Die fehlenden 3 Zentimeter und der 2 ¾ Hattrick

12.09.2020 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

12. September

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Die fehlenden 3 Zentimeter und der 2 3/4 Hattrick

Wir durften heute tolle Nicht-Tore und genauso tolle Tore erleben. Besonders die Nicht-Tore waren es, die in Erinnerung blieben. Wäre Robert nur kleine 3 Zentimeter größer gewesen und hätte Robert nicht ein tolles Luftloch getreten, er hätte heute tolle Tore erzielen können.  Von Wolfgang ganz zu schweigen, der ein noch schöneres Luftloch produzierte. Dafür gelang Klaus ein 2 ¾ Hattrick und Achim zwei Traumtore. Insgesamt also ein tolles Spiel heute.

Bei herrlichem Spätsommer-Wetter trafen sich nach Beendigung der Sommerferien immerhin 18 VEB’ler zu ihrem Kick. Nach langer Zeit – wenigstens für den Chronisten – war auch Ali wieder mit dabei. Zudem ist auch Nico erschienen, ein Freund von Klaus und Pellegrino. Zuerst durften wir den Corona-Fragebogen des SC bei Peter abgeben bzw. erst einmal ausfüllen. Wolfgang verteilte dann die Leibchen und so ging es mit einiger Verspätung auf dem Großfeld mit 10 Blauen gegen 9 Gelbe los.

Die Blauen mit Wolfgang im Tor, Ali, Dieter und Frank in der Abwehr, Bllaca, Pellegrino und Arne im Mittelfeld und vorne mit Achim, Tom und Clemens kamen besser ins Spiel. Die Gelben hingegen mit Peter, dem Paul im Tor, Peter, Flo und Martin in der Abwehr, Robert, Mäthes und Nico im Mittelfeld und davor mit Klaus und Wolfgang, dem Ingo fanden erst einmal wenig Bindung zum Spiel.

Trotzdem war es an Anfang ein verhaltenes Spiel, wir hatten wohl auch Probleme mit dem Großfeld und so gab es meistens ein Geplänkel im Mittelfeld. Erst nach einigen Minuten wurde es dann zum ersten Mal gefährlich. Die Gelben kamen über links und Klaus wurde steil geschickt.

Sein flacher Querpass erreichte zum Erstaunen aller durch Freund und Feind hindurch Robert am zweiten Pfosten. Robert war darüber wohl etwas erstaunt, denn anstatt den Ball zu treffen und im Tor zu versenken, haute Robert nur ein riesiges Luftloch in die Luft. Shit happens. Aber ein noch viel größeres und spektakuläreres Luftloch sollte viel später noch Ingo erzielen.

Dass Robert auch die zweite Chance vergab, lag nun weniger an ihm als an seiner fehlenden Größe oder Sprungkraft. Wieder griffen die Gelben kamen über links und wieder Klaus wurde steil geschickt. Diesmal schickte Klaus eine hohe Flanke auf den zweiten Pfosten, wohin Robert gelaufen war. Aber die Flanke war zu hoch oder Robert zu klein, auf jeden Fall fehlten Robert knappe drei Zentimeter, um diesen Ball mit dem Kopf zu erreichen und eventuell zu versenken.

Dann aber übernahmen die Blauen das Kommando über das Spiel. Sie nutzten nun ihre Überzahl intelligent aus, ließen den Ball geschickt durch ihre Reihen laufen. Besonders das Mittelfeld mit Bllaca, Pellegrino und Arne verteilten die Bälle sehr intelligent und vorne sorgten Tom und Achim stets für große Unruhe. So kamen auch die Blauen zu ersten Chancen und Paul zum ersten Arbeitseinsatz.

Es gab Ecke für die Blauen, die in den Rückraum gespielt wurde. Vorne an der Torauslinie stand Achim ganz alleine und wurde prompt angespielt. Achim behielt die Übersicht und spielte den Ball zurück ins Zentrum, wo wiederum Pellegrino ungedeckt stand. So hatte Pellegrino kein Problem, den Ball platziert am sich werfenden Paul vorbei ins lange Eck zur 1 : 0 Führung der Blauen zu schießen.

Die Blauen wurden nun immer überlegener und drängten die Gelben in ihre Hälfte zurück. So kam es, dass praktisch alle Gelben in ihrer Hälfte war, der vorderste Gelbe, meist Ingo, stand an der Mittellinie. So taten sich die Gelben sehr schwer, bei Ballbesitz schnell nach vorne zu spielen, denn vorne war niemand und so mussten erst einige Gelbe aufrücken, um einen Angriff zustande zu bringen. Das kostete viel Kraft, viel Laufarbeit und war sehr zeitintensiv.

Ganz anders die Blauen, bei denen Tom und meistens auch Achim immer vorne zu finden waren. So hatten die Blauen vorne immer einen Anspielpartner und konnten ihre Angriffe viel schneller vortragen. Das wiederum zwang die Gelben, hinten noch verstärkter zu arbeiten und hemmte so ihre Angriffsbemühungen.

Trotzdem benötigten die Blauen gelbe Mithilfe bei ihrem zweiten Treffer. Martin wurde rechts angespielt und trieb den Ball durch die eigene Hälfte nach vorne. Martin wollte den Ball in die Mitte zu Ingo spielen, aber Bllaca roch den Braten, ging dazwischen und schnappte sich den Ball. So konnten die Blauen einen Konter starten, der Ball kam über Achim zum durchstartenden Tom, der den Ball am herauslaufenden Paul vorbei zum 2 : 0 ins Netz spitzeln konnte.

Über sehr viel Laufarbeit, besonders von Klaus, Ingo, Peter, Nico und Mäthes kamen die Gelben dann etwas besser ins Spiel. Endlich klappte auch das Spiel nach vorne besser und die Gelben kamen so zu einigen Chancen. Aber mit dem Abschluss klappte es noch nicht so richtig, die Gelben wollten den Ball förmlich ins Tor tragen anstatt einfach mal auch aus einiger Entfernung zu schießen.

So musste dann Mäthes ran um seinen Sturmkollegen zu zeigen, wie man Tore schießt. Ingo wurde in der Mitte angespielt und leitete den Ball mit der Hacke nach links in den Lauf von Mäthes. Mäthes nahm den Ball auf und lief noch ein paar Schritte. Mäthes holte mit seinem gefürchteten linken Hammer aus und haute den Ball mit voller Wucht aufs Tor. Der Ball klatschte an den Pfosten, Martin dachte schon „Scheiße, schon wieder kein Tor“ aber der Ball sprang vom Innenpfosten ins Netz, es stand nur noch 1 : 2.

Aber lange hielt die gelbe Freude über dieses Anschlusstor nicht an, denn die Blauen bestimmten weiterhin klar das Spiel und setzten die Gelben immer wieder gehörig unter Druck. Da die Blauen ihre Überzahl intelligent einsetzen, kam es immer wieder vor, dass vorne mindestens ein Blauer frei stand.

So auch beim 3 : 1 für die Blauen. Die Blauen griffen über rechts an und schwärmten aus. Achim wurde rechts steil geschickt, in der Mitte boten sich Tom und Clemens an. Alle rechneten mit einer Flanke von Achim, insbesondere Paul, der ein paar Schritte aus seinem Tor heraus gekommen war.

Achim erkannte dies scharfsinnig und schickte einen gefühlvollen Heber über Paul hinweg ins lange Eck. Auch hier hätte Paul – mindestens – 3 Zentimeter größer sein müssen, um diesen Ball zu erreichen. War er aber nicht und so flog der Ball über ihn hinweg zur 3 : 1 Führung der Blauen ins Netz. Für dieses tolle Tor zollten Achim sogar die Gelben Applaus und sprachen von einem Zaubertor. Wo sie recht haben, haben sie recht !!!

Die Blauen blieben weiterhin spielbestimmend, während das gelbe Spiel zu statisch war. Die Gelben bewegten sich zu wenig, sodass der Ballführende meistens keine Anspielstation fand. So mussten die Gelben entweder hinten rum spielen oder es mit langen Pässen versuchen, die nicht immer ihr Ziel erreichten. So kam wenig Fluss ins gelbe Spiel

Ganz anders lief es bei den Blauen. Sie konnten in Ruhe von hinten heraus ihr Spiel aufbauen, im Mittelfeld waren meistens zwei, drei Mann frei anspielbar und vorne agierten mit Tom und Achim zwei Stürmer, die kaum zu bremsen waren. Paul hatte also immer alle Hände voll zu tun, um seinen Kasten rein zu halten. Und das gelang ihm sehr gut.

Wenn schon kein Spielfluss zustande kommt, dann müssen halt Einzelleistungen her. So dachte sich das bestimmt Klaus, als er zu einer Energieleistung ansetzte. Klaus schnappte sich den Ball und setzte zu einem unwiderstehlichen Solo an, bei dem ihn kein Blauer bremsen konnte. So kam Klaus frei zum Schuss und hämmerte den Ball an Wolfgang vorbei zum 2 : 3 Anschlusstreffer.

Dies war der Weckruf für die Gelben, denn ab nun lief auch ihr Spiel viel flüssiger, auch wenn sie immer noch deutlich mehr laufen mussten als die Blauen. Aber die Gelben taten dies nun und wurden so immer gefährlicher.

Aber für den Ausgleich benötigten sie blaue Mithilfe. Wolfgang erhielt den Ball und wollte ihn zu einem Mitspieler abwerfen. Aber der Abwurf misslang denn er landete bei einem Gelben (Ingo ???). Ingo spielte sofort auf Klaus weiter, der den Ball trocken und hart zum 3 : 3 Ausgleich ins Netz hämmerte.

Die Gelben wurden nun immer besser und manchmal sogar leicht überlegen. So kamen sie immer wieder zu Chancen, aber sie spielten den Ball vor dem Tor dann doch zu oft hin und her anstatt einfach mal zu schießen. Zudem mussten die Gelben stets auf der Hut vor den überfallartigen blauen Angriffen sein, die die Blauen immer wieder starteten. Aber noch hielt die gelbe Abwehr diesen Angriffen stand.

Klaus dann wohl unbedingt einen Hattrick erzielen, denn immer wieder schoss er scharf aufs blaue Tor. Einen dieser Schüsse konnte Wolfgang gerade noch abwehren, indem er reflexartig seine rechte Hand ausfuhr und den Ball abwehrte. Allerdings geradewegs in den Lauf von Mäthes, der von links angerannt kam und den Ball mit rechts (!!! Das rechte Bein dient bei Mäthes hauptsächlich dazu, nicht umzufallen !!!) ins lange Eck zur 4 . 3 Führung der Gelben zu hauen. Durch diesen Assist hat Klaus so einen 2 ¾ Hattrick erzielt.

In der Folgezeit hätten die Gelben den Sack eigentlich zu machen müssen, denn sie hatten große Chancen. Klaus schoss ganz knapp am Pfosten vorbei ins Aus, der Ball hätte auch gut ins Tor gehen können. Besonders Pech hatte Ingo, als er sich elegant durch die blaue Abwehr gedribbelt hatte und alleine vor Wolfgang auftauchte. Wolfgang kam aus seinem Tor heraus und Ingo schoss. Allerdings nicht platziert genug sodass Wolfgang den Ball noch abwehren konnte. Eine tolle Abwehr von Wolfgang.

Aber auch die Blauen blieben gefährlich besonders da bei ihren Angriffen meistens vorne ein Mann ungedeckt war. Damit hatte wohl auch Paul im gelben Tor gerechnet, als Achim vorne rechts kurz vor der Torauslinie angespielt wurde. Achim stand klar im Abseits als er den Ball annahm, aber halt keine 10 Meter, also ließen wir weiter spielen.

Achim nahm den Ball an und stürmte auf Paul los. Paul machte etwas das kurze Eck auf, um einen eventuellen Querpass in die Mitte abfangen zu können. Aber Achim, das Schlitzohr, sah die dadurch entstehende Lücke und setzte den Ball an Paul vorbei zum 4 : 4 Ausgleich ins Netz.

Robert haderte mit Paul ob dieser Aktion, denn als Torwart musst du IMMER die kurze Ecke dicht machen. Das sagt sich so leicht wenn in der Mitte ein, zwei Gegner frei stehen und nur auf den Ball warten. Aber dies sei Aufgabe der Abwehr und nicht des Torwarts meinte Robert.

Das Spiel war wieder vollkommen offen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bei dem beide Mannschaften genügend Chancen hatten, das Spiel für sich zu entscheiden. Besonders die Blauen hatten viele Chancen. Es gab Ecke für die Blauen, die Pellegrino hoch auf den kurzen Pfosten schoss. Dort stieg Arne hoch, gewann das Kopfballduell mit Robert und drückte den Ball aufs gelbe Tor. Aber Martin stand am kurzen Pfosten und konnte den Ball gerade noch weghauen bevor er die Linie überquerte.

Und die Gelben hatten Glück, dass sie im letzten Moment einen tödlichen blauen Querpass auf einen völlig freien Mitspieler verhindern konnte. So konnten sowohl Robert als auch Martin den Ball gerade noch wegschlagen, bevor er beim blauen Stürmer (meistens Tom) ankam.

Am spektakulärsten gelang dies aber Paul, als er aus seinem Tor heraus stürmte und einen Pass in die Mitte durch entschlossenes Hineingrätschen gerade noch weghauen konnte. Zudem rettete Paul in mehreren 1 : 1 Situationen gegen Clemens und Achim seinen Gelben das Unentschieden.

Aber auch die Gelben hatten einige Chancen auf den Siegtreffer. Klaus schoss knapp vorbei, aber die größte Chance hatte Ingo. Klaus war links durchgegangen und passte den Ball flach und quer auf den zweiten Pfosten. Der Ball holperte – laut Ingo – gewaltig sodass Ingo ca. 50 Zentimeter vor dem leeren Tor den Ball nicht traf, sondern ein gewaltiges Luftloch produzierte. Armer Ingo, für die Aktion hat er kein Lob erhalten !!!

Dann aber war es doch soweit, der Ball landete endlich nach all den Fehlversuchen im Netz. Nico schnappte sich links den Ball und lief aufs blaue Tor zu. Anstatt wie im bisherigen Spiel immer den Ball den Ball abzuspielen haute Nico diesmal einfach mal drauf. Nico tat dies sehr platziert, sodass der Ball neben dem langen Pfosten unhaltbar für Wolfgang zum 5 : 4 Sieg der Gelben im Tor einschlug.

Total ermattet beendeten wir dieses Spiel und schleppten uns zu den Bänken und vorallem den Getränken zurück. Dort verkündete uns Achim, dass es ihm gelungen ist, Ersatztermine für die im Frühjahr ausgefallenen Soccertermine auszuhandeln.

Ab übernächsten Montag, dem 21.09, hat Achim 3 Termine ausgehandelt, jeweils am Montag von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr. Details folgen noch.

VIELEN Dank Achim für deinen unermüdlich Einsatz !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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