Die VEB-Geisterspiele gehen weiter

11.04.2020 14:45 von VEB Administrator

11. April

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

DIe VEB-Geisterspiele gehen weiter

Es ist Ostern, wir schreiben die Woche 4 n. Cov und immer noch ruht der Spielbetrieb, nur Geisterspiele sind also möglich. In der Zwischenzeit hat sich aber die VEB-Chronicle Redaktion besser an das geisterhafte der VEB-Spiele adaptiert. Besonders ein Umstand hat dazu geführt, dass die Redaktion die Geisterspiele besser erkennen kann: der Redaktion ist aufgefallen, dass auch ein Ball im Spiel ist (wer hätte das gedacht !!!). Der war zwar nur teilweise sichtbar, denn sobald ein Geist ihn am Fuß führte, war er unsichtbar. Aber all dies hat dazu geführt, dass die Redaktion nun detaillierter über die Geisterspiele berichten kann.

Bei herrlichem, beinahe sommerlichem Wetter (strahlender Sonnenschein und ungewöhnliche Wärme) schwebte früh morgens ein einsamer Windhauch über den Platz: Der Geist von Dieter, wie immer der erste, dreht unverdrossen seine Runden.

Dann wird es lebhafter, es vermehrt sind Windstöße erkennbar. War da nicht ein 60’er- Ruf zu hören in der Nähe von Dieters Geist ??? Der Geist von Bllaca ist wohl auch schon anwesend und die beiden tauschen sich über deren 60’er-Seelenleid aus.

Auf der anderen Seite ist nun deutlich ein Bayern-Ruf zu hören. Ganz klar, der Geist von Ludwig ist angekommen. Aber über was unterhält sich der Geist von Ludwig ??? Es gibt ja aktuell keine Bayernspiele, aber der FCB liefert ja immer genügend Themen für ein kleines Schwätzchen.

Die Leibchen werden wie letzten Samstag schon beschrieben verteilt und so beginnt beinahe pünktlich das Geisterspiel. Am Anfang geht es noch etwas träge zu was daran zu erkennen ist, dass sich der Ball, wenn er sichtbar ist, recht langsam und nur über kurze Strecken bewegt. So verlagert sich das Spiel langsam in eine Hälfte, als plötzlich ein langer Ball in die andere Hälfte fliegt. Da hat wohl der Geist von Peter oder der von Klaus den ersten langen Pass geschlagen.

Aber der Pass bringt nichts ein, denn der Ball hoppelt beim unsichtbaren Adressaten ungelenk über den Platz und dann ins Aus. Da lag ein klarer Stockfehler vor, wahrscheinlich war der Geist von Martin daran Schuld.

So wogt das Spiel hin und her bis es plötzlich schnell wird. Der Ball wird steil gespielt, verschwindet in einem Knäul von Windstößen und liegt dann im Tor. Der Geist von Jörg oder Carmelo hat da eiskalt zugeschlagen, es steht 1 : 0. Für welche Mannschaft konnte die Redaktion nicht in Erfahrung bringen.

Als der Jubel über diese Führung verklungen ist, nähert sich vom Eingang her ein leichter Windhauch, der sich sehr langsam und gemächlich dem Spielfeld nähert. Der Geist von Guiseppe ist angekommen. Ein weiteres Leibchen verschwindet und so geht das Spiel weiter.

Das Spiel wird nun lebhafter, die Windgeschwindigkeit steigt und der Ball wird nun deutlich schneller vorangetrieben. Dann plötzlich im Mittelfeld ist ein Wirbelwind spürbar. Der Wirbelwind samt immer nur kurz sichtbarem Ball weht mit immer größerer Geschwindigkeit auf ein Tor zu. Der Wind macht abrupte Richtungsänderungen, stockt kurz um dann umso schneller wieder zu beschleunigen. Vor dem Tor ertönt ein aufgeregtes Gejaule, Hektik bricht aus und dann fliegt der Ball mit großer Geschwindigkeit ins Tor. Der Geist von Markus hat eines seiner gefürchteten Solis hingelegt und dieses erfolgreich abgeschlossen. Es steht 1 : 1.

So geht das Spiel weiter, weitere Tore fallen auf beiden Seiten, als dann wird es auf der linken Seite sehr lebhaft. Der Ball wird nach links gespielt, verschwindet kurz und fliegt dann hoch, immer höher über das Tor sowie über den dahinter stehenden Zaun weit in die Wiese dahinter. Da ist wohl der Geist von Mäthes bei seinem linken Hammer leicht in Rückenlage gekommen und hat den Ball mit voller Wucht in den Himmel geballert. Wobei sich die Redaktion schon fragt, wie ein körperloser Geist in Rückenlage kommen kann.

Zwischendurch ist immer wieder leidvolles Gejaule zu hören, wenn der Ball – anscheinend – unkontrolliert durch die Gegend fliegt. Da hat dann wohl der Fehlpass-Virus zugeschlagen und ein geisterhafter „Scheiße“-Ruf ist die Folge, was sich dann sehr leidvoll anhört.

Vor einem Tor wird es dann turbulent, für kurze Momente ist der Ball mal hier, mal dort zu sehen, als er plötzlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Ecke des Tores fliegt. Aber der Ball schlägt nicht ein, er verschwindet kurz vor der Linie und wird nach einem Ruf, indem das Wort „Kahn“ hörbar ist, weit in das Feld geschlagen. Der Geist von Peter, dem Paul hat mal wieder einer seiner sagenhaften Paraden gezeigt und sich über deren Erfolg gebührend und lautstark selber gelobt !!!

Dann ist das erste Spiel zu Ende, denn es kommt zu einer Rudelbildung am Spielfeldrand. Wenn die Redaktion richtig mitgezählt hat, hat die eine Geistermannschaft das Spiel mit 5 : 2 gewonnen. Da das Spiel wohl etwas einseitig war, fliegen ein blaues und ein gelbes Leibchen durch die Luft, es hat einen Wechsel gegeben.

Nach kurzer Pause geht es in das 2. Spiel. Ob der Wechsel die gewünschten Folgen hat, kann die Redaktion nicht erkennen, denn das 2. Spiel verläuft ähnlich dem ersten. Dann aber wird es sehr windig vor einem Tor, der Ball fliegt durch den Strafraum, verschwindet kurz um dann schnurstracks ins Tor fliegen. Großes Gejaule und Gejammer ertönt auf der einen Seite, während auf der anderen Seite Jubel und Lachen zu erkennen ist. Da hat der Geist von Tom oder Martin wohl ein blitzsauberes Eigentor erzielt.

Auch in diesem Spiel können wir lange Pässe bewundern sowie anscheinend spektakuläre Parade von Paul. Aber auch frustige Töne sind zu hören. Die eine Mannschaft scheint wohl sehr überlegen zu sein, denn das Geschehen spielt sich hauptsächlich in einer Hälfte ab. In die andere Hälfte kommt kaum ein Ball, dafür kommt aus dieser Hälfte nun des Öfteren ein frustiges und enttäuschtes Gejaule. Da ist der Geist von Jörg, Guiseppe oder Klaus in der Sturmspitze wohl verhungert und seinen Frust lautstark kundgetan.

Gegen Ende des Spiels bewegt sich dann ein eisiger Windhauch in Richtung Spielfeldrand. Es folgt dort eine Rudelbildung und heftiges, vielstimmiges Gejaule ist aus dem Rudel zu hören. Der Windhauch bewegt sich daraufhin geknickt aufs Feld zurück und das Spiel geht weiter. Da hat der Geist von Guiseppe seinen Frust wohl nicht ausgehalten und wollte vorzeitig nach Hause gehen. Die anderen Geister haben ihn dann aber heftig und deutlich umgestimmt.

Das Spiel dauert noch eine kleine Weile und wird mit dem 5 : 3 dann beendet. Zufrieden und glücklich, aber auch erschöpft von der Hitze kehren die Geister zu den Bänken zurück, entledigen sich der Leibchen und ziehen sich befriedigt in ihr Reich zurück.

 


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