Auf der Suche nach dem gerissenen Faden

12.08.2017 12:30 von Chronicle Redakteur Martin

12. August

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Auf der Suche nach dem gerissenen Faden

Wenn einmal der Faden gerissen ist, ist es sehr schwer, den Faden wieder zu finden und besonders zu flicken. Diese leidvolle Erfahrung durften heute die Orangenen machen. Denn wenn man einmal in der Negativspirale ist, misslingen auch die einfachen Dinge, was den Frust und damit die Spirale weiter erhöht. Und wenn zudem Dieter im gegnerischen Tor steht, ist es doppelt schwer. Aber auch Dieter fand heute ein Haar in der sonst so tadellosen Suppe, sein Löwenherz ist halt mit ihm durchgegangen.

Bei trübem Schmuddelwetter mit Nieselregen und satten 13 Grad (Tom hat zur Zeit bestimmt kein so tolles Schmuddelwetter und muss es in Hitze und Sonne aushalten, der Arme), also idealen VEB-Bedingungen, trafen sich 12 VEB’ler zu ihrem Kick. Nachdem Peter uns rein gelassen hat, machten wir uns warm, was dringend notwendig war. Dieter verteilte dann die Leibchen und so ging es mit 6 Gelben gegen 6 Orangene los.

Die Orangenen mit Gernot im Tor, Robert und Pellegrino hinten und davor mit Achim und Lucki und vorne mit Jörg durften sich zu Anfang köstlich amüsieren. Denn die Gelben mit Dieter im Tor, Peter, Ali und Martin Niklin in der Abwehr und davor mit Martin und ganz vorne mit Carmelo hatten einen kuriosen Start.

Die Gelben hatten Anstoß, was aber nur Carmelo und der eine oder andere Gelbe mitbekam. So kam der Ball zurück zu Ali, der den Beginn definitiv nicht mitbekommen hatte und sich noch im Warmschiessen-Modus befand. So haute Ali den Ball hart zu Dieter zurück, der sich mächtig strecken musste, um das Geschoß abzuwehren. Dann aber waren alle wach und das Spiel konnte beginnen

Die Orangenen hatten am Anfang mehr Zug nach vorne und so musste sich die gelbe Abwehr nach dem Anstoßschock sofort finden, was sie auch zügig tat. Immer wieder flogen gefährliche Bälle in den gelben Strafraum und auf Dieters Tor. So wurden Dieter und seine Abwehr früh warm geschossen und das sollte noch von großem Vorteil im weiteren Spielverlauf sein.

Bei den Gelben ging am Anfang wenig bis nichts nach vorne. Hätten die Orangenen präziser geschossen, die Gelben hätten schon ein oder zwei Tore hinten liegen können, ohne Gernots Tor auch nur nahe gekommen zu sein. Aber wenn sie dann mal nach vorne kamen, wurde es gleich gefährlich.

Beim ersten ernsthaften gelben Angriff wurde Martin steil geschickt. Martin nahm den Ball an, Robert blockte ihn ab, aber Martin konnte sich den Ball zurück erobern und war so alleine vor Gernot. Martin hatte so keine Mühe, den Ball zur frühen 1 : 0 Führung der Gelben zu versenken.

Am Spielverlauf änderte dies erst einmal wenig, die Orangenen befanden sich meist im Vorwärtsgang und die Gelben hatten hinten alle Füße voll zu tun, um die orangenen Angriffe abzuwehren. Und die orangenen Schüsse wurden langsam präziser. Dieter bekam immer mehr zu tun und die Gelben konnten froh sein, einen richtigen Torhüter zu haben und nicht nur jemand, der eher zufällig ins Tor muss.

So hielt Dieter viele Bälle, wenn sie denn auf sein Tor kamen. Dann hatten die Orangenen auch noch Pech, als ein hoher Schuss von ihnen nur an die Latte klatschte. Aber insgesamt waren die orangenen eher brotlose Kunst, denn die gelbe Abwehr stand sehr kompakt und machte es den Orangenen immer schwerer vorne.

Zudem kamen die Gelben immer wieder gefährlich nach vorne und erarbeiteten sich die eine oder andere Chance. Sie hatten aber Pech, dass ihre finalen Pässe etwas zu ungenau waren, sonst wäre bestimmt das eine oder andere Tor des Monats gefallen. Aber es fielen einfach keine Tore. Dieter träumte schon davon, das 1 : 0 bis halb Zehn über die Zeit zu retten und er tat sein Bestes, dies zu verwirklichen. Die Orangenen versuchten es mit allen Mitteln, aber Dieter stand einfach immer genau da, wo der Ball hinflog. Es war zum Verzweifeln.

Das drückte die orangene Stimmung noch ein bisschen mehr. Endgültig riss der Faden dann bei den Orangenen, als ein hoher Ball vor Dieters Tor flog mit Jörg’s Kopf als Ziel. Dieter riss die Faust hoch und stoppte den Ball mit einer Faust !!!. Dabei flog der Ball dem verdutzten Jörg vor die Füße, aber Dieter schaltete schneller und haute Jörg den Ball vom Fuß ins Aus zu einer der vielen orangenen brotlosen Ecken.

Und dann nach langer Zeit fingen sich die Orangenen auch noch das 0 : 2. Martin lief durchs Mittelfeld und sah die entscheidende Lücke. In diese Lücke haute er den Ball steil auf Carmelo, aber Carmelo kam nicht an den Ball. Aber dieses Erreichen wollen reichte aus, um die orangene Abwehr zu irritieren und so flog der Ball ungehindert neben den linken Pfosten zum 2 : 0 ins Netz.

Schon im Gegenzug hätten die Orangenen den Anschlusstreffer erzielen können. Wieder segelte eine hohe Flanke in den gelben Strafraum, Jörg hatte sich hinter Niklin freigelaufen und der Ball kam zu ihm. Allerding etwas zu tief für einen Kopfball und so konnte Jörg nicht genug Druck hinter den Ball bringen, um ihn versenken.

Dieter konnte den Ball problemlos abfangen und warf ihn hinaus zu Martin. Der schickte Carmelo steil auf der linken Seite. Carmelo nahm den Ball. überrannte Robert und haute den Ball unerreichbar ins lange Eck zur 3 : 0 Führung. Diese Szene war typisch für das Spiel. Den Orangenen gelang einfach nichts mehr und anstatt auf 1 : 2 zu verkürzen kassieren sie im Gegenzug das 0 : 3.

Das gab den Gelben noch mehr Sicherheit und raubte den Orangenen den letzten Nerv. Die Orangenen bäumten sich zwar immer mehr auf, aber die gelben Abwehr stand einfach bombensicher. Besonders Ali lieferte sich packende Duelle mit Achim und vorallem mit Pellegrino. Und Ali stand zu seinem Leidwesen zudem auch noch immer goldrichtig, wenn die Orangenen mal aufs Tor schossen. So blockte Ali einige orangene Schüsse mit seinem Körper ab, was ihm jedes Mal bleibende Schmerzen und Abdrücke einbrachte.

Aber so verhinderte Ali halt auch mögliche Tore. Aber auch die beiden Martins standen auf genau da, wo sie als Verteidiger stehen mussten und verhinderten so mögliche Tore und Flanken. Und wenn dann doch mal ein Ball durch kam und auf’s Tor flog, stand Dieter immer (!!!) goldrichtig, denn all die Schüsse kamen immer genau auf Dieter. So hatte Dieter kein Problem, all die Bälle zu halten.

Die Angriffe der Gelben wurden nun auch häufiger, aber die letzte Präzision fehlte noch. Zuerst traf Carmelo nach einem schönen Pass nur den unteren linken Pfosten. Und kurze Zeit später donnerte Martin den Ball auch wieder genau an diese Stelle, anstatt ihn überlegt etwas nach hinten zum völlig freistehenden Carmelo aufzulegen.

Aber dann machte es Martin wieder gut, indem er Carmelo diesmal mustergültig bediente und Carmelo keine Probleme hatte, den Ball zum 4 : 0 unterzubringen. Somit war Martin bei allen bisher gefallenen vier Toren beteiligt. Die ersten beiden hat er selbst geschossen und bei den anderen beiden hat er jeweils Carmelo exakt bedient. Dies tat Martin auch laut und vor allem stolz kund.

Da wir doch schon sehr lange gespielt hatten brachte Lucki die Idee einer Trinkpause auf, die wir gerne aufgriffen. So ging es nun erst Mal in die Pause um die ausgelaugten Körper mit Flüssigkeit aufzufüllen.

Nach kurzer Pause ging es dann weiter, aber am Spielverlauf änderte sich nichts. Die Orangenen fanden einfach nicht mehr zu ihrem Spiel, der Faden war gerissen und ließ sich nirgends mehr finden, egal wie intensiv die Orangenen auch suchten.

Dieses Problem hatten die Gelben nicht, bei denen lief das Spiel wie am Schnürchen bzw. wie am Faden. Es gab kaum Fehlpässe bei den Gelben, auch in Bedrängnis kam der Pass meistens da an wo er hin sollte. Sogar sonst so unsichere Kandidaten wie Niklin brachten den Ball meist sicher beim Mitspieler unter.

Als Peter dann Carmelo steil schickte und der den Ball zum 5 : 0 und damit zu seinem Hattrick versenkte, war das erste Spiel dann aus. In der Pause fand Carmelo zwar einen Faden, aber es war nicht der orangene, der gerissen war, sondern der Faden vom Leibchen-Rucksack. Und der nutzte den Orangenen nichts.

Da wir noch 15 Minuten Zeit hatten, gab es nach der Pause noch ein zweites Spiel. Und dass die Orangenen ihren Faden immer noch nicht gefunden hatten, zeigte sich gleich zu Beginn. Die Gelben schnappten sich den Ball, Carmelo schickte Martin rechts steil und Martin hatte freie Bahn in Richtung orangenes Tor. Aber anstatt zu schießen, legte Martin quer auf Carmelo, der nun ein beinahe leeres Tor vor sich hatte. Eigentlich eine todsichere Sache bei Carmelo, zumal der Ball auf seinem linken Fuß lag. Aber Carmelo haute den Ball weit am langen Pfosten vorbei ins Aus.

Selbst dieses Missgeschick beflügelte die Orangenen nicht, denn sie produzierten nun immer mehr Fehlpässe. Besonders Lucki tat sich dabei hervor, sodass der arme Jörg vollständig verhungerte.

Da machten es die Gelben schon besser. Carmelo wurde wieder links angespielt, nahm den Ball mit, drehte sich und haute den Ball diesmal mit links ins lange Eck zur 1 : 0 Führung der Gelben.

Die Gelben wurden nun immer effizienter, bei den Orangenen lief kaum noch etwas zusammen. So hatten die Gelben nun leichtes Spiel und Peter gelang mit einem überlegten Schuss das 2 : 0.

Niklin hatte sogar Zeit, sich mit nach vorne einzuschalten. Carmelo bediente ihn mustergültig, aber Niklin traf den Ball ungenau und setzte ihn so doch etwas weit neben dem Kreuzeck ins Aus.

Zu allem Frust der Orangenen kam dann auch noch Pech. Achim wurde wunderbar freigespielt (ja, auch das gab es im orangenen Spiel) und lief alleine auf Dieter zu. Dieter kam raus, Achim schoss, aber Dieter riss den Arm raus und lenkte den Ball zur Ecke. Achim konnte es nicht fassen und schlug die Hände vor’s Gesicht, während Dieter stolz grinste.

Da hatte Carmelo schon mehr Glück. Gernot konnte einen gelben Schuss abwehren, aber der halbhohe Ball fiel Carmelo vor die Füße. Carmelo mit dem Rücken zum Tor lupfte den Ball leicht über sein Knie und setzte ihn so neben den Pfosten zum 3 : 0 ins Netz.

Da war es dann für einige genug für heute und wir beendeten das Spiel. über beide Spiele gesehen hatten die Gelben 8 : 0 gewonnen, aber so ganz konnte sich Dieter darüber auch nicht freuen, denn (beinahe Originalton Dieter) „beim keinen Gegentor kommt Frust auf bei einem Löwenfan“.

Nun denn, Dieter und auch alle anderen konnten mit ihrem Frust sehr gut umgehen und so strahlten bald alle wieder. Zudem beschlossen wir auf Carmelos Vorschlag hin, am

Dienstag zu Maria Himmelfahrt (15.08.) um 8:00 Uhr zu spielen

und dafür den Mittwochskick ausfallen zu lassen.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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