielten ohne festen Torwart, der letzte Mann war automatisch in dieser Rolle. So hatten die Blauen vier sehr schnelle, technisch versierte und wendige Feldspieler und setzten die Gelben mit Flo im Tor und davor mit Martin, Mäthes, Dieter und Pellegrino gleich richtig unter Druck.

Die Blauen waren also von der ersten Sekunde an hellwach, was für die Gelben nicht zutraf. So konnten die Blauen bei ihrem ersten Angriff links Wolfgang steil schicken, der alleine und unbedrängt auf Flo zulief und ihm keine Chance ließ, es stand sehr früh 1 : 0 für die Blauen.

Obwohl der Boden durch den Schnee schwer bespielbar war und der Ball dadurch sehr viel Eigenleben hatte, kamen die Blauen mit diesen Verhältnissen viel besser zurecht als die Gelben. Die Blauen waren schnell und beweglich und trotz Unterzahl hatten sie immer einen freien Mann zum Anspielen. Die Gelben bekamen so überhaupt keinen Zugriff auf den Ball und das Spiel. Auch geistig waren die Blauen viel präsenter und stets hellwach.

All dies traf auf die Gelben – meistens – nicht zu. Die Gelben bewegten sich viel bedächtiger bis auf Pellegrino, der sich vorne abmühte, um wenigstens etwas Schwung ins gelbe Spiel zu bringen. Aber das gelang eher selten, denn die Gelben leisteten sich zudem viele Fehlpässe, sodass Pellegrino vorne meist alleine auf verlorenem Posten stand. Mit anderen Worten, die Gelben spielten grottenschlecht !!!

Und diese gelben Fehlpässe nutzten die Blauen gnadenlos aus. Nach einem gelben Ballverlust vorne wurde wieder Wolfgang steil geschickt, wieder hatten Flo keine Chance und es stand 2 : 0.

Dann endlich besserte sich das gelbe Spiel und so kamen auch die Gelben langsam zu Chancen. Die Gelben nutzten nun die Tatsache, dass die Blauen keinen festen Torwart hatten und das blaue Tor so meistens leer war. So konnte Pellegrino nach einem schönen Angriff auf 1 . 2 verkürzen.

Aber die Blauen konterten nicht nur, sie zeigten auch trotz ihrer Unterzahl sehr schnelle und schöne Kombinationen. Immer in Bewegung und immer anspielbar machten sie es den Gelben beinahe unmöglich, an den Ball zu kommen. Am Ende solch einer schönen Kombination wurde Wolfgang frei gespielt. Wieder hatte Flo keine Chance, als Wolfgang den Ball zum 3 : 1 ins Tor schoss. Der erste Hattrick dieses Jahr durch den Torschützen des 1. Tores dieses Jahr: Ehre, wem Ehre gebührt !!!

Dann plötzlich ging es Schlag auf Schlag, es fielen drei Tore innerhalb von drei Minuten. Den Anfang machte Mäthes mit seinem Tor zum 2 : 3 Anschlusstreffer. Die Blauen hatten Anstoß, verloren aber den Ball beinahe sofort wieder und so konnte sich Pellegrino den Ball links schnappen und in das verlassene blaue Tor schießen zum 3 : 3 Ausgleich.

Wieder hatten die Blauen Anstoß und diesmal machten sie es viel besser. Sie schickten rechts Arne steil. Arne nahm den Ball mit und lief aufs Tor zu. Arne holte aus und schoss den Ball hart zwischen Flo und dem kurzen Pfosten ins Tor zum 4 : 3 für die Blauen. So kam Arne zu seinem Geburtstagstor !!!

Flo nahm diesen Treffer auf seine Kappe, den Ball hätte er nach eigenem Bekunden halten müssen. Nach diesem Treffer durfte Flo raus und Martin ging ins gelbe Tor. Aber auch Martin konnte das bald danach gefallene 5 : 3 für die Blauen nicht verhindern. Da dieses Spiel sehr kurz war, beschlossen wir ohne Pause und ohne Seitenwechsel sofort weiter zu spielen.

So ging es übergangslos ins 2. Spiel. Trotzdem tat diese ganz kurze Unterbrechung den Gelben sehr gut, denn sie spielten nun wie ausgewechselt. Plötzlich lief auch bei ihnen der Ball und sie konnten die Blauen so gehörig unter Druck setzen.

Gleich bei ihrem ersten Angriff gelang den Gelben durch Pellegrino das 1 : 0 und somit die erste Führung für die Gelben heute. Martin meinte wir sollten aufhören, er glaubte wohl nicht, dass es besser werden könne für seine Gelben. Aber da hatte er sich mächtig getäuscht.

Obwohl es immer noch den einen oder anderen Fehlpass und auch Missverständnisse bei den Gelben gab, blieben sie spielbestimmend. Bald gelang den Gelben das 2 : 0 und wie im ersten Spiel, nur andersherum,  gelang den Blauen kurz danach der Anschlusstreffer zum 1 : 2 durch Klaus.

Und wie im ersten Spiel folgte darauf das 3 : 1. Die Gelben hatten Ecke, die Pellegrino schoss. Aus seiner Torwartperspektive meinte Martin, Pellegrino sei es gelungen, diesen Eckball direkt zu verwandeln, aber dem war nicht so. Denn der Ball erreichte Flo, der den Ball mit dem Außenrist dann ins lange Eck zum 3 : 1 beförderte. Trotzdem ein schönes Tor.

Anders als im ersten Spiel kamen die Blauen nun nicht auf 3 : 3 heran, obwohl auch sie ein paar Chancen hatten. Klaus kam alleine auf Martin zugerannt und schoss hart. Aber Martin konnte den Ball über das Tor und auch über den dahinter liegenden Zaun boxen, sodass wir die erste kurze Ruhepause hatte als Bllaca den Ball holten.

Die größte blaue Chance aber hatte Wolfgang. Wolfgang wurde dank seiner Schnelligkeit schön frei gespielt und hatte das quasi leere Tor vor sich. Wolfgang lief noch ein, zwei Schritte und schoss dann. Aber Martin war inzwischen wieder auf seinem Posten und konnte den Ball gerade noch vor der Linie wegschlagen. Darauf war Martin mächtig stolz !!!

Da machten es die Gelben schon besser. Denn ihnen gelang dann das 4 : 1, ehe Pellegrino den Sack mit seinem Tor zum 5 : 1 endgültig zumachte. Nun endlich gab es eine Pause und die Gelben gingen zu den Bänken zurück, während die Blauen auf dem Feld blieben, um sich zu besprechen.

So kam es, dass am Ende der Pause die Seiten wieder nicht gewechselt wurden. Dreimal hintereinander auf dasselbe Tor gespielt, das hatte es beim VEB auch noch nicht gegeben. Aber das sollte nicht die einzige Besonderheit dieses 3. Spiels bleiben.

Zum einen kam zu Beginn des 3. Spiels die Sonne heraus, was uns richtig freute. Bei den Gelben war nun Pellegrino im Tor, was sich für das gelbe Spiel dann negativ auswirkte. Trotzdem gelang Mäthes (??) die 1 : 0 Führung, dann aber machte sich Pellegrinos Abwesenheit auf dem Feld deutlich bemerkbar, denn nun drehte die Blauen mächtig auf. Sie zogen wieder ihr sehr gefährliches und nicht zu unterbindendes Kombinationsspiel auf und kamen durch Klaus (??) bald zum Ausgleich.

Wie konfus die Gelben bei dem blauen Angriffswirbel waren, zeigte sich beim 2 : 1. Die Blauen kamen über links und schossen an die Latte. Von dort sprang der Ball vor die Füße von Flo, der den Ball wegschlug, aber nicht richtig traf. So kam der Ball zurück zu Klaus, der ihn wieder ins gelbe Zentrum spielte. Wieder bekamen die Gelben den Ball nicht unter Kontrolle und so wanderte der Ball hinaus auf die rechte Seite von wo aus die Blauen den Ball zurück zu Bllaca legten. Der hatte aus dem Rückraum freie Bahn und haute ihn zur 2 : 1 Führung der Blauen ins Netz.

Die Blauen blieben dominant und setzten die Gelben weiter unter Druck. Die Blauen kamen über links und flankten flach quer nach innen. Diesem Ball rannten nun Pellegrino aus seinem Tor heraus und Klaus hinterher. Wie zwei Gazellen rannten sie dem Ball hinterher und hinter dem langen Pfosten prallten die Beiden dann aufeinander und beide fielen hin.

Es gab keine Diskussion, Pellegrino hatte Klaus klar berührt und zu Fall gebracht, es gab Elfmeter für die Blauen. Arne als Geburtstagskind durfte den Elfmeter ausführen. Arne legte sich den Ball zurecht und haute ihn hoch neben dem Pfosten zum 3 : 1 ins Netz.

Nach diesem Treffer ging Pellegrino aus dem Tor und Mäthes ging dafür zwischen die Pfosten. Dieser Wechsel tat den Gelben gut, denn nun hatten sie vorne wieder eine Anspielstation, die für Gefahr sorgte. Das konnte man von der bisherigen Anspielstation Martin wahrlich nicht behaupten.

Aber dieser Wechsel konnte das 4 . 1 durch die Blauen nicht verhindern, das Spiel schien gelaufen. Aber die Gelben gaben nicht auf und zogen nun ihrerseits ihr gefährliches Kombinationsspiel auf. Und die Gelben nutzten nun wieder den Umstand, dass die Blauen ohne Torwart spielten.

Pellegrino wurde vorne angespielt und zog davon. Arne stand noch vor ihm, aber Pellegrino lieferte sich ein erbittertes Laufduell mit Arne, das Pellegrino ganz knapp gewann. So konnte Pellegrino den Ball ins leere Tor zum 2 : 4 schießen.

Martin hätte kurz darauf auf 3 : 4 verkürzen können. Martin kam über links und wurde angespielt. Martin nahm den Ball mit und schoss mit der Pike. Aber der Ball prallte nur an den Außenpfosten und von dort ins Aus. Da war mehr drin gewesen.

Dann zeigten die beiden Oldies Flo und Martin, dass sie auch noch gefährlich werden konnten. Flo wurde rechts angespielt und hatte Wolfgang (??) vor sich. Flo täuschte einen Rückpass an, drehte sich dann aber blitzschnell in Richtung blaues Tor und ließ Wolfgang so ins Leere laufen.

Flo hatte frei Bahn und nutzte sie. Er lief noch ein paar Meter und flankte dann in die Mitte, wo Martin mitgelaufen war. Martin war völlig frei, stoppte den Ball und schoss ihn gegen die Laufrichtung des zurück eilenden Bllaca neben den Pfosten ins Netz zum 3 : 4 Anschlusstreffer.

Martin hatte danach noch zwei Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Bei seiner größten Chance hätte er dies machen MÜSSEN !!! Pellegrino hatte sich rechts durchgespielt und passte dann in die Mitte, wo Martin mitgelaufen war. Martin stand vor dem leeren Tor und schoss. Aber er traf den Ball nicht richtig, sodass der Ball an die Unterkante der Latte sprang und von dort zurück ins Feld vor die Füße von Bllaca. Martin ärgerte sich mächtig über dieses Missgeschick !!!

Bei einem der nächsten gelben Angriffe wurde Mäthes rechts steil geschickt und Bllaca als letzter Mann stellte sich ihm in den Weg. Mäthes schoss und Bllaca wehrte den Ball deutlich außerhalb des Strafraums mit den Händen ab. Handspiel als letzter Mann, das war eine klare rote Karte. Da wir aber ohne Karten spielen, gab es „nur“ Freistoß für die Gelben.

Mäthes legte sich rechts den Ball zurecht und visierte das Tor an. Alle rechneten mit einem der gefürchteten linken Mäthes-Hammer, aber Mäthes schob den Ball blitzschnell auf den gut postierten Martin. Nur Martin hatte damit nicht gerechnet und war zu verdattert, um den Ball anzunehmen. So flog der Ball unbehelligt ins Tor aus. Shit happens !!!

Aber auch Dieter hätte den Ausgleich schießen, beziehungsweise köpfen können. Die Gelben hatten Ecke, die wie immer Pellegrino herein gab. Der Ball flog hoch auf den zweiten Pfosten, wo Dieter hochstieg. Dieter drückte den Ball schulbuchmäßig nach unten, aber unschulbuchmäßig auch knapp am Tor vorbei.

Dann aber konnten die Gelben doch noch ausgleichen und Flo belohnte sich für sein aufopferungsvolles Spiel mit dem Tor zum 4 : 4. Das golden Goal musste entscheiden. Den Blauen schwanden nun doch immer mehr die Kräfte, ihr kräfteraubendes Kombinationsspiel forderte seinen Tribut.

Und dies nutzten die Gelben nun gnadenlos aus. Wieder konnten die Gelben hinten den Ball erobern und schickten Pellegrino rechts steil. Pellegrino hatte nur noch Bllaca vor sich und lief auf ihn zu. In der Mitte liefen Flo und Martin mit, während die restlichen Blauen vorne stehen blieben.

So hatte Bllaca nun plötzlich drei Gelbe gegen sich und gab den Kampf auf. Bllaca ließ Pellegrino widerstandlos passieren und Pellegrino konnte so den Ball unbehelligt zum 5 : 4 Sieg der Gelben ins Tor schieben.

Das dritte Spiel hatte somit einen merkwürdigen Verlauf. Erst führten die Gelben mit 1 : 0, dann die Blauen mit 4 : 1 und zum Schluss gewannen die Gelben doch noch mit 5 : 4. Das passiert uns auch nicht jeden Tag.

Obwohl es erst 9:15 Uhr, beschlossen wir, aufzuhören, wir waren zu kaputt für ein viertes Spiel. Der Schnee und die viele Laufarbeit hatten ihren Tribut gefordert. Glücklich, aber mit den Leistungen nicht ganz zufrieden beendeten wir so unsere 3-König-Kicks und gingen zum Pavillon, wo uns Arne zu einem Umtrunk eingeladen hatte.

Arne ließ sich nicht lumpen und servierte uns Bren, selber gemachten Obaztn (sehr gut !!!), Würstchen, Käse und Trauben nebst einem Münchner Bier. Nachdem von Klaus angestimmten Geburtstagsständchen griffen wir beherzt zu und ließen es uns schmecken. Markus kam dann auch noch, um mit uns zu feiern.

Hier das Video des Geburtstagsständchens

So wurde es eine angeregte Feier. Aber die Kälte setzte uns dann immer mehr zu, sodass wir dann doch nach einiger Zeit verfroren nach Hause gingen.

VIELEN Dank Arne für diese Feier !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



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