Die blauen Blackout-Kicker

12.06.2021 12:30 von Chronicle Redakteur Martin

12. Juni

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

die blauen Blackout-Kicker

Das war ein Tag zum Vergessen für die Blauen. Ob es an den neuen Wechsel-Leibchen lag, ist sehr ungewiss, aber irgendeine Ursache muss es doch gegeben dass bei den Blauen heute nicht viel klappte (positiv ausgedrückt). Dieter meinte dazu nur: 10 : 2 verloren, der Tag ist gelaufen. Nun ja, der ganze Tag bestimmt nicht, aber der Samstagskick schon. Wie das halt so ist im Fußball, mal verlieren wir, mal gewinnen die anderen.

Bei herrlichem Sommerwetter trafen sich heute 13 VEB’ler zu ihrem Kick. Pellegrino war nach dem Lockdown auch wieder mit dabei. Markus kam in Zivil, seine Achillessehne macht ihm noch Probleme, dafür aber mit den lange angekündigten Wechsel-Leibchen. Jeder durfte sich eines abholen und Markus gab gleich die neue Regel aus: Das Leibchen wechseln während des Spiels kostet einen Kasten Bier. Ludwig dazu nur, dass ihm das wert wäre, wenn er dadurch in die bessere Mannschaft kommt. Aber trotz dieser Aussage blieb Ludwig heute seinem Leibchen treu, obwohl er allen Anlass zum Wechseln gehabt hätte.

Wolfgang teilte dann zusammen mit Markus die Mannschaften ein und so ging es dann mit 7 Blauen gegen 6 Gelbe los. Die Gelben mit Jörg im Tor, Robert und Mäthes in der Abwehr und davor mit Thomas, Pellegrino und Peter hatten Anstoß und starteten den ersten Angriff. Den konnten die Blauen mit Martin im Tor (dort stand er nur, weil er seine Digicam im Tor ablegte, das Spiel begann und sonst keiner ins Tor wollte: Shit happens), Arne, Dieter und Flo in der Abwehr, Frank und Ludwig im Mittelfeld und vorne mit Wolfgang.

Aber kaum hatten die Blauen den Ball, überfiel sie der Blackout. Nichts, aber auch garnichts ging bei ihnen zusammen. Jeder Pass ein Fehlpass, kein Dribbling gelang, es war fürchterlich. So hatten die Gelben schnell wieder den Ball und Martin bekam mächtig was zu tun, denn die Gelben waren so fast immer im Angriff.

Die Gelben hatten solche Blackout-Probleme nicht, bei ihnen lief trotz Unterzahl der Ball schnell und kontrolliert durch ihre Reihen und sie spielten einen sehr gepflegten Fußball. So ging das einige Zeit, und dann kam ganz gemächlich Guiseppe zu uns. Guiseppe hatte seinen Freund Boban dabei und nach kurzer Diskussion wurde Guiseppe ein Blauer und Boban ein Gelber.

Am Spiel änderte dies wenig, ganz im Gegenteil, die Gelben wurden noch besser, denn Boban war eine Verstärkung, Guiseppe dagegen eher nicht. Jörg genoss so einen sehr ruhigen Tag, was man von Martin wahrlich nicht sagen konnte. Aber die ganz gefährlichen Situationen konnten die Gelben noch nicht erzeugen, sodass Martin stets Herr der Lage war.

Dann aber machten die Gelben ernst. Peter wurde wunderbar steil geschickt, nahm den Ball an und rannte alleine auf Martin zu. Martin kam aus seinem Tor heraus, verkürzte den Winkel und konnte so Peters Schuss abblocken. Aber der Ball flog genau vor die Füße des mitgelaufenen Thomas, der den Ball ohne Probleme im leeren Tor unterbrachte. Es stand verdientermaßen 1 : 0 für die Gelben.

Aber schon im Gegenzug wurde es zum ersten Mal richtig gefährlich vor Jörgs Tor. Vom Anstoß an wurde Frank rechts steil geschickt, nahm den Ball mit in Richtung Tor und schoss. Aber der Ball klatschte nur an den Außenpfosten anstatt ins Tor. Das war dann aber auch für lange Zeit der letzte Schuss auf das gelbe Tor von den Blauen.

Denn ihr Blackout hielt unvermindert an und die Gelben blieben klar spielbestimmend. Und sie waren nun auch richtig gefährlich. Immer wieder tauchten sie trotz Unterzahl alleine vor Martin auf, der Kopf und Kragen riskieren musste, um schlimmeres zu hindern. So kam Pellegrino auf Martin zugelaufen und schoss. Martin konnte abwehren (hatten dabei aber Angst um seine Nase), der Ball fiel Pellegrino wieder vor die Füße, aber sein Nachschuss ging knapp am Pfosten vorbei.

Auch gegen Peter musste Martin retten, aber dann halfen all seine Rettungstaten nichts mehr, es fiel das 2 : 0. Wieder kamen die Gelben über links und eigentlich schien die Situation bereinigt, als Frank an den Ball kam. Aber Frank bekam den Ball nicht unter Kontrolle, Peter bedrängte ihn, kam an den Ball und lupfte den Ball über Frank hinweg. Das anschließende Laufduell gewann Peter, Martin kam aus seinem Tor heraus und im Fallen spitzelte Peter den Ball mit seinem rechten Außenrist an Martin vorbei ins lange Eck, es stand 2 : 0 für die Gelben.

Diesmal gab es keine prompte blaue Reaktion, der blaue Blackout baute sich nur sehr langsam ab. Nur so gaaaanz langsam kamen die Blauen besser ins Spiel, aber gefährlich waren sie beileibe nicht. Ganz im Gegensatz zu den Gelben, die sich eine Chance nach er anderen erspielten.

Und das brachte die blaue Abwehr ganz schön ins Schwitzen und vorallem durcheinander. Pellegrino kam von links und legte sich den Ball weit vor. Flo hätte den Ball problemlos erreichen können, aber er meinte, dass hinter ihm Martin sei, der den Ball aufnehmen würde. Falsch gedacht, denn hinter Flo war nur eine Lücke, in die Pellegrino stieß, den Ball annahm und ihn zwischen Martins Beine hindurch zur 3 : 0 Führung ins Netz schoss.

Dann endlich kamen auch mal die Blauen wieder gefährlich vor Jörgs Tor. Ludwig spielte einen Traumpass steil in die Mitte, wo Wolfgang sich frei gelaufen hatte. Wolfgang nahm den Ball an und schob ihn kurz vor Jörg ins Eck zum 1 : 3. Effizient waren die Blauen ja vorne, jeder Schuss aufs Tor ein Tor. Aber solche Effizienz nutzt wenig, wenn man wie die Blauen in einem Spiel nur einmal aufs Tor schießt.

Denn die Gelben blieben klar spielbestimmend, auch wenn die Blauen langsam anfingen Fußball zu spielen. Aber trotzdem spielte sich das Spiel hauptsächlich in der blauen Hälfte ab. Wieder wurde Pellegrino angespielt und wieder war Pellegrino trotz aller Versuche der Blauen nicht vom Ball zu trennen. Die Blauen bekamen einfach keinen Zugriff auf den Ball und so konnte Pellegrino den Ball ungehindert ins lange Eck schießen zum 4 : 1 für die Gelben.

Und die Gelben hatten weitere große Chancen. Eine hohe Flanke segelte auf die linke Seite und senkte sich vor Robert. Robert nahm den Ball volley und schoss auf den kurzen Pfosten. Aber dort war Martin postiert und konnte ihn Ruhe zusehen, wie der Ball an den Außenpfosten klatsche und von dort ins Aus. Peter meinte dazu nur, dass er gedacht hätte, dass Robert einen Flugkopfball auf Grasnarbenhöhe hätte machen sollen.

Bei einem weiteren Pfostenschuss der Gelben wäre Martin aber nicht zur Stelle gewesen, da hatte er Glück gehabt. Und dann haute Arne bei einem der wenigen blauen Angriffe den Ball hoch übers Tor und auch noch über den Zaun. Die durch das Ball holen entstandene Pause nutzten wir auf Geheiß von Jörg zu einer Trinkpause.

Die dauerte aber nicht allzu lange und dann ging es weiter. Martin durfte einen Ball wegfausten und so entspann sich eine kurze Diskussion mit Flo, ob es nicht sonnvoller gewesen wäre, den Ball zu fangen.

Kurze Zeit später gab es Einwurf für die Gelben, der Ball kam rechts zu Peter. Peter lief ein paar Schritte und flankte dann in Kopfhöhe quer vors Tor. Martin wollte nach der vorherigen Diskussion den Ball fangen, aber das misslang Martin ohne Torwarthandschuhe (die lange 60 Meter weiter im Rucksack). So rutschte der Ball Martin aus den Händen und fiel dem mitgelaufenen Robert vor die Füße. Und der hatte keine Probleme, den Ball aus einem Meter Entfernung über die Linie zum völlig verdienten 5 : 1 Sieg der Gelben ins Netz zu schießen.

Danach gab es nur eine kurze Pause, die letzte Trinkpause lag ja nur wenige Minuten zurück und so wechselten wir eigentlich nur die Seiten. Bei den Blauen ging nun Guiseppe ins Tor und Martin rückte auf die linke Abwehrseite. So ging es ins 2. Spiel.

Ob dieser Wechsel das blaue Spiel beflügelte sei einmal dahin gestellt, aber kaum wurde Martin kurz nach Beginn angespielt, schickte er Wolfgang mit einem Traumpass steil. So tauchte Wolfgang alleine vor Jörg auf, konnte ihn aber nicht überwinden, da sich Jörg geschickt in Wolfgangs Schuss warf und ihn so entschärfen konnte.

Kurz danach war es Ludwig, der wieder Wolfgang steil schickte, diesmal zentral. Wieder tauchte Wolfgang alleine vor Jörg auf und wieder konnte Wolfgang Jörg nicht überwinden. In diesen ersten Minuten hatten die Blauen also schön öfters aufs gelbe Tor geschossen als im gesamten ersten Spiel !!!

Das blaue Spiel lief nun viel besser und sie bestimmten das Spiel in dieser Anfangsphase. Und so belohnten sich für ihr engagiertes Spiel. Ludwig wurde zentral angespielt und schoss (oder flankte er, Ludwig wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern). Auf jeden Fall flog der Ball scharf rechts vom Tor auf den dort postierten Flo zu. Geistesgegenwärtig riss Flo sein Bein hoch und schoss so den Ball ins lange Eck zur 1 : 0 Führung der Blauen.

Die Blauen hätten diese Führung leicht ausbauen können, denn vorallem Wolfgang hatte in der Folgezeit weitere große Chancen. Wolfgang hätte in diesem Spiel fünf Tore schießen können, aber er schoss entweder vorbei oder scheiterte wie auch andere Blaue an dem hervorragend haltenden Jörg.

So aber kamen die Gelben wieder ins Spiel und prompt wurden sie gefährlich. Bei einem ihrer ersten Angriffe in diesem Spiel war es Peter, der den Ball an Guiseppe vorbei ins lange Eck haute zum 1 : 1 Ausgleich.

Das Spiel war nun ausgeglichen, es gab Chancen auf beiden Seiten und vorallem Jörg verhinderte mit Glanzparaden, dass die Blauen erneut in Führung gingen. Von solchen Glanzparaden war Guiseppe weit entfernt. Denn Guiseppe konnte kaum keinen Ball halten, beinahe alle Schüsse auf sein Tor waren so platziert, dass sie drin waren. Martin spielte im Spielaufbau einen Fehlpass, der Ball erreichte einen Gelben statt wie geplant Arne und schon starteten die Gelben einen gefährlichen Konter. An dessen Ende lag der Ball zur 2 : 1 Führung der Gelben im Netz.

Die Blauen wehrten sich energisch, hatten aber Pech, als sie nur den Pfosten trafen. Oder sie schossen wie Ludwig und Wolfgang zu ungenau und trafen nur das Außennetz. Wer so viele Chancen ungenutzt liegen lässt, darf sich nicht wundern, wenn er nicht gewinnt.

Da waren die Gelben viel effizienter. Pellegrino wurde steil angespielt, nahm den Ball mit und lief alleine auf Guiseppe zu. Guiseppe kam viel zu langsam aus seinem Tor heraus und so konnte Pellegrino den Ball ungehindert an ihm vorbei zur 3 . 1 Führung der Gelben ins Netz schieben.

Die Blauen ließen nun mächtig nach und die Gelben wurden immer besser. Wir durften dann zwei Bauchlandungen erleben. Die erste machte Peter (eine von vielen heute), als Ludwig ihn anschoss und Peter schmerzverzerrt sich am Boden wälzte. Aber auch Dieter erwischte es. Im Rückwärtslaufen einem hohen Ball nach blieb Dieter mit den Stollen im Gras hängen und fiel auf die Schulter. Es hat ziemlich weh, aber zum Glück konnte Dieter als auch Peter weiter spielen.

Die Gelben setzten die Blauen nun mächtig unter Druck und das Spiel wurde zu einer blauen Abwehrschlacht. Die blaue Abwehr hielt dem lange stand, aber dann griffen die Gelben beherzt mit Pellegrino über rechts an. Pellegrino konnte ungestört quer spielen und erreichte so den mitgelaufenen Thomas am langen Pfosten, der den Ball ungehindert zum 4 : 1 ins Netz schieben konnte.

Die Blauen gaben sich nun ganz auf und fragten sich, ob es nicht schon 9:30 Uhr sei. War es aber noch nicht, die Blauen mussten noch 8 Minuten aushalten. Die Blauen waren mit ihren Kräften körperlich und mental am Ende und so hatten die Gelben leichtes Spiel. Sie kamen wieder über rechts, diesmal mit Robert. Robert flankte ungehindert auf die linke Seite zu Mäthes, der den Ball aufnahm und auf Guiseppe zulief. Wieder kam Guiseppe eher widerwillig auf seinem Tor heraus, sodass Mäthes den Ball problemlos an ihm vorbei zum 5 : 1 Sieg der Gelben einschießen konnte. Das blaue Leiden hatte ein Ende gefunden !!!

So beendeten wir dieses Spiel und Dieter meinte enttäuscht: 10 : 2 verloren, der Tag ist gelaufen. Nun ja, aus Sicht der Gelben sah das anders aus: mal gewinnen wir, mal verlieren die anderen.

Boban hat es auf jeden Fall gut bei uns gefallen und er möchte gerne wieder kommen. Wenn das kein guter Ausklang für unsere heutigen Kicks ist !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



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Kommentar von Wolfgang Bähr | 13.06.2021

Danke Martin für deinen Superbericht..man ist da wirklich irgendwie dabei und hört die Karten und Pfosten krachen..aber pass auf mit deinen Fingern ohne Torwarthandschuhen, auch wenn du kein Konzertpianist bist
Lieben Gruß aus dem Verletztenstand...muss noch 4? Wochen pausieren ..
Dein Kamerad Wolfgang

Kommentar von Wolfgang Bähr | 13.06.2021

KORREKTUR der Korrektur
Ich meinte man hört die 'Latten' und nicht die Karten krachen, wenn auch einige unserer VEB ler begeistert Schafkopfer sind...

Kommentar von Wolfgang Bähr | 13.06.2021

KORREKTUR der Korrektur
Ich meinte man hört die 'Latten' und nicht die 'Karten' krachen, wenn auch einige unserer VEB ler begeistert Schafkopfer sind...