Der Gewinner des Tages: Jonas; der Verlierer: Martin

30.05.2019 12:30 von Chronicle Redakteur Martin

30. Mai

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Der Gewinner des Tages: Jonas; der Verlierer: Martin

Martin war heute eindeutig der Verlierer des Tages. Mit ihm in der Mannschaft konnte diese Mannschaft einfach nicht gewinnen, egal wie sehr sie sich auch anstrengte. Was nicht alleine an Martin lag, aber einen Anteil daran hatte er schon. Eindeutiger Gewinner des Tages war Jonas, der all seine Spiele gewann. Aber auch alle anderen Anwesenden waren am heutigen Vatertag die Gewinner, denn wir erlebten bei schönem Wetter zwei interessante Kicks.

Zum heutigen Vatertag meinte es das Wetter wirklich gut mit uns: Sonnenschein und nicht zu warm (wem man nicht gerade Winterklamotten anhatte wie Mäthes !!!). Aber der Platz empfing uns mit einem Schock: alle Seitentüren zum Weg hin waren mit Fahrradschlössern versperrt. Also mussten wir alle wieder zurück zum Haupteingang, der war immerhin offen.

Wer immer diese Schlösser angebracht hat, rechnet wohl mit einem gepflegten Flachpassspiel auf dem Rasen. Wer aber auch hohe Bälle wie wir spielt, muss dann erst zum Haupttor und dann den ganzen Weg entlang, um über den Zaun geschossene Bälle zu holen.

Aber selbst dieses Handicap konnte uns nicht davon abhalten, heute mit insgesamt 17 VEB’ler zu kicken. Auch die für Feiertage sehr frühe Uhrzeit schafften wir, auch wenn Peter doch sehr verschlafen drein schaute. Markus verteilte dann die Leibchen und so ging es dann mit 8 Grünen gegen 9 Rote auf dem Halbfeld los.

Die Grünen mit Wolfgang im Tor, Bllaca, Martin und Eugen in der Abwehr, Arne und Markus im Mittelfeld und vorne Flo und Frank hatten Anstoß. Aber irgendwie kam kein Spiel zustande, denn Eugen stoppte sofort den Ball und wollte mit diesem Spielgerät nicht weiter spielen. Er verlangte einen anderen, besser aufgepumpten Ball. Da es diesen aber nicht gab, spielten wir nach kurzer Unterbrechung mit dem Ball weiter. Aber so ganz klar war da nicht ob das Spiel nun schon angefangen hatte oder nicht. Erst nach knapp einer Minute war klar, ja wir spielen schon.

Dieser konfuse Beginn war typisch für die Grünen in der der ersten Phase dieses Spiels. Die Roten dagegen mit Gernot im Tor, Mäthes, Tom und Peter in der Abwehr, Ludwig, Ali und Pellegrino im Mittelfeld und vorne mit Jonas und Wolfgang, dem Ingo waren sofort im Spiel drinnen.

Sie schnappten sich schon in der grünen Hälfte von den immer noch orientierungslosen Grünen den Ball und starteten den ersten Angriff. Der verpuffte noch aber schon beim zweiten roten Angriff war es geschehen. Die Grünen hatten keinen Zugriff auf das Spiel, den Ball und den Gegner, wohl aber Ingo, der schön frei gespielt wurde. Ein platzierter Schuss und schon stand es 1 : 0 für die Roten.

Auch den anschließenden Anstoß verdaddelten die Grünen, bei denen kaum ein Pass ankam. Wieder kamen die Roten in der grünen Hälfte in Ballbesitz und schon wieder brannte es lichterloh vor Wolfgangs Tor. Die Grünen kamen einfach nicht mit sich und dem Ball zurecht, nichts lief zusammen, Fehlpässe, Missverständnisse und Stockfehler wechselten einander ab, wobei sich besonders Martin negativ hervor tat.

Und ein, zwei rote Angriffe später kam Jonas frei zum Schuss und es stand 2 : 0. Bis dahin waren die Grünen noch nicht einmal richtig in die rote Hälfte gekommen, das sagt alles aus über die Spielverteilung. Erst nach diesem 0 : 2 kam es zum ersten ernsthaften grünen Angriff, aber Gefahr entstand dadurch wahrlich nicht.

Ganz anders die Roten, die den Ball sicher und kontrolliert durch ihre Reihen zirkulieren ließen. Bei ihrem sicheren Spiel hätten sie die grünen Geschenke in Form von Fehlpässen und Missverständnissen garnicht nötig gehabt, aber angenommen haben die Roten diese Geschenke dennoch gerne. So spielte Flo im Aufbau einen viel zu schwachen Pass, ein Roter erlief sich leicht diesen Ball, ein Pass auf Pellegrino und es stand 3 : 0 für die Roten.

Erst jetzt kamen die Grünen einigermaßen ins Spiel, nun lief auch der Ball bei ihnen etwas runder. Markus mühte sich eifrig im Mittelfeld und versuchte Flo und Frank vorne in Szene zu setzen. Obwohl es Flo besser machen wollte als letzten Samstag, wo er nur den Pfosten getroffen hatte und so den Sieg verschenkte, traf auch er erstmal nur den Pfosten.

Beinahe wie letzten Samstag wurde Flo steil angespielt und mit dem Rücken zum Tor aus spitzem Winkel haute Flo den Ball mit der Hacke aufs Tor. Aber Gernot stand am kurzen Pfosten, musste aber nicht eingreifen, da der Ball an den Außenpfosten klatschte und dann ins Aus sprang. Das alles hatte sich beinahe genauso auch letzten Samstag abgespielt.

Aber es war ein Lebenszeichen der Grünen, immerhin. Die Grünen wurden nun frecher, mussten aber immer auf der Hut sein vor den gefährlichen roten Angriffen. Ludwig, Pellegrino, Jonas und Ingo waren einfach viel bissiger als die Grünen und kaum unter Kontrolle gebracht werden.

Bei einem der grünen Vorstöße schlug Flo (??) eine Flanke von rechts in den roten Strafraum. Eigentlich war weit und breit kein weiterer Grüner zu sehen, aber das bemerkte Mäthes nicht. Mäthes wollte den Ball weit raus hauen, aber er traf den Ball so unglücklich, dass der Ball am verdutzten Gernot vorbei ins eigene Tor flog zum 1 : 3.

Dieses Tor gab den Grünen Selbstvertrauen und das Spiel wurde nun deutlich ausgeglichener. Die grüne Abwehr stand nun sicherer, die Kombinationen liefen runder und so kamen auch die Roten etwas in Bedrängnis. Dies nutzte Markus aus, schnappte sich den Ball, dribbelte sich durch den roten Strafraum und ließ Gernot keine Chance, es stand 2 : 3. Das erste Tor heute, das die Grünen selber geschossen hatten !!!

Aber die Roten beeindruckte dies wenig, denn die blieben trotz der deutlichen grünen Leistungssteigerung leicht dominant. Und sie spielten ihre Überzahl intelligent aus. Sie verlagerten das Spiel intelligent mal auf die eine, mal auf die andere Seite und schafften sich so immer wieder Freiräume. So konnten sie Pellegrino links freispielen und gegen seinen platzierten Schuss ins lange Eck war Wolfgang machtlos, es stand 2 : 4.

Dann kam das, was wir befürchtet hatten, der Ball wurde über Gernots Tor und den dahinter stehenden Zaun auf den Weg gehauen. Pellegrino musste somit den langen Weg zum Haupttor machen und von dort wieder zu unserem eigentlichen Eingang um dort den Ball zu holen. Als Pellegrino den Ball dann aufs Spielfeld schoss, plädierte sowohl Eugen „ihr Roten seid ja in Überzahl“ als auch Pellegrino für Weiterspielen, aber wir warteten dann doch ab, bis Pellegrino den weiten Weg zurück geschafft hatte und wieder spielbereit war.

Die Roten blieben am Drücker und erarbeiteten sich einige Eckbälle. Eckbälle von der Ostseite waren besonders gemein, da diese dann direkt aus der Sonne kamen. So war sehr schwer abzuschätzen, wo genau der Ball nun landen würde.

Beim ersten dieser Eckbälle verfehlte Tom den hohen Eckball noch, aber dann war Tom genau am richtigen Platz zur Stelle. Pellegrino brachte den Ball hoch knapp vor das Tom an den zweiten Pfosten. Der Ball flog über Martin hinweg genau auf den Kopf von Tom, der keine Mühe hatte, den Ball nach unten zum verdienten 5 : 2 Sieg der Roten im Netz zu versenken. Wolfgang meinte zwar, das wäre Außennetz gewesen, aber der Ball lag eindeutig im Tor.

So ging es in die Pause und es war klar, so konnte es nicht weiter gehen. Schnell wurde Jonas auserkoren, nun zu den Grünen zu wechseln und dafür musste bzw. durfte Martin zu den Roten. Mit dieser Rochade ging es dann ins 2. Spiel.

Und diese Rochade prägte dann auch das zweite Spiel, denn Jonas war genau der Spieler, den die Grünen brauchten. Das zeigte sich schon beim ersten grünen Angriff, der beinahe das frühe 1 : 0 für die Grünen gebracht hätte, aber Jonas setzte den Ball nur an den Pfosten.

Die Roten waren schwer beeindruckt und hatten nun beinahe immer vier Mann hinten. So verpuffte ihre Überzahl und so hatten die Roten vorne meistens nur noch Pellegrino und Ingo. Damit stockte das rote Angriffsspiel merklich.

Ganz im Gegensatz zu den Grünen, die nun mächtig aufdrehten. Und Martin erwies sich bei den Roten erst einmal als Unsicherheitsfaktor. Ein weiter Ball wurde von den Grünen hoch in den roten Strafraum geschlagen. Martin wollte den Ball stoppen, aber der Ball sprang so unglücklich auf, dass der Ball zwischen Martins Beinen hindurch hoppelte. So kam Eugen an den Ball, schnappte ihn sich und ließ Gernot keine Chance, es stand 1 : 0 für die Grünen.

Die Roten schüttelten sich kurz und schlugen dann zurück. Pellegrino und Ingo wirbelten vorne unterstützt von Ludwig und Peter und setzten so die Grünen unter Druck. Ingo wurde links angespielt und aus spitzem Winkel haute Ingo den Ball zum 1 : 1 Ausgleich ins Netz.

Die Roten dachten wohl, dass sie nun wieder das Kommando über das Spiel übernehmen könnten, aber davon konnte keine Rede sein, denn die Grünen blieben stets gefährlich. Und die rote Abwehr, obwohl auf vier Mann verstärkt, brachte den grünen Sturm mit Frank, Flo, Jonas und Markus nie unter Kontrolle. So schnappte sich kurz nach dem Ausgleich Markus den Ball, dribbelte und dribbelte und dribbelte, bis er freie Bahn hatte und haute das Leder zur erneuten grünen Führung zum 2 : 1 ins Netz.

Das Spiel war nun sehr ausgeglichen, von der Unterzahl der Grünen oder der Überzahl der Roten war nichts mehr zu spüren. Ingo gelang nach einem schönen Pass der erneute Ausgleich zum 2 : 2 und danach wogte das Spiel lange ausgeglichen hin und her.

Es gab Chancen auf beiden Seiten, die aber nicht genutzt werden konnten. Mit die größte hatte Flo, als er wunderbar frei gespielt wurde und den Ball, alleine vor Gernot stehend, in die Füße gespielt bekam. Die meisten sahen den Ball schon im Tor, aber Flo brachte das Kunststück fertig, den Ball aus bester Position nur an den Pfosten zu schießen. Sein zweiter Pfostenschuss heute !!!

Dann aber hatte Flo endlich das Glück des Tüchtigen, als ihm mit seinem Tor die erneute Führung 3 : 2 gelang. Martin wechselte dann mit Ali die Position und ging des Öfteren mit nach vorne. Bei seinen ersten Versuchen vorne misslang Martin noch einiges, aber dann zeigte Martin, dass auch ein sehbehindertes Huhn mal ein Korn finden kann. Martin wurde vorne angespielt, sah eine Lücke im grünen Tor und haute den Ball mit der Pike genau dahin. Wolfgangs Rettungstat kam zu spät, es stand 3 : 3.

Aber trotz dieses erneuten Ausgleichs bekamen die Roten das Spiel nie richtig in den Griff. Die Grünen befreiten sich immer wieder geschickt und blieben stets gefährlich. Rote Ballverluste vorne erleichterten den Grünen ihre Aufgabe und so kamen die Grünen immer wieder gefährlich vor Gernots Tor. Jonas wurde rechts frei gespielt und gegen seinen platzierten Flachschuss ins lange Eck war Gernot machtlos, die Grünen lagen erneut mit 4 : 3 in Führung.

Und Jonas hätte kurze Zeit später das Spiel sogar entscheiden können, aber sein Schuss aus spitzem Winkel klatsche nur gegen die Querlatte. Und es war dann Wolfgang, der den Grünen in der Folgezeit diese Führung rettete. Dabei erwarb sich Wolfgang verdientermaßen den Titel „die Krake“, denn was Wolfgang in dieser Phase an Schüssen hielt, war phänomenal. Trotz einer kaputten und bandagierten Fingers war Wolfgang einfach nicht zu überwinden.

Mindestens drei Mal hatten die Roten schon den Torschrei auf den Lippen, aber jedes Mal fuhr Wolfgang blitzschnell seine Arme und Beine aus und hielt die Schüsse. Egal ob Ingo oder Pellegrino aus bester Position schossen, Wolfgang war zur Stelle und wehrte alles ab. Selbst bei einer 1 gegen 1 Situation gegen Pellegrino blieb Wolfgang Sieger und hielt so seine Grünen im Spiel.

Dann aber war auch Wolfgang machtlos. Martin hatte vorne Ludwig angespielt, der den Ball aufnahm, sich umschaute, ein paar Schritte nach vorne lief und dann quer in den grünen Strafraum passte. Dort stand Tom mutterseelen alleine rum und haute den Ball aus einem Meter Entfernung ins Tor zum 4 : 4 Ausgleich.

Das golden Goal musste dieses Spiel also entscheiden. Und damit bei den Roten keine falsche Hoffnung aufkam, machten die Grünen den Sack gleich darauf zu. Vor dem roten Strafraum wurde Markus mit einem Querpass bedient und aus der Distanz setzte Markus den Ball präzise ins Kreuzeck zum verdienten 5 : 4 Sieg der Grünen. Stets in Führung gewesen, noch dazu drei Pfostenschüsse und trotz Unterzahl mindestens ebenbürtig, diesen Sieg hatten sich die Grünen mehr als verdient.

So war Jonas der Spieler, der beide Spiele gewonnen hatte und Martin derjenige, der beide verloren hatte. Aber zu mindestens Martin war dies egal, denn er hatte ja seit langer Zeit mal wieder ein Tor geschossen und zusammen mit allen anderen zwei wunderschöne Spiele machen dürfen.

Auch Ingo war glücklich, dass wir so pünktlich aufgehört hatten und er somit früh gehen konnte. Denn so hatte er genügend Zeit noch rechtzeitig und geduscht in die Kirche gehen zu können. Wir anderen blieben noch ein bisschen, ratschten und gingen dann vergnügt nach Hause, den Vatertag genießen.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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