Dominanz ist keine Garantie für Siege

03.10.2020 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

3. Oktober

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Dominanz ist keine Garantie für Siege

Die Blauen waren heute eigentlich klar überlegen und setzten die Gelben immer wieder massiv unter Druck. Das Spiel fand hauptsächlich in der gelben Hälfte statt und es gab viele Chancen für die Blauen. Aber all das war halt keine Garantie für einen glatten Sieg, auch wenn das am Anfang einige Gelbe so befürchtet haben. Aber die Gelben hatten auch viel eisernen Willen, wie sich bei Pellegrino zeigte, der trotz Zerrung in der Schulter mit angelegtem Arm spielte.

Bei schönem, herbstlichem Föhnwetter trafen sich heute 19 VEB’ler zu ihrem Kick. Zudem ist auch noch Thomas gekommen, ein Arbeitskollege von Clemens, wir waren also 20 Kicker heute. Nach dem üblichen Aufwärmen, das diesmal sehr lange dauerte, verteile dann Wolfgang mit Hilfe von Ali die Leibchen, während andere die Tore auf die 5-Meter Linie setzten. So ging es dann einiger Verspätung mit 10 Blauen gegen 10 Gelbe auf dem Großfeld los.

Die Gelben mit Martin im Tor, Clemens, Dieter und Ali in der Abwehr, im Mittelfeld mit Bllaca, Ludwig und Pellegrino und vorne mit Klaus, Jörg und Tom hatten Anstoß. Aber sie kamen nicht weit und so kamen die Blauen mit Wolfgang im Tor, Mäthes, Peter und Robert in der Abwehr, Lucky, Arne und Frank im Mittelfeld und vorne mit Achim, Wolfgang, dem Ingo sowie Thomas bald in Ballbesitz.

Dieser Anfang war typisch für ein Großteil des gelben Spiels heute, denn sobald es in die blaue Hälfte ging, stieg mit jedem Meter in der Blauen Hälfte auch die Fehlpass-Quote der Gelben an. Am Anfang plätscherte das Spiel so gemütlich ohne Höhepunkte vor sich hin. Die Blauen wurden langsam überlegener, allerdings ohne dass sich daraus irgendwelche Gefahren entwickelten.

Die erste richtig gute Möglichkeit hatten dann aber die Gelben. Endlich einmal brachten die Gelben den Ball bis zum blauen Strafraum und schon wurde es gefährlich. Die Gelben kamen über rechts und passten dann quer im blauen Strafraum quer nach links, wo Ludwig völlig frei stand. Ludwig holte aus und schoss, geriet dabei aber leicht in Rücklage, sodass sein Schuss hoch übers Tor flog. Dass kann Ludwig besser, wie er uns später dann auch noch zeigte.

Die Blauen wurden nun immer besser und das Spiel verlagerte sich zusehend in die gelbe Hälfte. Die Blauen waren einfach beweglicher und nutzten die gesamte Breite des Spielfeldes. So fanden die Blauen immer einen freien Mann, den sie problemlos anspielen konnten.

Ganz im Gegensatz zu den Gelben. Deren Spiel war eher statisch, es gab kaum Bewegung und die meisten Gelben hielten sich im Mittelfeld auf, die Außen waren meistens verwaist. So fanden die Gelben nur schwer einen freien Mitspieler und ihr Spiel stockte merklich. Zusammen mit den Fehlpässen in der blauen Hälfte taten sich die Gelben also sehr schwer um ins Spiel zu kommen.

So ergaben sich bald auch für die Blauen erste Chancen. Peter kam aus dem Mittelfeld und wurde angespielt. Peter flankte hoch auf den zweiten Pfosten, aber seine Flanke verfehlte den Kopf von Achim (??) nur ganz knapp. Noch viel knapper verfehlte diese Flanke das Tor, sodass der Ball Zentimeter am Pfosten vorbei ins Ausgeflogen ist. Da hatten die Gelben zum ersten Mal Glück gehabt.

Aber dann half auch kein Glück mehr. Die Blauen hatten sich eine Ecke erspielt, die von der linken Seite getreten wurde. Der Ball flog hoch ins gelbe Zentrum, wo Mäthes völlig ungedeckt stand. Mäthes drückte den Ball mit Wucht und Präzision genau in den Winkel, Martin hatte keine Chance, es stand 1 : 0 für die Blauen.

Die Blauen blieben dran und setzten die Gelben weiter unter Druck. Die Gelben kamen nicht sehr oft über die Mittellinie und wenn, war der Ball meistens sehr schnell wieder weg. So spielte sich das Geschehen immer mehr in der gelben Hälfte ab und die gelbe Abwehr hatte alle Hände und Füße voll zu tun, die blauen Angriffe abzuwehren.

Zu allem Überfluss fiel auch noch Pellegrino nach einen Laufduell mit Thomas unglücklich auf die Schulter und zerrte sie sich. Pellegrino spielte weiter, musste aber bald merken, dass der rechte Arm zu sehr schmerzte. So „schiente Pellegrino den Arm mit Hilfe seines Leibchens und spielte so mit angewinkeltem Arm die Spiele zu Ende.

Wieder gab es eine Ecke für die Blauen von der linken Seite. Martin bestimmte einen Bewacher für Mäthes, aber auch das half nichts. Denn wieder flog der Ball hoch in den gelben Strafraum genau auf den Kopf von Mäthes. Und der drückte den Ball diesmal mit Wucht neben dem langen Pfosten ins Netz, es stand 2 : 0 für die Blauen. Dieter ahnte da schon Böses für seine Gelben und malte sich schon eine 5 : 1 Klatsche für seine Gelben aus.

Der heutige Fairness-Preis geht eindeutig an Thomas, der natürlich noch nicht all unsere Regeln und Gepflogenheiten kennt. Thomas wurde links steil angespielt und nahm den Ball kurz vor der Torauslinie an. Plötzlich stoppte Thomas, ließ den Ball liegen, trabte zurück und rief „Abseits“. Das war wirklich fair, aber wir klärten Thomas dann auf, dass wir ohne Abseits spielen. Die 10-Meter-Regel haben wir ihm noch nicht erklärt.

Wie aus dem Nichts fiel dann der Anschlusstreffer für die Gelben. Endlich einmal kamen auch die Pässe in der blauen Hälfte an und schon wurde es gefährlich. Klaus spielte zentral Jörg an, der den Ball quer nach links auf Tom legte. Und Tom hatte keine Probleme, den Ball im Netz zum 1 : 2 Anschlusstreffer zu versenken. Wenn seine Pässe genauso präzise gekommen wären wie dieser Schuss, die Gelben hätten vorne weniger Probleme gehabt (das gilt eigentlich für die meisten Gelben vorne !!!).

Die Gelben wurden nun etwas besser und starteten schnelle Konter, für ein gepflegtes Aufbauspiel fehlte ihnen immer noch die Präzision und die Beweglichkeit. Die Gelben griffen über die linke Seite an und spielten vorne Tom an. Tom nahm den Ball an, umspielte elegant einen Blauen (Robert ???) und lief dann auf Wolfgang zu. Überlegt setzte Tom den Ball neben den Pfosten und schon hieß es 2 : 2.

Die Blauen schlugen energisch zurück und Ingo hatte dann zweimal Pech. Ingo war jeweils steil mit dem Ball durchgelaufen und flankte dann kurz vor der Torauslinie hoch nach innen. Und zweimal landete der Ball auf der Querlatte. Martin meinte zwar, dass diese Situationen ungefährlich gewesen wären, aber wer weiß, was passiert wäre, wenn die Bälle etwas anders aufs Tor geflogen wären.

Ludwig hatte dann die Spontanidee, das gelbe Tor nach vorne auf die 16-Meter-Linie zu schieben. Er meinte, nur 10 Mann auf dem Großfeld, da müsse man zu viel laufen etc. Die Blauen haben das nicht so recht mitbekommen und waren anfangs doch sehr erstaunt, dass die plötzlich direkt vor dem gelben Tor standen. Auch Dieter ist das passiert, er hätte beinahe im rückwärts laufen Martin über den Haufen gerannt. Aber dann hatten wir uns alle auf das verkleinerte Spielfeld gewöhnt und das Spiel lief weiter.

Richtig Pech hatten dann die Blauen, als Mäthes (?? oder wer es sonst war) scharf aufs gelbe Tor schossen. Martin war schon geschlagen, aber der Ball prallte an den rechten Pfosten und von da ins Geld zurück. Da haben nur wenige Zentimeter zum 3 : 2 gefehlt.

Dann aber fehlten keinerlei Zentimeter mehr. Frank wurde zentral vor dem gelben Strafraum angespielt und nahm Maß. Unhaltbar schlug der Ball neben dem Pfosten in den Winkel zur 3 : 2 Führung der Blauen ein. So gelang Frank sein Nikolas-Geburtstor, zudem ihm seine Blauen alle herzlich gratulierten.

Nun kamen die Gelben endgültig ins Spiel und konnten die Partie ausgeglichener gestalten. Tom wurde über rechts steil eingesetzt, nahm den Ball mit und haute ihn an Wolfgang vorbei zum 3 : 3 Ausgleich ins Netz. Toms drittes Tor in Folge und somit ein lupenreiner Hattrick !!!

Dieses Tor gab den Gelben Auftrieb und sie spielten nun viel befreiter auf. Ihre Pässe kamen besser an auch wenn sie ihr Spiel im Mittelfeld immer noch etwas statisch gestaltete. Aber die Gelben hatten ja Pellegrino in ihren Reihen, der trotz dem angewinkelten Arm immer noch das Spiel der Gelben mit gestaltete, eine tolle Leistung !!!

Klaus wurde links steil geschickt und nahm den Ball auf. Klaus rannte an einem Blauen nach dem anderen vorbei, umspielte alle, die sich ihm in den Weg stellten und schloss dieses tolle Solo mit einem strammen Schuss zur 4 : 3 Führung der Gelben ab. Die erste gelbe Führung heute !!!

Das Spiel war nun sehr ausgeglichen und die gelbe Abwehr hatte immer noch viel zu tun, um sich der variablen Blauen Angriffe zu erwehren. Clemens und vorallem Ali musste Schwerstarbeit leisten und das taten sie mit Bravour.

Und dann zeigte uns Ludwig dass er doch erfolgreich schießen kann. Ludwig wurde halbrechts angespielt und haute dann mit seiner berüchtigten Pike voll drauf. Unhaltbar und wie in einem Strich flog der Ball hoch neben dem Pfosten zum 5 : 3 Sieg der Gelben ins Netz. Ein etwas verrücktes Spiel fand so sein überraschendes Ende, denn die Blauen konnten einfach nicht verstehen, wie sie dieses Spiel doch noch verloren haben.

Ingo musste dann heute sehr pünktlich heim aber wir anderen hatten noch genügend Zeit für ein 2. Spiel. Bei den Gelben ging nun Dieter ins Tor, da Martin auch mal im Feld spielen wollte. Pellegrino wurde Abwehrchef und so ging es in das 2. Spiel heute.

Trotz Unterzahl konnten die Blauen das Spiel mehr als ausgeglichen gestalten, ihre Unterzahl fiel eigentlich überhaupt nicht auf. So war dieses Spiel sehr ausgeglichen bis es Ali gelang, einen Blauen Angriff abzufangen. Ali spielte den Ball sofort in die Mitte zu Ludwig, der den Ball sehr gekonnt und elegant zentral in den Lauf von Klaus legte. Klaus nahm den Ball mit, schüttelte seinen blauen Bewacher ab und lief alleine auf Wolfgang zu. Wolfgang kam aus seinem Tor heraus, aber es nutzte nichts, Klaus setzte den Ball in aller Ruhe neben den Pfosten zur 1 : 0 Führung der Gelben ins Netz.

Die Blauen ließen sich dadurch nicht schockieren und griffen weiter fleißig und vorallem schnell an. Immer wieder kamen die Blauen gefährlich vor Dieters Tor und sie nutzten den Umstand, dass Dieter nun gegen die noch immer flach stehende Sonne schauen musste. So spielten die Blauen immer wieder hohe Bälle auf Dieters Tor, die Dieter meistens überhaupt nicht oder wenn doch, sehr spät sah. So klatsche ein Bll auf die Querlatte und einer ging denkbar knapp drüber. Da hatten die Gelben Glück gehabt.

Hinter Dieters Tor machte sich dann eine Jugendmannschaft warm. Um ihnen mehr Platz zu verschaffen, schoben wir auch dieses Tor auf die 16-Meter-Linie und machten das Feld so noch kleiner. Aber viel ausgemacht hat das auch nicht, denn wir mussten wegen den Jugendmannschaften sehr pünktlich Schluss machen. So konnten die Gelben ihren 1 : 0 Vorsprung über die Zeit retten.

Martin gelang es dann, die Seinen zu einem Mannschaftsfoto zusammen zu trommeln ehe wir uns zum Pavillon begaben, wohin uns Frank eingeladen hatte:

Guten Morgen zusammen,

anlässlich der Geburt meines Sohnes Nikolas Theo, möchte ich am kommenden Samstag zu einem kleinen Umtrunk einladen.
Freue mich auf einen schönen VEB-Kick.
Bis dahin, liebe Grüße
Frank

Dieser für uns sehr ungewöhnlichen Einladung (der Chronist kann sich nicht erinnern, dass eine Geburt schon einmal der Anlass zu einem Umtrunk war) folgten wir mit Freude. Frank hat uns mit Brezn, Landjäger, einem großen Obaztn sowie Tomaten, Bier, Sekt und O-Saft bewirtet. Zudem hat Arne sein selber gebrautes Bier „Rosen Horst“ (hilft gegen akute Realität) dabei, das wir uns so richtig schmecken ließen.

Ein Ständchen für Nikolas brachten wir trotz der Initiative von Ali nicht zustande, was uns aber nicht daran hinderte, beherzt zuzulangen und diesen wunderschönen Morgen zu genießen

VIELEN Dank Frank und alles Gute für Nikolas !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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